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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 6,50 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

StummfilmLive im Babylon

   
 

WILHELM DIETERLE  Reihe:

  6.3., 19.3. und , 23.3.  more
 

Samstag, 6.3. , 17.00 Uhr

  DIE GEIER-WALLY
D 1921
R/B: Ewald André Dupont,
mit Henny Porten, Wilhelm Dieterle, Albert Steinrück, Eugen Klöpfer,
35mm, 87 Min., Stummfilm.
Live am Klavier begleitet von François Regis.
   
 

Mi, 10.3.   20:00

 

METROPOLIS

  Neue Lange Version im originalen Ambiente. Eine Zeitreise ins Jahr 1927
  Stephen Horne  aus London gehört zu den weltweit  führenden Stummfilmmusikern!
  Wiederaufführung von Metropolis!
Musik: Stephen Horne (Piano, Flöte und Orgel)
Die restaurierte Fassung des Stummfilms Metropolis von Fritz Lang wird nach der Berlinale regelmäßig im Berliner Stummfilmkino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz aufgeführt.

Metropolis [Fritz Lang, D 1927]
Metropolis ist ein zum Deutschen Expressionismus zählender Stummfilm, den Fritz Lang in den Jahren 1925 bis 1926 drehte. Schauplatz ist eine futuristische Großstadt mit ausgeprägter Zweiklassengesellschaft.

Dieser Science-Fiction-Film war einer der teuersten seiner Zeit, und ist bis heute einer der visuell einflussreichsten und bekanntesten geblieben.

Das am 10. Januar 1927 präsentierte, zweieinhalbstündige Original hatte bei Kritikern und Publikum keinen Erfolg, schon am 25. August 1927 lief deshalb eine auf knapp zwei Stunden verkürzte Fassung des Films in Deutschland neu an. Etwa ein Viertel des Originals wurde vernichtet. Seit 1961 wurden mehrfach Versuche unternommen, die Originalfassung wiederherzustellen. In der Rekonstruktion von 2001 vertraten Standbilder und Kommentartexte das noch immer fehlende Material, in dieser Form wurde er als erster Film überhaupt ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Erst dank einer 2008 in Buenos Aires gefundenen Kopie gelang es, die früheren Lücken fast vollständig zu füllen; das Ergebnis wurde am 12. Februar 2010 vorgestellt. (wikipedia)

   
  Stephen Horne has long been considered one of the leading silent film accompanists. Based at London's BFI Southbank, but playing at all the major UK venues such as the Barbican Centre and the Imperial War Museum, he has recorded music for DVD releases, BBC TV screenings and museum installations of silent films. Although principally a pianist, he often incorporates flute and keyboards into his performances, sometimes simultaneously.

He regularly performs internationally and in recent years his accompaniments have met with acclaim at film festivals in Pordenone, Telluride, San Francisco, Berlin and Bonn. He has performed his score for A Cottage on Dartmoor at many venues, including New York's Lincoln Centre and Washington's National Gallery of Art. As an adjunct to his work in silent film, he occasionally collaborates with a small group which recreates magic lantern shows. He is also a specialist in dance accompaniment and plays regularly at the London dance academies. In addition to his musical activities, he writes screenplays, and his short film 'Fatherspace' was shown on Channel 4 and at the London Film Festival.
   
 

WILHELM DIETERLE Reihe

   
 

Samstag, 6.3. , 17.00 Uhr

  DIE GEIER-WALLY
D 1921
R/B: Ewald André Dupont,
mit Henny Porten, Wilhelm Dieterle, Albert Steinrück, Eugen Klöpfer,
35mm, 87 Min., Stummfilm.
Live am Klavier begleitet von François Regis.
 
 

Freitag, 19. März 20.00

  LUDWIG DER ZWEITE, KÖNIG VON BAYERN
D 1929, R: Wilhelm Dieterle, mit Wilhelm Dieterle, Rina Marsa, Theodor Loos, Trude von Molo,
35mm, ca. 115 Min., Stummfilm.
Live am Klavier begleitet von François Regis.
 
 

Samstag, 27. März 20.00

  WILHELM DIETERLE
GESCHLECHT IN FESSELN. DIE SEXUALNOT DER STRAFGEFANGENEN
D 1928, Regie: Wilhelm Dieterle, mit Wilhelm Dieterle, Gunnar Tolnaes, Mary Johnson, Paul Henckels, 35mm, 92 Min., Stummfilm.
Live am Klavier begleitet (N.N.)
 
 

 

  DIE GEIER-WALLY
  Deutschland 1921

Regie: Ewald André Dupont
Drehbuch: E. A. Dupont nach dem Roman von Wilhelmine von Hillern (1875)
Kamera: Arpád Virágh, Karl Hasselmann
Bauten: Paul Leni
Produktion: Henny-Porten-Film GmbH für Gloria-Film GmbH
Uraufführung: 12.9.1921 im UFA-Palast am Zoo
mit Henny Porten, Wilhelm Dieterle, Albert Steinrück, Eugen Klöpfer, Wilhelm Diegelmann, Gerd Fricke, Julius Brandt, Elise Zachow-Vallentin u. a.
Stummfilm, 35 mm, mit Live-Filmmusik: Francois Régis, Klavier
  Im Team mit erstklassigen Mitarbeitern wie dem Filmarchitekten Paul Leni, hat Regisseur Dupont – später weltberühmt mit „Varieté“ - aus dem populären Schnulzenstoff einen kraftvollen Film geschaffen: Hart, ja brutal wird das bäuerliche Milieu geschildert. Außergewöhnlich, geradezu avantgardistisch wird die Bergwelt visualisiert. Neben dem Star Henny Porten hatte WILHELM DIETERLE hier seine erste große Filmrolle. Der fotogene Hüne (1,95 m) war fortan in Rollen männlich-romantischen Zuschnitts ein beliebter Partner weiblicher Stars der 20er Jahre.
 
 

 

  Wilhelm Dieterle, später in den USA William Dieterle, spielte im deutschen Kino ab 1921 eine bedeutende Rolle. Seine „Filmkarriere reflektiert im wesentlichen die Geschichte des deutschen Films der 20er Jahre im Wechsel zwischen künstlerischen Ambitionen und kommerziellen Zwängen.“ Als Darsteller wirkte er in mehr als 60 Stummfilmen mit. „Dieterle, ein Hüne von Gestalt (1,95 m), fand im Film vor allem in Rollen männlich-romantischen Zuschnitts großen Anklang. ... Er lernte, seine äußere Robustheit in natürliches, spontanes Spiel umzusetzen. Dadurch und dank seiner absoluten Fotogenität bot Dieterle sich als kongenialer Partner für weibliche Stars wie Henny Porten und Asta Nielsen an.“ (Reclams deutsches Filmlexikon)
Ab 1923 führte Dieterle auch Regie – schließlich so erfolgreich, dass Hollywood ihn holte. Sein Spezialgebiet wurden dort biographische Filme u.a. über Pasteur und Zola.

Die Reihe mit drei Stummfilmen begleitet die Ausstellung Das Dramatische Theater des Wilhelm Dieterle
Ein Bühnenabenteuer im Berlin der Zwanziger Jahre dargestellt in Texten, Bildern und Dokumenten
4. bis 28. März 2010
in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz, In den Ministergärten 6, Berlin-Mitte.
Täglich 10 - 18 Uhr

Wilhelm Dieterle, 1893 in Ludwigshafen geboren, ab 1911 an kleinen Provinzbühnen engagiert, kam über Zürich und München nach Berlin. Dort erreichte er 1920 das Traumziel aller Bühnenschaffenden jener Zeit: Er gehörte als Schauspieler zum Ensemble von Max Reinhardts Deutschem Theater. Doch er wollte selbst Intendant werden. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit einem kunstbegeisterten Bankhaus mietete er ein Bühnengebäude in der Chausseestraße, engagierte ein großes Ensemble, nahm eine Vielzahl von Stücken zur Aufführung an, saß auf dem Intendantensessel des „Dramatischen Theaters“ – und einem riesigen Schuldenberg.
Zu Dieterles künstlerischem Beirat gehörten der Stararchitekt Hans Poelzig, der Maler Max Pechstein sowie die Dichterin Else Lasker-Schüler, zu seinem Ensemble bekannte Namen wie Leopold Lindtberg, Hubert von Meyerinck und Maria Eis. Der neue Intendant stellte einen literarisch ambitionierten und sozial engagierten Spielplan vor, vertraute auf die Zugkraft seines Namens als Schauspieler und startete am 28. August 1924 in die Theatersaison. Mit nur fünf Produktionen, darunter drei Uraufführungen, sollte Dieterle ein kurzes, eindrucksvolles Kapitel Berliner Theatergeschichte schreiben: „Dann stürzte der französische Franc ins Bodenlose. Unsere Bankiers stürzten mit – und wir mussten die Tore schließen“, schreibt er in seinen Erinnerungen.
„Da geschah wie so oft in meinem Leben ein Wunder. Eines Abends läutete das Telefon und eine fremde Stimme fragte: Wollen Sie nach Hollywood?“ Mit den folgenden Engagements – zunächst als Schauspieler - konnte Dieterle die Schulden von mehr als 100.000 Mark zurückzahlen. Bald verlegte er sich ganz auf das Regieführen, wurde sogar 1937 mit dem Oscar ausgezeichnet. „Hollywood ermöglichte es mir, alle Schulden zu bezahlen, die mich nach dem Zusammenbruch des Dramatischen Theaters zu ersticken drohten. Dafür bin ich dem Film dankbar. Aber mein Herz gehört dem Theater.“
Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Alfred Hübner.