homehomehomehome

Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 8,00 Euro Kino 1                
    9,00 Euro Kino 1 Film + Gespräch  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

StummfilmLive im Babylon

   
 

Berlin bleibt Berlin!

 

Di, 21.11. 20:00

 

90 Jahre

 

BERLIN, DIE SINFONIE DER GROSSTADT (1927) von Walter Ruttmann

  Eintritt 12,- €  
  D 1927, R: Walther Ruttmann, 63 Min.  Live an der KinoOrgel Anna Vavilkina

Eintritt 12,- Euro   

Ein Tagesablauf im Leben Berlins, gefilmt Ende der 1920er Jahre. Ein Kaleidoskop von Eindrücken, die ein lebendiges Bild der Viermillionen-Metropole vermitteln: von der ersten Morgendämmerung, wenn die ersten Pendlerzüge einlaufen bis in die späte Nacht, wenn sich die Lichtreklamen der Kinos und Tanzpaläste auf dem regennassen Asphalt spiegeln.

Hektik und Beschaulichkeit, Armut und Reichtum, Angestellte, Flaneure, und immer wieder Busse, Straßenbahnen, Lastwagen, U-Bahnen, Züge, Autos, Fahrräder, Fußgängerströme als Pulsgeber des groß-städtischen Rhythmus: Walter Ruttmanns Montagefilm ist eine faszinierende Zeitreise in die roaring twenties von Berlin.

   
   
 

Stummfilm um Mitternacht - jeden Samstag

  Programm                    Anna Vavilkina                 KinoOrgel               English
 

EINTRITT FREI nach dem Motto

 

NULL UHR für NULL EURO mit Anna Vavilkina!

 
  Das Babylon startete am 8. März 2013 die samstägliche Reihe Stummfilm um Mitternacht für Berliner Nachtschwärmer. Der Eintritt ist FREI, nach dem Motto NULL Uhr – NULL Euro.  (Kein Einlass garantiert bei verspätetem Kommen!)

Live an der Kinoorgel vertont Anna Vavilkina, die Babylon Organistin, die „Nacht-Filme“ zur Geisterstunde: Eine Reihe über Großstadt-Feeling, Nachtleben, Frivoles und Gruseliges. Einige Produktionen wurden beim Kinostart sogar mit einem Jugendverbot belegt.

Das Babylon begann vor 85 Jahren am 11. April 1929 als Stummfilmkino. Die Tradition der Kinopaläste – bis heute lebendig in London und Los Angeles – kommt wieder nach Berlin ins Babylon mit der neuen und festangestellten Organistin Anna Vavilkina: Sie spielt außer zu Stummfilmen auch nahezu täglich vor den Filmvorführungen und Live-Veranstaltungen. Das ist einmalig in der deutschen Kinoszene.

   
  A silent film series for night owls!  EVERY SATURDAY
Admission is free, according to the motto ZERO o´clock - zero euro.
Live at the cinema organ, the organist Babylon Anna Vavilkina accompany the silen films at the witching hour!
   
  Programm
   
 

Stummfilm um Mitternacht: Null Uhr, Null Euro

 

Hexen [Häxan]

 

Sa, 18.11.2017  24:00

  Hexen [Häxan], Schweden 1922, R: Benjamin Christensen mit Maren Pedersen, Clara Pontoppidan, Elith Pio, 111 Min

Live an der Orgel begleitet von Anna Vavilkina

Diese schwedische Mischung aus Spiel-, Trick- und Dokumentarfilm folgt dem Hexenkult des Mittelalters. Regisseur Benjamin Christensen gelingen phantastische, träumerische Bilder über eine Fahrt zum Blocksberg, über Satansriten und Aberglauben. Ein früher, mit künstlerischer Raffinesse arbeitender "Mondo"-Film.

0 Uhr – 0 Euro An der Babylon Orgel: Anna Vavilkina

   
   
 

Stummfilme im Original-Babylon – nur echt mit der Goldkante um die Leinwand

 

herum“

 
   
 

Einzigartig: einzig in Deutschland festangestellte Hausorganistin im Babylon

 

– wie in den alten Kinopalästen

  Anna Vavilkina studierte am Moskauer Konservatorium und an den Musikhochschulen in Lübeck und Detmold. Sie wurde ausgezeichnet beim Internationalen Orgelwettbewerb in Minsk und war Finalistin bei internationalen Wettbewerben für Orgelimprovisation in Deutschland und Österreich.

Die Babylon Besucher können Anna Vavilkina bei der samstäglichen Reihe „Stummfilm um Mitternacht“ ab 8. März 2013 erleben und außerdem nahezu täglich vor dem Hauptfilm.   http://www.myspace.com/annavavilkina

  (c) von den 2 Fotos links: Djamila Grossman    Foto rechts: Barbara Löblein
  Anna VAVILKINA in der Berliner Zeitung:  berliner-zeitung.de
   
 

Die einzige, am originalen Standort erhaltene Kinoorgel in Deutschland

  2009: 80 JAHRE BABYLON und KinoOrgel
  Im Babylon steht die einzige, in Deutschland am originalen Standort erhaltene Kinoorgel. Diese seinerzeit größte, deutsche Kinoorchesterorgel stammt von der Firma Philips aus Frankfurt am Main und wurde von der Fachwelt in hohen Tönen gelobt:

„Die neue Kino-Orchester-Orgel dürfte berufen sein, die ausländische Konkurrenz … endlich aus dem Felde zu schlagen.“ (Deutsche Instrumentenbau-Zeitung, 1929)

Der im großen Kinosaal links vorn stehende Orgelspieltisch hat 2 Manuale, 1 Pedal , 100 Register, Tremolo, 4 freie Kombinationen, 8 Pistons, 1 Schwellwerk und vieles mehr.

Die eigentliche Orgelanlage, welche auf 2/3 Höhe links hinter der seitlichen Holzverkleidung steht, hat 66 Pfeifenregister aus 913 Orgelpfeifen, davon 280 Zungenstimmen, sowie 137 Klangteile und 34 Effekten. Das sind vielseitigste Geräusche, die zu einer Stummfilmbegleitung nötig sind. Die größte Orgelpfeife ist 3,10 m hoch, die kleinste 10mm plus Fuß.

Etliche Jahre war die Babylon Kinoorgel außer Betrieb. Die äußerst aufwändige und langwierige Generalüberholung der eigentlichen Orgelanlage führte Dr. Ing. Dagobert Liers aus Berlin Lichtenberg von 1993 bis 1998 durch.

  Der total verkommene Spieltisch wurde 1994 von der Kunsttischlerei Hans Joachim Eichberg in Berlin Pankow völlig generalüberholt. Von 2005 bis 2008 überholte, reparierte, reinigte und stimmte der Orgelbauer Hans Joachim Eichberg (Jahrgang 1930) die gesamte Orgelanlage in allen Teilen.

Nachruf auf Hans Eichberg (Geb. 1930) Ein Mann und 913 Pfeifen

  80 JAHRE BABYLON und KinoOrgel
 
   
   
  Hans Eichberg
  Nachruf auf Hans Eichberg (Geb. 1930) Ein Mann und 913 Pfeifen

Das Geheimnis von Babylon

Am 2.3.2017 erreichte uns folgende Nachricht:
Zwei Tage vor seinem 87. Geburtstag ist Hans-Joachim Eichberg gestorben. Damit verliert das Babylon viel mehr als den Orgelbaumeister, der getreu seinem Lieblingsspruch: "Geht nicht, gibts nicht" für jedes Problem eine Lösung hatte.

Hans Eichberg, der sich bereits durch die schwejksche Klugheit seiner Mutter der Hitler Jugend entzogen hatte, wird für mich immer das beste Beispiel für die Kreativität deutscher Ingenieurskunst bleiben. In einem Land des Mangels und der Ausreden für Halbleistungen (DDR) verblüffte er mit genialen, einfachen technischen Lösungen. Seine Anfang der 60er Jahre gebaute vollautomatische Waschmaschine steht heute im Museum. Er kam im Jahr 2005 von sich aus zur Neueröffnung des Babylon und bot seine unentgeltliche Hilfe bei der Wiederinbetriebnahme der Orgel an. Zu dem Zeitpunkt lag uns ein Kostenvoranschlag von einem anderen Orgelbauer über 50.000,-€ vor. Das Babylon hatte aber kein Geld für die Orgel. Und so machte sich Hans mit seinen damals 75 Jahren an die mitunter halsbrecherische Arbeit. Seiner Initiative verdankt das Babylon letztlich die einzige festangestellte Kinoorganistin Deutschlands. Seiner Initiative, ist letztlich auch die Reihe Stummfilm um Mitternacht zu verdanken. Durch seine Initiative wurde das Babylon zum führenden Aufführungsort von Stummfilmen in Deutschland.

Ich kann den Spott von Zeitgenossen über die unentgeltliche Arbeitsleistung für dieses Instrument und das Haus hören. Gerade Hans war der Einzige, der in Zeiten, als viele den finanziellen Ruin des Babylon herbei schreiben wollten, mich persönlich fragte, ob er dem Haus finanziell helfen kann. Das rührte mich zu Tränen.

Hans Eichberg spielte selbst die Orgel, das hatte er sich beigebracht. In seiner Wohnung steht eine voll funktionstüchtige Orgel, Marke Eigenbau. Er liebte es, seine Ideen umzusetzen und war sich für keine Arbeit zu schade. Die Ideologien des 20. Jahrhunderts hat er "übersehen".

Hans, Du verschmitzter Schwejk, Du genialer Ingenieur und Orgelbauer und Kunsttischler in eigenem Auftrag, wer wenn nicht Du kann 100 Jahre leben und arbeiten und leben.

Du bestes Beispiel deutscher Tüchtigkeit wirst für mich ein Vorbild bleiben!

Timothy Grossman

   
  Das Geheimnis vom Babylon
   
   
  Pressekontakt:
  Barbara Löblein, 030/278 919 19, loeblein@babylonberlin.de
Gern stellen wir Ihnen Fotos und das Plakat zur Verfügung.