homehomehomehome

Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 8,00 Euro Kino 1                
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

StummfilmLive im Babylon

  Berlin-Babylon # 5: Begierde & Schrecken - Das Stummfilm ORGEL Festival            Pressekontakt
  STUMMFILM UM MITTERNACHT
  Anna Vavilkina                KinoOrgel               English
   
 

Fr, 18. bis So, 27.Juli 2014

 

Berlin Babylon # 5: BEGIERDE UND SCHRECKEN - Stummfilm Orgel Festival

  Programm       Eintrittspreise           Pressemitteilung:              
 

Im Babylon stehen vom 18. bis 27. Juli „Begierde und Schrecken“ im Zentrum der fünften Edition des einzigen Stummfilm Orgel Festivals in Deutschland. In den zehn Festivaltagen mit 21 Filmen aus den Jahren 1918 bis 1929 geht es um gesellschaftliche Tabubrüche mit Themen wie Erotik, Verführung, Homosexualität, Inzest, Prostitution, Rebellion, Lebensgier, Gewaltexzess und Mord. Konkrete Auslöser dafür waren die mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verbundenen, sozialen und seelischen Folgen. Die Filme spiegeln aber auch allgemeingültige, bis heute erkennbare Auswirkungen eines Krieges wider.

An der Philipps Kinoorgel interpretiert die Babylon Organistin Anna Vavilkina die ausgewählten Stimmungsbilder neu und live. Seit Januar 2014 ist sie fest im Babylon engagiert. Mit ihrem Gefühl für das Spezifische der Kinoorgel gelingt es ihr, das breite Klang- und Tonvolumen der Babylon Kinoorgel originell und adäquat einzusetzen. Während des Festivals erhält Vavilkina Unterstützung von dem Wiener Komponisten und Organisten Florian C. Reithner. Das Babylon trägt mit diesem ersten reinen Orgel Stummfilm Festival der Besonderheit Rechnung, dass es über die einzige Kinoorgel Deutschlands am originalen Standort verfügt.

Zu den Stars dieses Festivals gehört der Berliner Schauspieler Conrad Veidt (1893-1943). Als Ikone der Nachkriegszeit und des expressionistischen Stummfilms spielte er bevorzugt dämonische Rollen, gefährdete Menschen und Drogensüchtige. Sein Somnambuler in DAS CABINET DES DR. CALIGARI ging in die Filmgeschichte ein und ist während des Festivals in drei musikalischen Interpretationen zu erleben. Viele Kinozuschauer kennen Conrad Veidt als Major Strasser aus dem Tonfilm-Klassiker „Casablanca“.

Veidt zudem in der neu restaurierten, viragierten Fassung von LUCREZIA BORGIA als skrupelloser Cesare Borgia in inzestuöser Liebe zu seiner Schwester zu sehen. Dies ist ein besonderes Highlight, denn die vom Bundesarchiv-Filmarchiv aufwändig restaurierte Ur-Fassung ist mit wiederhergestellten farbigen Viragen in (neuer) originaler Länge als Weltpremiere zu sehen.

Einen Berliner Bezug haben auch die drei charismatischen Schauspielerinnen LOUISE BROOKS (1906-1985), ANITA BERBER (1899-1928) und OSSI OSWALDA (1897-1947):

Die US-Amerikanerin Brooks war mit ihrem charakteristischen Pagenschnitt ein It-Girl der Goldenen Zwanziger Jahre. Ihre berühmtesten Filme drehte sie interessanterweise in Berlin: DIE BÜCHSE DER PANDORA und TAGEBUCH EINER VERLORENEN, die beide nicht nur mit ihrer Andeutung der lesbischen Liebe die Zensurbehörde auf den Plan rief.

Die Urberlinerin Ossi Oswalda war als Typus der modernen, selbstbewussten Großstadt-Göre ein früher Star des deutschen Films. Zu sehen ist sie u.a. in der Komödie EINE TOLLE NACHT über die Jagd nach erotischen Abenteuern in der Großstadt.

Der Film ist von einer solchen Frische, dass wir uns entschieden haben, ihn als ERÖFFNUNGSFILM zu zeigen.


Die bisexuelle und drogensüchtige Nackttänzerin Anita Berber, heute an ihrem früheren Wohnort in Berlin-Wilmersdorf mit einer Gedenktafel geehrt, galt als Femme fatale und frühe Ikone in der homosexuellen Szene. Für den Film entdeckte sie Regisseur RICHARD OSWALD (1880-1963). Der Wahlberliner mit Wiener Wurzeln und eigenem Kino an der Charlottenburger Kantstraße drehte große Publikumserfolge, bediente dabei ohne Skrupel vor dem Tabubruch den Massengeschmack, darunter DIDA IBSENS GESCHICHTE mit Conrad Veidt und Anita Berber über eine sadomasochistische Beziehung oder FEME über einen terroristischen Mordanschlag auf einen Politiker.

Timothy Grossman, Babylon Geschäftsführer über das Festival:
„Stummfilm ist mehr als Kino und gehört nicht ins Museum. Das Genre hat durch die Live-Aufführung und die zeitgemäße Interpretation emotionales Potential und ist wie ein Kurzschluss von Vergangenheit und Gegenwart.“

   
  Friedemann Beyer, Kurator des Festivals:
„Wir freuen uns, dass zum nunmehr fünften Mal in Folge ein Stummfilmfestival im Babylon stattfinden kann und damit einen festen Platz im Kultur-Kalender Berlins einnimmt. Mit ‚Begierde und Schrecken‘ geben wir ein Statement zu den mentalen Folgen des Ersten Weltkriegs ab, wie sie sich im Kino der Weimarer Republik widerspiegeln. Das Babylon als einzig originäres Stummfilmkino Deutschlands ist dafür der ideale Ort.“
   
  Programm 
 

Freitag, 18. Juli 2014

 

Eröffnung Berlin-Babylon # 5 Das StummfilmOrgelFestival

 

Begierde & Schrecken

 

20:00
Ossi Oswalda - Kesse Berliner Großstadtpflanze, Star früher Lubitsch-Komödien
Eine tolle Nacht   TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1926. R: Richard Oswald. Mit Ossi Oswalda, Harry Liedtke, Henry Bender, Paul Graetz, Kurt Gerron, Hermann Picha u.a. Länge: 79 Min. 35mm

Ein spießiger Unternehmer aus der Provinz besucht Berlin, um sich im Nachtleben der Hauptstadt auszutoben. Dies bedeutet für ihn nichts anderes als: Jagd nach erotischen Abenteuern. „In einem bunten Reigen von Tanzgirls und Polizisten, Varieté-Artisten und Kaschemmen-Typen, Schuhkünstlern, Kanonenkönigen, indischen Radjas und Ringkämpfern pendelt er zwischen molligen Separées, strahlenden Restaurants und Tanzdielen, Polizeiwachstuben und Spelunken hin und her.“ (Illustrierter Film-Kurier, Nr. 561, 1926).

   
 

Samstag, 19. Juli 2014

  18:00
Conrad Veidt - Das Gesicht des expressionistischen Stummfilms.
Die Liebschaften des Hektor Dalmore  TICKET-ONLINE
D 1920. R: Richard Oswald. Mit Conrad Veidt, Erna Morena, Kitty Moran, Helene Ford, Sascha Gura, Lya de Putti. Länge: 76 Min. 35mm
An der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Conrad Veidt als moderner Don Juan im Leistungsstress, der einen Doppelgänger beschäftigt, um all seine erotischen Verbindungen bewältigen zu können. Dann begegnet er einer verheirateten Frau, die ihn abblitzen lässt. Dies treibt ihn umso mehr an. Schon wettet er mit ihrem Mann auf ihre Untreue. Doch dann kommt alles ganz anders...

   
  19:30
Lya de Putti - Vamp der 1920er Jahre.
Varieté     TICKET-ONLINE
D 1925. R: E.A. Dupont. Mit Lya de Putti, Emil Jannings, Maly Delschaft, Kurt Gerron, Warwick Ward. Länge: 104 Min. 35mm
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Huller, ein einst bekannter Artist, leitet seit einem Arbeitsunfall eine Schaubude auf St. Pauli. Dort läuft ihm die Tänzerin Berta-Marie zu. Er verfällt ihr und verlässt seine Familie, um mit dem jüngeren Mädchen ein neues Leben zu beginnen. Die beiden finden in Berlin ein Engagement und treten gemeinsam mit dem berühmten Trapezkünstler Artinelli im ‚Wintergarten‘ auf. Doch dann betrügt Berta-Marie ihren besitzergreifenden Freund… Begierde und Schrecken in einer Ménage a trois, von E.A. Dupont meisterhaft realistisch inszeniert.

   
  22:00  le cinéma abstrait:   Begleitung: DJ Raphaël Marionneau    TICKET-ONLINE
Conrad Veidt - Das Gesicht des expressionistischen Stummfilms.
Das Cabinet des Dr. Caligari    
D 1919/20, R: Robert Wiene. Mit Werner Krauss, Conrad Veidt, Lil Dagover, Friedrich Fehér, Hans Heinrich von Twardowski. Länge: 71 Min, 35 mm

Mit Hilfe eines somnambulen, mordenden Mediums terrorisiert der seltsame Schausteller Dr. Caligari eine norddeutsche Kleinstadt. Entstanden unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs, begründete dieser erste expressionistische Film nicht nur den Weltruf der deutschen Filmkunst, er ist auch ein Schlüsselwerk zum Thema Schrecken. Musik: DJ Raphaël Marionneau

   
  00:00 Stummfilm um Mitternacht. 0 Uhr, 0 Euro
Max Schreck - Nomen est Omen: Nie gab es einen trefferenden Kino-Vampir
Nosferatu EINTRITT FREI  Reservierungen: TICKET-ONLINE
D 1922. R: Friedrich Wilhelm Murnau. Mit Gustav von Wangenheim, Max Schreck, Alexander Granach, Greta Schröder, u.a. Länge: 78 Min, 35 mm
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Der junge Hutter wird von seinem Chef einem gewissen Grafen Orlock nach Transsilvanien geschickt, der sich in Hutters Heimadtstadt Wisborg ein Haus kaufen möchte. Die Reise gerät zum Horrortrip.
Vampirismus als Metapher des Krieges der Toten gegen die Lebenden, der nur durch das Opfer einer Liebenden beendet werden kann. Ein Gerichtsurteil wegen Plagiats (von Bram Stokers „Dracula“) verurteilte Murnaus Film selbst zur Vernichtung. Doch Kopien von „Nosferatu“ überlebten in ausländischen Archiven, der heute als Mutter aller Vampir-Filme gilt.

   
 

Sonntag, 20. Juli 2014

  17:00   
Anita Berber      TICKET-ONLINE
Dida Ibsens Geschichte
D 1918. R: Richard Oswald. Mit Anita Berber, Conrad Veidt, Werner Krauss, Emil Lind, Ernst Pitschau, Eugen Rex. Länge: 57 Min. 35mm
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Dida, eine junge Frau, soll einen reichen Bauern heiraten, den sie nicht liebt. Sie lernt einen anderen Mann kennen und flieht mit ihm in die Stadt. Obwohl sie sich lieben, können sie nicht heiraten. In einem Weinrestaurant lernt sie einen Globetrotter kennen, der in den Tropen an Malaria erkrankt ist. Zwischen Dida und dem Mann entwickelt sich eine sadomasochistische Beziehung…

   
  18:30
Anita Berber - Nackttänzerin, Morphinistin, geniale Künstlerin:
Unheimliche Geschichten     TICKET-ONLINE
D1919. R: Richard Oswald. Mit Conrad Veidt, Anita Berber, Reinhold Schünzel, Hugo Döblin. Länge: 112 Min. 35mm/Digital
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina und Florian C. Reithner

Fünf Variationen über den Einbruch des Horrors in den Alltag. So sucht etwa Conrad Veidt in einem Hotel nach einer Frau, die dort spurlos verschwunden ist. Hat er sich ihren Besuch nur eingebildet? Nach Erzählungen u.a. von Edgar Allan Poe, Robert Louis Stevenson und Anselma Heine. Mit Skandaltänzerin Anita Berber in einer Hauptrolle. Meisterhaftes Beispiel für die gruselige Seite in Oswalds Schaffen.

   
 

Montag, 21. Juli 2014

  18:30
Eugen Klöpfer – der erdverbundene, schwerblütige Typ
Die Straße   TICKET-ONLINE
D 1923. R: Karl Grune. Mit Eugen Klöpfer, Lucie Höflich, Aud Egede-Nissen, Anton Edthofer. Länge: 82 Min. 35mm
An der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Ein Mann möchte aus der Monotonie seines bürgerlichen Alltags ausbrechen und stürzt sich in das Treiben der nächtlichen Großstadt. Als er einer Prostituierten in ein Nachtlokal folgt, setzt dies eine Kette fataler Ereignisse in Gang, die ihm fast den Kopf kostet.
Die dramatische Variante von Oswalds „Eine tolle Nacht“ reflektiert die ambivalente Faszination großstädtischen Nachtlebens, wo Verheißung und Verderben dicht beieinander liegen.

   
 

20:00   
Louise Brooks - modernes City Girl, d i e  Ikone des späten Stummfilms
Tagebuch einer Verlorenen     TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1929. R: Georg Wilhelm Pabst. Mit Louise Brooks, Fritz Rasp, Edith Meinhard, Valeska Gert u.a. Länge: 104 Min., 35 mm

Die junge Apothekerstocher Thymian wird vom Angestellten ihres Vaters verführt und wird nach der Geburt ihres Kindes in ein Heim gesteckt, wo sie unter der Strenge der sadistischen Erzieher zu leiden hat. Sie flüchtet und landet im Bordell einer Großstadt, wo es ihr gut gefällt.

   
 

22:30
Werner Krauss:
Das Wachsfigurenkabinett     TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Florian C. Reithner
D 1923/24. R: Paul Leni. Mit Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Krauss, Wilhelm Dieterle u.a. Länge: 85 Min. 35mm

Kalif Harun al Raschid, Iwan der Schreckliche und Jack the Ripper als Wachsfiguren, die, zum Leben erweckt, jeder in seiner Zeit und auf seine Art Angst und Schrecken verbreiten. Ein visuell ungewöhnlicher Episodenfilm mit den Spitzenkräften deutscher Schauspielkunst der 1920er Jahre und von Regisseur Paul Leni entworfenen, expressionistischen Szenenbildern.

   
 

Dienstag, 22. Juli 2014

  18:00
Hans Stüwe - Moderner, hypersensibler Held
Dr. Bessels Verwandlung   TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel:  Florian C. Reithner
D 1927 R: Richard Oswald. Mit Hans Stüwe, Jakob Tiedtke, Sophie Pagai, Gertrud Eysoldt, Kurt Gerron Betty Astor, Rosa Valetti u.a. Länge: 111 Min. 35mm

Ein Mann zieht gerne in den Krieg, denn er ist lebensmüde, weil ihn seine Frau betrügt. Doch er überlebt die Schlachten, nimmt die Identität eines gefallenen französischen Soldaten an und verliebt sich in dessen Verlobte. Kann dies gut gehen? Oswald beleuchtet in diesem Melodram die Befindlichkeit einer durch die Schrecken des Krieges verstörten Generation.

 

 

20:30
Asta Nielsen - Legende des frühen Stummfilms
Der Reigen    TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Florian C. Reithner
D 1920. R: Richard Oswald. Mit Asta Nielsen, Conrad Veidt, Eduard von Winterstein, Irmgard Bern, Theodor Loos, Hugo Döblin u.a. Länge: 83 Min. 35mm

Drama um sexuelle Abhängigkeit einer jungen Frau aus der Unterschicht. Von ihren Eltern verstoßen, von ihrem Klavierlehrer verführt, einem Zuhälter hörig, erklimmt sie die gesellschaftliche Stufenleiter, als sie einen Großkaufmann heiratet. Doch dann verliebt sie sich in dessen Bruder… Erst am Schluss gelingt es der Protagonistin, ihrer Sucht nach Anerkennung und den Teufelskreis aus Begehren und Begehrtwerden zu durchbrechen.

22:30
Conrad Veidt
Orlacs Hände    TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1924. R: Robert Wiene. Mit Conrad Veidt, Alexandra Sorina, Carmen Cartellierei, Fritz Kortner, Paul Askonas, Fritz Strassny. Länge: 91 Min. 35mm

Als „düster, schrecklich, gespenstisch, grauenvoll“ charakterisierte die Zeitschrift „Der Kinematograph“ diesen Horrorfilm um einen Pianisten, der bei einem Unfall beide Hände verliert, worauf ihm die Hände eines Mörders transplantiert werden. Er verliert nicht nur seine Spielkunst, sondern ist zunehmend von der Vorstellung besessen, durch die Hände des Mörders auch dessen brutale Neigungen bekommen zu haben. Eine Aufarbeitung des Kriegstraumas der ganz eigenen Art.

   
 

Mittwoch, 23. Juli 2014

  20:00
Betty Amann - Femme Fatale mit Pfälzer Wurzeln
Asphalt       TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Florian C. Reithner
D 1928/29. R: Joe May. Mit Betty Amann, Gustav Fröhlich, Albert Steinrück, Hans Albers, Rosa Valetti. Länge: 93 Min. 35mm

Brillantenelse wird nach einem versuchten Juwelendiebstahl von Polizeiwachtmeister Holk festgenommen. Unter einem Vorwand nimmt Else den Polizisten mit zu sich in die Wohnung und verführt ihn. Holk lässt Else laufen. Doch als er Else wieder besucht, trifft er auf ihren Freund, einen international gesuchten Gangster. Es kommt zu einem Handgemenge, bei dem der Ganove stirbt. Holk wird als Tatverdächtiger verhaftet.

 
   
  22:00  Anita Berber - Nackttänzerin, Morphinistin, geniale Künstlerin:    TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Lucrezia Borgia
D 1922. R: Richard Oswald. Mit Liane Haid, Conrad Veidt, Albert Bassermann, Paul Wegener, Heinrich George, Wilhelm Dieterle, Anita Berber. Länge: 96 Min. 35mm

Erotik und Gewalt im Florenz der Renaissance, das Oswald als Sumpf aus Intrigen, Inzucht und Tabulosigkeit zeigt. Im Zentrum des Geschehens: Das Duell zwischen einer lebenslustigen, starken Frau, die die Fesseln ihrer familiären Bindungen abstreifen will und ihrem schurkenhaften Bruder. Mit einer Einlage der Skandaltänzerin Anita Berber.

Weltpremiere der neurestaurierten und viragierten Fassung

   
   
 

Donnerstag, 24. Juli 2014

  18:00
Erna Morena - Grande Dame des deutschen Stummfilms
Nerven    TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1919. R: Robert Reinert. Mit Eduard von Winterstein, Lia Borré, Erna Morena, Paul Bender, Lili Dominici. Länge: 110 Min. Digital

Der Film zeigt das Leben dreier Menschen, von denen jeder auf ganz persönliche Art an den Folgen des Krieges leidet: Ein Unternehmer hat den Glauben an den technischen Fortschritt verloren, seit er dessen zerstörerische Kräfte erkannt hat. Die Liebe zweier Menschen zerbricht… „In meinen eigenen Nerven erkenne ich die Nerven der Welt. Die Nerven der Welt sind krank“. Visuell ungewöhnliches Werk

   
  20:00
Lya de Putti - Vamp der 1920er Jahre 
Varieté      TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Florian C. Reithner
D 1925. R: E.A. Dupont. Mit Lya de Putti, Emil Jannings, Maly Delschaft, Kurt Gerron, Warwick Ward. Länge: 104 Min. 35mm

Huller, ein einst bekannter Artist, leitet seit einem Arbeitsunfall eine Schaubude auf St. Pauli. Dort läuft ihm die Tänzerin Berta-Marie zu. Er verfällt ihr und verlässt seine Familie, um mit dem jüngeren Mädchen ein neues Leben zu beginnen. Die beiden finden in Berlin ein Engagement und treten gemeinsam mit dem berühmten Trapezkünstler Artinelli im ‚Wintergarten‘ auf. Doch dann betrügt Berta-Marie ihren besitzergreifenden Freund… Begierde und Schrecken in einer Ménage a trois, von E.A. Dupont meisterhaft realistisch inszeniert.

22:00
Hans Stüwe - Moderner, hypersensibler Held 
Feme      TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1927. R: Richard Oswald. Mit Hans Stüwe, Eduard Rothauser, Mathilde Sussin, Grete Mosheim, Rudolf Forster, Friedrich Kayssler, Adele Sandrock, Bernhard Goetzke, Kurt Gerron, Paul Henckels. Länge: 86 Min. 35mm

Ein junger Mann begeht einen terroristischen Mordanschlag auf einen Minister. Die Tat wirft ihn aus der Bahn: er selbst kann sich die Tat am wenigsten verzeihen und zerbricht schließlich an seiner Schuld. Hans Stüwe spielt den Mörder zwischen psychischer Unbehaustheit und Verletzlichkeit und zeichnet damit das Psychogramm einer durch die sozialen und politischen Verwerfungen der Nachkriegszeit geprägten Generation.

   
 

Freitag, 25. Juli 2014

  19:00
Asta Nielsen - Legende des frühen Stummfilms
Die freudlose Gasse   TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1925. R: Georg Wilhelm Pabst. Mit Asta Nielsen, Greta Garbo, Werner Krauss, Valeska Gert, Agnes Esterhazy, u.a. Länge: 151 Min. 35mm

Die dunkle Seite der Sinnlichkeit: in einem Schattenreich sozial Deklassierter, die Tür an Tür mit Krisenprofiteuren wohnen, begeht ein Straßenmädchen einen Mord aus Eifersucht. Ein Bürger verliert sein Vermögen an der Börse, seine Tochter landet im Bordell, der die Nachbarschaft tyrannisierende Fleischer wird erschlagen. Nach einer Vorlage des sozialkritischen Wiener Autors Hugo Bettauer zeichnete G.W. Pabst den Mikrokosmos einer durch Armut und Inflation geprägten Nachkriegsgesellschaft in moralischer Auflösung.

   
  22:00  le cinéma abstrait - Begleitung: DJ Raphaël Marionneau
Max Schreck - Nomen est Omen: Nie gab es einen trefferenden Kino-Vampir 
Nosferatu    TICKET-ONLINE
D 1922. R: Friedrich Wilhelm Murnau. Mit Gustav von Wangenheim, Max Schreck, Alexander Granach, Greta Schröder, u.a. Länge: 78 Min. 35 mm

Der junge Hutter wird von seinem Chef einem gewissen Grafen Orlock nach Transsilvanien geschickt, der sich in Hutters Heimadtstadt Wisborg ein Haus kaufen möchte. Die Reise gerät zum Horrortrip.
Vampirismus als Metapher des Krieges der Toten gegen die Lebenden, der nur durch das Opfer einer Liebenden beendet werden kann. Ein Gerichtsurteil wegen Plagiats (von Bram Stokers „Dracula“) verurteilte Murnaus Film selbst zur Vernichtung. Doch Kopien von „Nosferatu“ überlebten in ausländischen Archiven, der heute als Mutter aller Vampir-Filme gilt.
Musik: DJ Raphaël Marionneau

   
 

Samstag, 26. Juli 2014

  16:30 
Das Geheimnis vom Babylon (TONFILM)  EINTRITT FREI
Premiere in Anwesenheit des Regisseurs und Hans Joachim Eichberg

D, 2014, R: Thomas Eichberg mit Hans Joachim Eichberg, ca.45 min, digital

Hans Joachim Eichberg führt durch die Kinoorgel des Babylon.
Eine faszinierende Begegnung mit Tönen und Klängen hinter der Filmleinwand.

   
  17:30
Conrad Veidt - Das Gesicht des expressionistischen Stummfilms
Das Wachsfigurenkabinett       TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1923/24. R: Paul Leni. Mit Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Krauss, Wilhelm Dieterle u.a. Länge: 85 Min. 35mm

Kalif Harun al Raschid, Iwan der Schreckliche und Jack the Ripper als Wachsfiguren, die, zum Leben erweckt, jeder in seiner Zeit und auf seine Art Angst und Schrecken verbreiten. Ein visuell ungewöhnlicher Episodenfilm mit den Spitzenkräften deutscher Schauspielkunst der 1920er Jahre und von Regisseur Paul Leni entworfenen, expressionistischen Szenenbildern.

   
  19:30
Louise Brooks - modernes City Girl, d i e  Ikone des späten Stummfilms
Die Büchse der Pandora    TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1928/29. R: Georg Wilhelm Pabst. Mit Louise Brooks, Fritz Kortner, Franz Lederer, Carl Goetz, Alice Roberts u.a. Länge: 110 Min. 35mm (auch Digital – 131 Min.) (auch Digital – 131 Min.)

Das junge, attraktive Showgirl Lulu ist die Geliebte des prominenten Chefredakteurs Schön. Seiner sozialen Stellung entsprechend, möchte er eine Frau aus seinen Kreisen heiraten und sich von Lulu trennen. Durch einen Skandal platzt die Hochzeit. Schön heiratet stattdessen Lulu, stirbt aber schon in der Hochzeitsnacht durch eine Kugel. Lulu wird wegen Mordes angeklagt, entkommt aber aus dem Gerichtssaal und setzt ihre Affäre mit dem Sohn des Verstorbenen fort. Ihre Flucht vor der Polizei führt sie ins Ausland. Damit beginnt Lulus eigentliche Odyssee…
Freie Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Frank Wedekind und seines Bühnendramas „Erdgeist“ mit Louise Brooks als Lulu. Der erste Film, in dem lesbische Liebe bzw. Bisexualität offen thematisiert wurde.

   
  22:00
Conrad Veidt
Das Cabinet des Dr. Caligari      TICKET-ONLINE 
An der KinoOrgel:  Florian C. Reithner
D 1919/20, R: Robert Wiene. Mit Werner Krauss, Conrad Veidt, Lil Dagover, Friedrich Fehér, Hans Heinrich von Twardowski. Länge: 71 Min, 35 mm

Mit Hilfe eines somnambulen, mordenden Mediums terrorisiert der seltsame Schausteller Dr. Caligari eine norddeutsche Kleinstadt.
Entstanden unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs, begründete dieser erste expressionistische Film nicht nur den Weltruf der deutschen Filmkunst, er ist auch ein Schlüsselwerk zum Thema Schrecken.

   
  00:00 STUMMFILM UM MITTERNACHT
Erotische Fundstücke des frühen Stummfilms   EINTRITT FREI  Reservierung empfohlen:   TICKET-ONLINE
  An der KinoOrgel: Florian C. Reithner
   
 

Sonntag, 27. Juli 2014

  16:00
Conrad Veidt
Orlacs Hände    TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Florian C. Reithner
D 1924. R: Robert Wiene. Mit Conrad Veidt, Alexandra Sorina, Carmen Cartellierei, Fritz Kortner, Paul Askonas, Fritz Strassny. Länge: 91 Min. 35mm

Als „düster, schrecklich, gespenstisch, grauenvoll“ charakterisierte die Zeitschrift „Der Kinematograph“ diesen Horrorfilm um einen Pianisten, der bei einem Unfall beide Hände verliert, worauf ihm die Hände eines Mörders transplantiert werden. Er verliert nicht nur seine Spielkunst, sondern ist zunehmend von der Vorstellung besessen, durch die Hände des Mörders auch dessen brutale Neigungen bekommen zu haben. Eine Aufarbeitung des Kriegstraumas der ganz eigenen Art.

18:00
Conrad Veidt
Das Cabinet des Dr. Caligari        TICKET-ONLINE
An der KinoOrgel: Anna Vavilkina
D 1919/20, R: Robert Wiene. Mit Werner Krauss, Conrad Veidt, Lil Dagover, Friedrich Fehér, Hans Heinrich von Twardowski. Länge: 71 Min. 35 mm

Mit Hilfe eines somnambulen, mordenden Mediums terrorisiert der seltsame Schausteller Dr. Caligari eine norddeutsche Kleinstadt.
Entstanden unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs, begründete dieser erste expressionistische Film nicht nur den Weltruf der deutschen Filmkunst, er ist auch ein Schlüsselwerk zum Thema Schrecken.

   
  Eintrittspreise
  Eintritt 12,-€ erm. 8,-€,
(6,-€ Film & 6,-€ Musik / 4,-€ Film & 4,-€ Musik)
Stummfilm um Mitternacht am Sa 19.7. 24:00 0 Euro EINTRITT FREI (Nosferatu)   TICKET-ONLINE
                                                    Sa, 26.7.  24:00 0 Euro EINTRITT FREI (Erotische Fundstücke des frühen Stummfilms)
 

TICKET-ONLINE

   
   
  FLUX FM Radiobeitrag von Zarah Roth über die Babylon Kinoorgel und Anna Vavilkina (2014)
    präsentieren:
 

Stummfilm um Mitternacht - ab 08.03. jeden Samstag außer KARFREITAG!  

 

KOSTENLOS nach dem Motto

 

NULL UHR für NULL EURO mit Anna Vavilkina!

  Pressemitteilung  1.3.14:          Pressemitteilung 25.03.14: Von Nosferatu bis I.N.R.I.“:
  Das Babylon startete am 8. März die samstägliche Reihe Stummfilm um Mitternacht für Berliner Nachtschwärmer. Der Eintritt ist frei, nach dem Motto NULL Uhr – NULL Euro.

Live an der Kinoorgel vertont Anna Vavilkina, die Babylon Organistin, die „Nacht-Filme“ zur Geisterstunde: Eine Reihe über Großstadt-Feeling, Nachtleben, Frivoles und Gruseliges. Einige Produktionen wurden beim Kinostart sogar mit einem Jugendverbot belegt.

Das Babylon begann vor 85 Jahren am 11. April 1929 als Stummfilmkino. Die Tradition der Kinopaläste – bis heute lebendig in London und Los Angeles – kommt wieder nach Berlin ins Babylon mit der neuen und festangestellten Organistin Anna Vavilkina: Sie spielt außer zu Stummfilmen auch nahezu täglich vor den Filmvorführungen und Live-Veranstaltungen. Das ist einmalig in der deutschen Kinoszene.

   
  A silent film series for night owls!  EVERY SATURDAY
Admission is free, according to the motto ZERO o´clock - zero euro.
Live at the cinema organ, the organist Babylon Anna Vavilkina accompany the silen films at the witching hour!
   
   
  Programm
  Live KinoOrgel gespielt von Anna Vavilkina
Und das Beste aus dem Kino vor 100 Jahren im einzigen Stummfilmkino Berlins, dem BABYLON
   
 

Samstag, 26.07.14  24:00  Metropolis

  Erotische Fundstücke des frühen Stummfilms   EINTRITT FREI  Reservierung empfohlen:   TICKET-ONLINE
  An der KinoOrgel: Florian C. Reithner
   
  „Stummfilm um Mitternacht“: Kalendarium 2. Halbjahr 2014
Kuratiert und eingeführt von Friedemann Beyer
   
 

Samstag, 02.08.14  24:00  Metropolis

  D 1925/26 R: Fritz Lang. Mit Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Heinrich George. Länge: 144 Min. Digital.

Vor neunzig Jahren entstand diese Schreckensvision einer streng getrennten Klassengesellschaft, deren Teilung durch die Kraft der Liebe und einen Mittler zwischen „Hirn und Hand“ überwunden werden kann. Fritz Langs „Mutter aller Science-Fiction-Filme“ beeindruckt noch heute durch ausgefeilte Tricktechnik, monumentale Ausstattung und Massenszenen. Der berühmteste aller deutschen Stummfilme. Musik: Le Cinéma abstrait – DJ Raphaël Marionneau.

   
 

Samstag, 09.08.14 24:00   Ich möchte kein Mann sein

  D 1918 R: Ernst Lubitsch. Mit Ossi Oswalda, Curt Goetz, Victor Janson, Margarete Kupfer. Länge: 45 Min. Digital

Die rebellische Ossi soll zur Dame erzogen werden, doch lieber wechselt die kesse Berlinerin die Rolle und geht als Mann. Kann das gut gehen? Lubitsch drehte „on location“ am frisch errichteten Ku‘-Damm, an den damals neuen Straßenecken und Plätzen von Wilmersdorf und Schöneberg.

Schuhpalast Pinkus D 1916 R: Ernst Lubitsch. Mit Guido Herzfeld, Else Kenter, Ernst Lubitsch. Länge: 43 Min. 35mm Lubitsch, dessen Karriere an der Berliner Volksbühne als Schauspieler begann, in einer Hauptrolle: Wegen Frechheit von der Schule geflogen, beginnt Sally Pinkus eine Lehre als Schuhverkäufer. Doch seine Flirts mit der Tochter seines Chefs und den Kundinnen bringen den Betrieb völlig durcheinander. Da hilft nur noch, sich selbständig zu machen… Piano: Ekkehard Wölk

   
 

Samstag, 16.08.14  24:00  Berlin, die Sinfonie der Großstadt

  D 1927 R: Walter Ruttmann. Länge: 58 Min. Digital.

Berlin von morgens bis Mitternacht. Hauptdarsteller: Autos, Passanten, Straßenbahnen, Züge – ständig in Bewegung, pulsierendes Räderwerk einer Weltstadt mit 4 Millionen Einwohnern. Berauschend.  Piano: Ekkehard Wölk

   
 

Samstag, 23.08.14 24:00  Menschen am Sonntag

  D 1929. R: Robert Siodmak. Mit Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers. Länge: 74 Min. Digital.

Eine Clique junger Berliner unternimmt einen Sonntagsausflug an den Wannsee: spektakulär in seiner Normalität und in der Präzision, mit der alltägliche Abenteuer inszeniert werden, zwischen Lockerheit, Liebe und Melancholie. Ein Vorgriff auf die französische Nouvelle vague, entstanden im Sommer 1929 in und um Berlin. Am Piano: Ekkehard Wölk.

   
 

Samstag, 30.08.14  24:00  The General

  USA: 1926 R: Buster Keaton, Clyde Bruckman. Mit Buster Keaton, Marion Mack, Glen Cavender. OF 107 Min. Digital.

Lokomotivführer Johnnie liebt seine Lok, genannt “Der General” sowie die schöne Annabelle Lee. Als Bürgerkriegstruppen die Lok samt Annabelle entführen, tritt Johnnie in Aktion. Endlich kann er zeigen, was in ihm steckt. „Stoneface“ Keaton in seinem berühmtesten Film. An der Orgel: Anna Vavilkina
 

   
 

Samstag, 06.09.14  24:00  Der letzte Mann

  D: 1924, R: Friedrich Wilhelm Murnau. Mit Emil Jannings, Maly Delschaft, Max Hiller. 101 Min. Digital. Der Chefportier eines Grandhotels wird aus Altersgründen zum Toilettenmann degradiert. Er versucht, diese Schmach vor seiner Umgebung zu verheimlichen. Als er tiefer nicht mehr sinken kann, wartet das Leben mit einer Überraschung auf… An der Orgel: Anna Vavilkina
   
 

Samstag, 13.09.14  24:00  The Lodger

  GB 1927 R: Alfred Hitchcock. Mit: June, Ivor Novello, Marie Ault. 68 Min. Digital.

In London geht ein Serienmöder, um, der es auf blonde Frauen abgesehen hat. Die Eltern einer blonden, jungen Frau finden, dass sich ihr neuer Untermieter seltsam benimmt. Ihre Tochter geht mit einem Kriminalbeamten aus, Mitglied der Fahndungskommission, die den Frauenmörder sucht. Die Dinge treiben dem Höhepunkt zu. Früher Geniestreich vom Meister des Suspense. An der Orgel: Anna Vavilkina

   
 

Samstag, 20.09.  24:00  Phantom of the Opera.

  USA 1925. R: Rupert Julian, Lon Chaney. Mit Lon Chaney, Mary Philbin, Norman Kerry. Länge: 93 Min. OF.

In der Pariser Oper wird eine junge, attraktive Sängerin von einem Gespenst bedroht. Es haust in den Verliesen der Oper und treibt von dort sein Unwesen. Was will es und was ist sein Geheimnis? Kongeniale Verfilmung des gleichnamigen Gruselromans von Gaston Leroux mit „Freak“ Lon Chaney in der Titelrolle. An der Orgel: Anna Vavilkina

   
 

Samstag, 27.09.14  24:00  Panzerkreuzer Potemkin.

  USSR 1925. R: Sergej Ejsenstein. Mit Aleksandr Antonov, Vladimir Barsky, Grigori Aleksandrov u.a. Länge: 75 Min. Digital. OmU.

Aus Protest gegen die miserable Verpflegung an Bord tritt die Besatzung des Panzerkreuzers Potemkin in den Streik. Eisensteins Doku-Drama basiert auf historischen Gegebenheiten der zaristischen Schwarzmeerflotte und ist ein Meisterwerk früher Montagetechnik. An der Orgel: Anna Vavilkina

   
 

Samstag, 04.10.14 24:00 Die Puppe.

  D 1919 R: Ernst Lubitsch. Mit Ossi Oswalda, Hermann Thimig, Victor Janson. 43 Min.

Weil er seine Familie vor dem Aussterben bewahren will, drängt ein Adliger seinen Neffen zur Heirat. Doch vor den 40 Dorfschönheiten, die sich Hoffnung auf ihn machen, flüchtet der schüchterne Neffe in ein Kloster. Dort raten ihm die Mönche, eine lebensgroße Puppe zu heiraten, denn der Onkel verspricht viel Geld für die Ehe. Der Neffe sucht einen Puppenmacher auf, der gerade seine Tochter Ossi nachgebaut hat. Zu dumm, dass sein Lehrling die Puppe kaputt gemacht hat. Ossi muss Puppe spielen. An der Orgel: Anna Vavilkina

   
 

Stummfilme im Original-Babylon – nur echt mit der Goldkante um die Leinwand

 

herum“

  Radiobeitrag von Zarah Roth über die Babylon Kinoorgel und Anna Vavilkina (2014). Mit freundlicher Genehmigung von

   
 

Einzigartig: einzig in Deutschland festangestellte Hausorganistin im Babylon

 

– wie in den alten Kinopalästen

  Anna Vavilkina studierte am Moskauer Konservatorium und an den Musikhochschulen in Lübeck und Detmold. Sie wurde ausgezeichnet beim Internationalen Orgelwettbewerb in Minsk und war Finalistin bei internationalen Wettbewerben für Orgelimprovisation in Deutschland und Österreich.

Die Babylon Besucher können Anna Vavilkina bei der samstäglichen Reihe „Stummfilm um Mitternacht“ ab 8. März erleben und außerdem nahezu täglich vor dem Hauptfilm.   http://www.myspace.com/annavavilkina

  (c) von den 2 Fotos links: Djamila Grossman    Foto rechts: Barbara Löblein
   
  DJ Raphaël Marionneau
Der Hamburger DJ Raphaël Marionneau (Mojo Club, Planetarium, N-Joy vom NDR) steht für die perfekte Mischung zwischen Electronic und Klassik. Seine FILM-Musikinterpretationen nennt er „le cinéma abstrait“.

In „Das Cabinet des Dr. Caligari“ interpretiert er die Themen Wahnsinn und Suspense mit einer schräg-düsteren Musik. „Nosferatu“, dem Klassiker des Horrorfilms, gibt er eine moderne Interpretation und lässt Vampir, Tod und Transsylvanien wie einen heutigen Horror-Genrefilm erklingen.
 
   
  Während des Festivals erhält Vavilkina Unterstützung von dem Wiener Komponisten und Organisten Florian C. Reithner. Er arbeitet als Chefdirigent und „Composer In Residence“ regelmäßig u.a. mit dem Orchester FILMharmonie zusammen. Bislang für acht historische Langfilme komponierte Reithner neue Orchestermusiken. Dazu kommen Vertonungen von ca. 50 Kurzfilmen für unterschiedliche DVD–Veröffentlichungen. Reithner begleitet in ganz Europa regelmäßig Stummfilme an Tasteninstrumenten, Elektronik und Schlagwerk.
   
 

Die einzige, am originalen Standort erhaltene Kinoorgel in Deutschland

  Im Babylon steht die einzige, in Deutschland am originalen Standort erhaltene Kinoorgel. Diese seinerzeit größte, deutsche Kinoorchesterorgel stammt von der Firma Philips aus Frankfurt am Main und wurde von der Fachwelt in hohen Tönen gelobt:

„Die neue Kino-Orchester-Orgel dürfte berufen sein, die ausländische Konkurrenz … endlich aus dem Felde zu schlagen.“ (Deutsche Instrumentenbau-Zeitung, 1929)

Der im großen Kinosaal links vorn stehende Orgelspieltisch hat 2 Manuale, 1 Pedal , 100 Register, Tremolo, 4 freie Kombinationen, 8 Pistons, 1 Schwellwerk und vieles mehr.

Die eigentliche Orgelanlage, welche auf 2/3 Höhe links hinter der seitlichen Holzverkleidung steht, hat 66 Pfeifenregister aus 913 Orgelpfeifen, davon 280 Zungenstimmen, sowie 137 Klangteile und 34 Effekten. Das sind vielseitigste Geräusche, die zu einer Stummfilmbegleitung nötig sind. Die größte Orgelpfeife ist 3,10 m hoch, die kleinste 10mm plus Fuß.

Etliche Jahre war die Babylon Kinoorgel außer Betrieb. Die äußerst aufwändige und langwierige Generalüberholung der eigentlichen Orgelanlage führte Dr. Ing. Dagobert Liers aus Berlin Lichtenberg von 1993 bis 1998 durch.

 
  Der total verkommene Spieltisch wurde 1994 von der Kunsttischlerei Hans Joachim Eichberg in Berlin Pankow völlig generalüberholt. Von 2005 bis 2008 überholte, reparierte, reinigte und stimmte der Orgelbauer Hans Joachim Eichberg (Jahrgang 1930) die gesamte Orgelanlage in allen Teilen.
   
  Pressekontakt:
  Barbara Löblein, 030/278 919 19, loeblein@babylonberlin.de
Gern stellen wir Ihnen Fotos und das Plakat zur Verfügung.