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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 6,50 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mietglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

Freunde des schrägen Films

  Eintritt: 6,50 Euro
immer mittwochs - immer 21.30 Uhr - immer Kino Babylon
 

Filme

   
  Unter dem Titel AMERICAN MONSTER haben "die Freunden des Schrägen Films" eine kleine Auswahl besonderer widerlicher Scheusale von den 50er bis in die 80er Jahre versammelt: schleimige Monster aus dem All, Würmer, gefräßige Reptilien, Mutanten und mehr. Nachdem zuletzt in unserer Krimi-Reihe vergleichsweise gediegene Filme auf dem Programm standen, geht es jetzt wieder rauer, fieser, schrecklicher zu. Gezeigt werden vor allem ungehobelte B- und C-Filme. Zurück zu den Wurzeln des schrägen Films!
   
  Mittwoch, 24. Februar 2010 um 21.30 Uhr im BABYLON
BLOOD BEACH – HORROR AM STRAND (BLOOD BEACH)
(USA 1980, R/B: Jeffrey Bloom, D: David Huffman, Mariana Hill, John Saxon, 35mm, deutsche Fassung, 85 Min.)
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=RLklwhrinSI

An einem Badestrand in Kalifornien passieren furchtbare Dinge. Gerade noch hopst ein knackiges Mädchen übermütig in die Brandung, und schwups ist es weg. Na klar, das muss der hungrige Hai gewesen sein. Aber weit gefehlt, denn hier ist der Sand hungrig. Irgendwas hat sich da versteckt, was allerdings nicht nur auf Bikinis und Dackel scharf ist, sondern bei anderer Gelegenheit auch einen Vergewaltiger untenherum anknabbert. John Saxon als wackerer Cop ist ratlos. Mit gutem Geschmack und gepflegtem Handwerk hat das alles nicht viel zu tun: BLOOD BEACH ist ein Monsterfilm mit viel Gekreische, dräuender Panikmusik und verzerrten Bildern, so als habe man Vaseline auf die Kameralinse geschmiert. Wie schön: 1980 gab es noch solche schnell hingerotzten B-Filme.


Mittwoch, 3. März 2010 um 21.30 Uhr im BABYLON
WHEN THE SCREAMING STOPS (THE LORELEY’S GRASP / LAS GARRAS DE LORELEI)
(Spanien 1974, R/B: Amando de Ossorio, D: Tony Kendall, Helga Liné, Silvia Tortosa, 35mm, US-Fassung, 82 Min.)
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=LV9OubgGTpU

Das kommt heraus, wenn man einem spanischen Horrorexperten die traurigsüße, ach so deutsche Legende der Lorelei vorsetzt. Aus der verschmähten Frau vom Rheinfelsen, die mit ihrem Gesang die Schiffer in den Tod lockt, ist nun eine Bestie geworden, die nachts ein Mädcheninternat terrorisiert. Nur der brave Sirgurd (Tony Kendall aka Kommissar X) kann die jungen Damen retten. Olé! Amando do Ossorio, bekannt für seine schmuddeligen Zombiefilme mit reitenden Leichen, vermengt den klassischen Gothic-Horror mit einer kleinen Prise Sex und einer großen Prise Gore. Ein frühes, wegweisendes Beispiel des europäischen Splatterfilms.


Mittwoch, 10. März 2010 um 21.30 Uhr im BABYLON
VILLAGE OF THE GIANTS
(USA 1965, R/P/SFX: Bert. I. Gordon, B: H.G.Wells, M: Jack Nitzsche, D: Tommy Kirk, Johnny Crawford, Beau Bridges, 16mm, amerikanische Originalfassung, 80 Min.)
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=Oa2dTcxwOMI

VILLAGE OF THE GIANTS basiert auf einer Geschichte von H.G.Wells und bietet einfach alles: Science Fiction und Rock’n’Roll, Beach Party-Stimmung und Mutanten-Trouble. Junge Leute fallen in eine Kleinstadt ein, tanzen wild und betrinken sich. Dann stehlen sie eine gerade erst zusammengerührte chemische Substanz, die rasendes Wachstum hervorruft. Nach Experimenten mit ein paar Tieren schlucken die neugierigen Teenager das Zeug selbst und verwandeln sich in Giganten. Was folgt, ist ein rauschhaftes Spektakel, begleitet von stampfenden Beats und fantastischen Rückprojektionen. Dazwischen ein kleines Männchen, das in den Ausschnitt einer riesigen Frau zu krabbeln versucht. Der Titelsong von Jack Nitzsche gefiel Quentin Tarantino so gut, dass er ihn in DEATH PROOF recycelte. Sehr apart!


Mittwoch, 17. März 2010 um 21.30 Uhr im BABYLON
DER MANITOU (THE MANITOU)
(Kanada/USA 1978, R/B/P: William Girdler, M: Lalo Schifrin, D: Tony Curtis, Susan Strasberg, Michael Ansara, 35mm, deutsche Fassung, 94 Min.)
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=yIKU9hzRq6k

Das Vermächtnis von William Girdler (1947-1978), einem der unbesungenen Heroen des rohen, verschwitzten B-Films der 70er Jahre. In seinem letzten, vergleichsweise aufwendigen Film, THE MANITOU, entdeckt Girdler mehrere Jahre vor WOLFEN (1981) und AMERICAN MONSTER (1982) das indianische Erbe Amerikas als Ausgangspunkt für einen Horrorfilm mit kritischen Untertönen. Eine junge Frau leidet unter einem ständig wachsenden Tumor im Nacken. Es klingt etwas sonderbar, aber dieser Tumor beherbergt die Reinkarnation eines uralten indianischen Schamanen, der Rache nehmen will für die Ausrottung seines Volkes durch die Weißen. Der Tumor platzt, und ein Blutbad beginnt: Surreal, grausam und völlig unfassbar. Dass mit Tony Curtis und Susan Strasberg gleich zwei prominente Veteranen des alten Hollywood mit von der Partie sind, verstärkt nur noch die Gewissheit, mit THE MANITOU ein ziemlich außergewöhnliches Gebräu zu genießen. Girdler, nur 30 Jahre alt, erlebte die Premiere seines Films nicht mehr mit. Er starb beim Absturz seines Helikopters auf der Suche nach einem neuen Drehort auf den Philippinen.

Mittwoch, 24. März 2010 um 21.30 Uhr im BABYLON
ANGRIFF AUS DEM WELTALL / BLOB – SCHRECKEN OHNE NAMEN (THE BLOB)
(USA 1958, R: Irvin Yeaworth, Titelsong: Burt Bacharach, D: Steve McQueen, Aneta Corsaut, Earl Rowe, 35mm, deutsche Fassung, 82 Min.)
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=XhyRpvgm03g
Die Welt geht zu Bruch, aber keiner glaubt es einem. Zwei Teenager sind die einzigen Zeugen, als ein Meteorit in der Nähe einer amerikanischen Kleinstadt einschlägt und sich danach eine schleimige, alles Leben vertilgende rote Masse über das Land ergießt. Im Kalten Krieg durfte man das ruhig als Metapher für den Kommunismus verstehen. Die Warnungen der Jugendlichen werden überhört. Bis das Glibberzeug beginnt, den Ort aufzufressen. THE BLOB ist Teenploitation pur und hat seit seinem Erscheinen nichts von seinem Charme verloren. Kein Wunder, dass Rob Zombie gerade ein Remake dreht. Legendär ist auch Steve McQueens erster großer Auftritt, der ihn zum Star machte: Im Alter von 28 Jahren spielt er einen 17jährigen Schüler, der auch für 38 durchgehen könnte. Am 24. März wäre er 80 geworden.


Mittwoch, 31. März 2010 um 21.30 Uhr im BABYLON
ANDY WARHOL’S FRANKENSTEIN (FLESH FOR FRANKENSTEIN)
(Italien 1973, R: Paul Morrissey, D: Udo Kier, Joe Dallesandro, Monique Van Vooren, Arno Juerging, 35mm, deutsche Fassung, 85 Min.)
Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=VdcaB38FFo8

Baron Frankenstein (Udo Kier) bastelt im Keller seines Schlosses an einer Herrenrasse herum und verwendet dabei die Bauern des Dorfes als Ersatzteillager. Voller Erregung sieht er dem Moment entgegen, in dem sich die beiden Prototypen seines neuen Menschengeschlechts endlich fortpflanzen werden. Dann die Pleite: Der selbstgebaute Mann steht nicht auf Frauen. Parallel zum unappetitlichen Geschehen im Untergeschoss tobt sich die nymphomane Schwester des Barons (und Mutter seiner Kinder) im Bett mit einem muskulösen Diener aus. Sex und Gore, Sittenverfall und Klassenkampf, Kunst, Camp, schrecklicher Humor: Diese queere Mixtur macht Warhols Kumpel Paul Morrissey so leicht keiner nach.