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| Kino Eintrittspreis: | ||||
| Mo - So | 6,50 Euro | |||
| Jeden Tag | 3,00 Euro | für Freundeskreis-Mitglieder more | ||
| Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50 | ||||
| Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,- | ||||
| Kinderfilm | 4,- Euro | Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro | ||
| Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang) | ||||
VORSICHT SEHNSUCHT [Les herbes folles] |
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| F 2009, R: Alain Resnais, mit André Dussollier, Sabine Azéma, 35mm, 103 Min | |
Nach
einem Schuhkauf wird Marguerite (Sabine Azéma) mitten in Paris die
Handtasche entrissen. Ihre Brieftasche findet der Pensionär Georges
(André Dussollier). Er beginnt sofort, sich für diese Frau um die 50 zu
interessieren, die einen Pilotenschein hat und in einem Pariser Vorort
lebt, wo sie mit einer Kollegin (Emmanuelle Devos) eine Zahnarztpraxis
leitet.In seiner Phantasie versucht er sich vorzustellen, wie sie lebt, wer sie ist, und er überlegt, um sie kennen zu lernen, ihr die Brieftasche persönlich zu bringen. Schließlich gibt er sie aber doch bei der Polizei ab und hinterlässt dort seine Telefonnummer. Marguerite bedankt sich telefonisch, legt aber keinen Wert auf ein persönliches Treffen, was Georges nur um so mehr dazu bringt, sich ein Bild von ihr zu machen und sich in ihr Leben zu drängen. Der gutbürgerlich situierte Georges wirkt geradezu besessen von dieser unbekannten Frau, auch seine eigene Frau Suzanne (Anne Consigny) und seine erwachsenen Kinder beginnen sich zu wundern. Dann aber kommt es nach einem Kinobesuch doch noch zu einem Treffen von Georges und Marguerite, und obwohl beide sehr lebenserfahrenen Menschen sind, geraten die Dinge völlig außer Kontrolle. Der Großmeister des französischen Beziehungskinos Alain Resnais -
"Hiroshima Mon Amour" (1959), "Letztes Jahr in Marienbad" (1961),
"Smoking/No Smoking" (1993), "On connaît la chanson“ (1997) - sucht für
seine Beziehungsgeschichten immer neue Erzählformen. In seinem neuesten
Werk hat er sich vom französischen Bestsellerautor Christian Gailly
inspirieren lassen.Sabine Azéma und André Dussollier spielen eine zunehmend verrückter werdende Annäherung zweier Menschen im fortgeschrittenen Alter. Menschen, die sich in ihrem Leben längst eingerichtet haben, und die eigentlich nichts mehr aus der Bahn werfen sollte. Der ironisch kommentierende Off-Erzähler, die präzis aufeinander abgestimmten, parallelen Handlungsebenen, und die lustigen, aber eigentlich tragischen Missverständnisse und psychologischen Verwicklungen, machen den Film zu
einer altersweisen, aber keineswegs milden Komödie über unerfüllte
Wünsche und Lebensentwürfe.Text & Foto: Schwarz-Weiss |
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