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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 8,00 Euro Kino 1  
    9,00 Euro Kino 1 Film + Gespräch  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder   more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro  -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro für Kinder bis 14 Jahre Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
  Fr, 31.07.2015  19:30
  DANCE FIGHT LOVE DIE (Preview)
  Unterwegs mit Mikis Theodorakis
  D 2016, Regie: Asteris Kutulas, Musik: Mikis Theodorakis
Mit Mikis Theodorakis, Sandra von Ruffin, Stathis Papadopoulos u.a.
Work-In-Progress-Preview, 90 Min
Karten 8,- Euro – Reservierung/Kauf unter TICKETS-ONLINE oder an der Babylon-Kasse   

Anlässlich des 90. Geburtstags des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis zeigt das Babylon eine exklusive Work-In-Progress-Preview des Films DANCE FIGHT LOVE DIE. Der Regisseur steht nach der Vorführung für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.

Asteris Kutulas komponiert derzeit aus einem Fundus von 600 Stunden unveröffentlichtem, privatem Film-Material ein poetisches Roadmovie, als sei das, was da entsteht, eigentlich ein großer Musik-Videoclip. Kutulas hat Mikis Theodorakis zwischen 1987 und 2014 begleitet und dabei immer wieder seine Kamera laufen lassen. Für seine assoziative Filmcollage mischt er diese dokumentarischen Aufnahmen mit historischem Material und epischen „Spielfilm“-Szenen. Kutulas hat dabei die Ästhetik seines Genre sprengenden Films „Recycling Medea“ substanziell weiterentwickelt. Das Ergebnis: ein überbordendes visuelles Epos über Mikis Theodorakis, über Liebe, Musik, Leidenschaft und Tod im ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert.
   
  Sa, 1.8. 22:30
  RECYCLING MEDEA. Not An Opera Ballet Film
  Trailer
  D 2014, Regie: Asteris Kutulas, Deutsche Fassung, 76 Min
Musik: Mikis Theodorakis, Choreographie: Renato Zanella

Karten 8,- Euro – Reservierung/Kauf unter TICKETS-ONLINE  oder an der Babylon-Kasse

Mit Maria Kousouni, Bella Oelmann, Mikis Theodorakis, Renato Zanella, Danilo Zeka, Franziska Hollinek-Wallner, Eno Peci, Sofia Pintzou, Nicky Vanoppen, André Hennicke u.a.

Karten 8,- Euro – Reservierung/Kauf unter TICKETS-ONLINE oder an der Babylon-Kasse

Anlässlich des 90. Geburtstags des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis zeigt das Babylon die Premiere des Final Cut des Films. Der Regisseur steht nach der Vorführung für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.

"Asteris Kutulas hat einen Film über die Krise gedreht, über die Proteste und die Geschichte Medeas, der Kindermörderin im antiken Mythos. Es ist aber kein Dokumentarfilm geworden, sondern eher ein filmischer Essay, eine bildgewaltige Collage, die Protestmärsche und eine Ballettinszenierung der Medea zusammenspannt. Mit erschütterndem Effekt, denn die Präsenz der Primaballerina Maria Kousouni, kombiniert mit den brennenden Straßen Athens, erweist sich als geschickter Kunstgriff mit dem entsprechenden Pathos. Und dann ist da noch Mikis Theodorakis, der Komponist, der hier nicht als Urheber des Soundtracks stumm bleibt, sondern auch zu Wort kommt: ‚Wenn ich heute jung wäre, würden sie auch mich einen Terroristen nennen’, sagt er ..."
Süddeutsche Zeitung, 15.11.2013


Mehr als eine nette, kleine Geschichte über Griechenland, mehr als ein üblicher Musik- oder Ballettfilm. Im Film RECYCLING MEDEA wird die antike griechische Tragödie „Medea“ zur Metapher für die aktuelle Tragödie Griechenlands. Medea tötet ihre Kinder, die moderne Gesellschaft tötet die Zukunft ihrer Kinder. Asteris Kutulas verwebt hier Text, Musik und Tanz zu einem faszinierenden Filmdokument, das die Trostlosigkeit einer Gesellschaft reflektiert, die ihre Kinder zu dem gemacht hat, was sie heute sind: die Verlorene Generation.
Recycling Medea-Homepage: www.recycling-medea.com/de

Mehr als eine nette, kleine Geschichte über Griechenland, mehr als ein üblicher Musik- oder Ballettfilm. Im Film RECYCLING MEDEA wird die antike griechische Tragödie „Medea“ zur Metapher für die aktuelle Tragödie Griechenlands. Medea tötet ihre Kinder, die moderne Gesellschaft tötet die Zukunft ihrer Kinder. Asteris Kutulas verwebt hier Text, Musik und Tanz zu einem faszinierenden Filmdokument, das die Trostlosigkeit einer Gesellschaft reflektiert, die ihre Kinder zu dem gemacht hat, was sie heute sind: die Verlorene Generation.
Recycling Medea-Homepage: www.recycling-medea.com/de


Aus der Presse:
Aus der Premierenkritik der FAZ:
... Die Schlüsselszene des Balletts ist auch die des gesamten Films, sie ist seine Quintessenz: Jason verstösst Medea, weil er eine Andere heiraten wird. Ein «Wertewandel», der uneingeschränkte Freiheit verlangt. «Wenn du frei sein willst,» prohezeit ihm da Medea, «wirst du deine Kinder verlieren.»
Maria Kousouni, die Primaballerina, ist Athenerin und eine grossartige, eine phantastische Medea. Renato Zanella, dessen meisterliche Choreographien in der Vergangenheit schon in Stuttgart, Berlin und besonders in Wien zu bewundern waren, beherrscht mit seinem Ensemble Kutulas’ Film... Hineingeschnitten in den strengen Totentanz Zanellas haben Kutulas und seine Cutterin Babette Rosenbaum harsche Szenen vom physischen Einsatz der griechischen Jugend gegen die Regierungspolitik. In schwarz-weiss gefilmten dokumentarischen Sequenzen, in denen nur bisweilen das Orange der brennenden Strassen aufleuchtet, lässt Kutulas sie gegen die Staatsmacht ziehen. Es ist dies ein anderes Ballett: Das der trampelnden Polizeistiefel, der leichtfüssigen Turnschuhläufer und das der zu Boden schlagenden, verletzten menschlichen Körper.
Kutulas' Leistung, die seiner Equipe, ist das nahtlose Zusammenfügen dieser Tanz- und Strassenszenen. Das nahezu wortlose, von Theodorakis’ kraftvoller Musik getragene Erzählen der Geschichte der leidenden Mörderin, das ins Bild gesetzte Auftauchen Medeas aus ihrer grässlichen Vergangenheit, das Hineingeraten des Zuschauers in die scheussliche Gegenwart des alltäglichen Generationenkrieges vor der blendenden Fassade des Parlamentsgebäudes am Syntagma-PLatz...
1.200 Zuschauer, die meisten junge Menschen, waren zur Filmpremiere in das Athener «Theater Badminton» gekommen. Ein gewaltiger Erfolg insofern, als diese Weltpremiere weitgehend ohne Ankündigung, ohne Reklame auskommen musste: Das staatliche Fernseh- und Radioprogramm ERT, das als Werbeträger vorgesehen war, hatte – auf Anweisung der Regierung – mehr als eine Woche zuvor sein Programm eingestellt. Begeistert feierte dieses Publikum nicht nur Kutulas und seine Tänzer, sondern vor allem den greisen Theodorakis, den Helfer in einem Rollstuhl ins Theater geschoben hatten. In eine der wüsten Kampfszenen des Films hineingeschnitten, lässt der 53 Jahre alte Regisseur den 87 Jahre alten Komponisten seufzen : «Wäre ich heute jung, dann würden sie auch mich einen Terroristen nennen.»
Was ist das nun für ein Werk ? Ein Musik- oder ein Ballett-Film? Ein politischer oder ein Dokumentarfilm? Er sei all das und doch nichts von alledem sagt der Regisseur. Doch es ist in dem von ihm gewählten Kontext wohl in erster Linie ein politischer Film...
Hansgeorg Hermann, 4.7.2013
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Recycling Medea ist eine Verschmel­zung des klas­si­schen und modernen Tanzes mit aktuellen Bildern von jungen, gegen die Spar­maß­nahmen protes­tie­renden Menschen. »Grie­chen­land mordet seine Jugend, indem es deren Zukunft zerstört«, so die Beschrei­bung des kraftvollen Film­ex­pe­ri­ments... Aus der asso­zia­tiven und von der Musik gelei­teten Montage von Tanz­auf­nahmen mit Bildern von zarten und zornigen Jugend­li­chen entsteht eine filmische, iden­ti­täts­stif­tende National-Hymne über die Ereig­nisse der heutigen Zeit, die in der Krise den Mythos neu erzählt.
Dunja Bialas, 14.11.2013
www.artechock.de

»Recycling Medea« ist ein aufwühlender Film über die kindermordende Gesellschaft von heute... »Der Medea-Film«, sagt Theodorakis, »ist für mich ein griechisches Kunstwerk«. Das stimmt. Und weil es griechisch ist, erzählt es – in großer Manier – vom Ursprung. Von uns allen.
Junge Welt, 27.06.2013 (Feuilleton)

Die Gesellschaft: dieses machthungrige, seine Kinder mordende Wesen. In diesem Falle Griechenland. Asteris Kutulas sah in Athen vor zwei Jahren die "Medea"-Choreographie von Renato Zanella, Chef des Athener Nationalballetts. Sie inspirierte ihn zu diesem filmischen Experiment, dass er sehr wohl auch als aktuelle Spiegelung der griechischen Verhältnisse versteht: Medea als tragische Figur, die sich mörderisch für den Verrat des Geliebten - aus Habgier und Geltungssucht begangen - rächt. Die großartige Primaballerina Maria Kousouni verkörpert in Zanellas "Medea" die Titelfigur, und sie ist wesentlicher Teil dieses Films, der eigentlich zwei Choreographien zeigt: die künstlerische und die spontane. Kutulas kontrapunktiert nämlich die getanzten Szenen immer wieder mit Aufnahmen von griechischen Jugendlichen bei Protestaktionen wider den Staat, der ihnen die Zukunft geraubt hat...
J.S., 12/2013
plärrer, Nürnberg

Medeas Schultern
… Der Film zeigt das Medea-Ballett mit der Musik von Mikis Theodorakis und der Choreographie von Renato Zanella. Kampfszenen aus dem heutigen Griechenland zwischen Demonstranten und Polizei sind dazwischen montiert. Der Anne-Frank-Mythos wird eingearbeitet. Das Staatliche Akademische Orchester und der Chor St. Petersburg spielen und singen. Theodorakis dirigiert. Es ist eine gewaltige, eine hinreißende Musik. Kutulas zeigt, wie sich die Tänzer schminken, zeigt den Choreographen, wie er mit den Tänzern arbeitet und wie er seine Intentionen erläutert. Die Musik trägt den Film, wirbelt ihn in virtuelle Höhen und Tiefen. Und, ich scheue mich nicht zu sagen, auch die Schultern der Primaballerina Maria Kousouni tragen den Film. Es sind Schultern von unglaublicher Kraft, Militanz und Verletzbarkeit, Schultern von großem Glanz. Sie symbolisieren die Abgründe des Medea-Mythos und die Wucht, die leidenschaftliche Frauen in die Waagschale zu werfen haben. Das muss man gesehen haben.
Kopkas Tagebuch, Movie Star, 19.1.2014

Manchmal braucht es ein paar Abstrak­ti­ons­ebenen mehr als Geschichts­bücher und Nach­richten, um Ereig­nisse, aktuelle wie histo­ri­sche, annähernd zu begreifen. Mutige Expe­ri­mente der Filmkunst wie “Recycling Medea” nehmen den Zuschauer mit auf solche Ebenen. “Recycling Medea” ist eine multi­me­diale drama­ti­sche Moritat von der Jugend Grie­chen­lands, die die Gesell­schaft im Zuge der Finan­z­krise um ihre Zukunft bringt, wie es Medea in der grie­chi­schen Mytho­logie mit ihren Kindern gemacht hat.
Natascha Gerold, 23.01.2014
www.artechock.de
 

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