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Der größte Feind im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
Diesen Spruch seiner Mutter hatte der Schriftsteller Paul Gratzik, aus
einfachen Verhältnissen in den 1970ern zu einem gefeierten Vertreter der
DDR-Literaturszene emporgestiegen, immer im Ohr. Trotzdem war er 20
Jahre lang Inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Staatssicherheitsdienstes,
schrieb Berichte über Freunde und Förderer wie Heiner Müller, Steffie
Spira und Ernstgeorg Hering. Anfang der 1980er stieg Gratzik aus,
enttarnte sich selbst und wurde seinerseits zum Objekt der
Stasi-Beobachtung. VATERLANDSVERRÄTER ist das filmische Porträt eines
vom Kommunismus überzeugten Mannes "mit lautem Wesen", dessen Leben ein
Zickzack zwischen den Extremen war. Eine Geschichte, wie sie so, mehr
als 20 Jahre nach dem Ende der DDR, noch nicht erzählt worden ist. Eine
vielschichtige Auseinandersetzung mit einem schillernden Protagonisten. |