homehomehomehome

Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 7,00 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
      präsentieren:
   
  Mo, 13. Februar 2012 – 19:30 Ostlegenden: Erwin Geschonneck
  Mi, 22. Februar 2012 - 18:00 Ost-Legenden: Gojko Mitić
   
 

Mo, 13. Februar 2012 – 19:30

 

Ostlegenden: Erwin Geschonneck

  D 2011, R: Jens Rübsam und Dagmar Wittmers, Redaktion: Gabriele Conrad – RBB, 45 Min

Premiere mit Franziska Troegner, Jaecki Schwarz & den Regisseuren

„Erwin, Erwin!“ jubelten die Leute dem Schauspieler auf der Straße zu. Erwin Geschonneck war der „Kalle“ in „Karbid und Sauerampfer“, der dämonisch Holländer -Michel in dem Märchenfilm „ Das kalte Herz“, der Getto- Friseur Kowalski in „Jakob der Lügner“, dem einzigen Film der DEFA, der für einen Oscar nominiert war. Seine Rollen sind Spiegel seines gelebten Lebens mit all den Irrtümern und Kämpfen und auch Erfolgen des Jahrhunderts. Hier schöpft er Material für das lebenslange Rollenspiel: 1906 wird Erwin Geschonneck in Ostpreußen geboren, früh kommt er mit den Eltern nach Berlin und wächst in der Ackerstraße im Armenviertel am Alexanderplatz auf. Drei KZ-Höllen überlebt er: Sachsenhausen, Dachau, Neuengamme. Erwin Geschonneck kann sich retten als englische Flugzeuge in den letzten Kriegstagen 1945 die „Cap Arkona“ bombardieren, auf der 7000 Häftlinge sterben und nur 350 überleben. Geschonneck ist Anfang 40, als seine Karriere endlich beginnt. Er wird Brechts Bühnenstar im neu gegründeten Berliner Ensemble. Aber Erwin Geschonneck will zum Film und hier wird er ein ganz Großer. Er genießt Privilegien, bekommt in der DDR Höchstgagen, doch gleichzeitig werden Filme – wie „Sonnensucher“, in dem er die Hauptrolle spielt, verboten. Geschonneck kann es sich sogar leisten, die Kulturpolitik zu kritisieren. Der Film erzählt das bewegte Leben des Schauspielers, mit all seinen Widersprüchen und zeigt ihn in seinen berühmtesten Rollen. Arnim Müller –Stahl, Inge Keller, Regine Lutz und seine Söhne Matti und Alexander erinnern sich an den eigenwilligen Menschen und Charakterdarsteller, der sich mit Humor und Lebenslist durch die Zeiten geschlagen hat.

Eine Veranstaltung des rbb Fernsehen mit freundlicher Unterstützung vom Progress Film-Verleih & der DEFA-Stiftung

   
 

Mi, 22. Februar 2012 - 18:00   Ost-Legenden: Gojko Mitić   

  D 2011, R: Lutz Rentner und Frank Otto Sperlich, Redaktion: Gabriele Conrad – RBB, 45 Min

Premiere mit Gojko Mitić.

Sie nannten ihn im Westen „den Roten Winnetou“, im Osten hieß er „Chefindianer der DEFA“. Den ersten ostdeutschen Indianerfilm „Die Söhne der großen Bärin“, gedreht im Jahr 1965, als gleichzeitig viele zeitkritische Gegenwartsstoffe abgesetzt wurden, sahen allein 11 Millionen Zuschauer. Das Kino liefert dem Publikum einen Hauch von „weiter Welt“. Gojko Mitić wurde in der DDR ein Superstar.
Entdeckt hatten den serbischen Sportstudenten die Westdeutschen Arthur Brauner und Horst Wendlandt. Sie besetzten ihn im in den Karl-May-Verfilmungen und im Abspann stand sein Name – weit hinter Pierre Brice, Lex Barker, Klaus Kinski noch eingedeutscht: Georg Mitic.
Mitić wuchs in einer Bauernfamilie in dem kleinen serbischen Ort Strojkovce, 250 Kilometer südlich von Belgrad, auf. Sein Vater kämpfte bei den Partisanen gegen die Nazis. Seine Großmutter wurde die wichtigste Bezugsperson für den Jungen, der nach ihrem Wunsch eigentlich Arzt werden sollte, damit sie immer einen Doktor im Haus hätte. Doch er studiert Sport in Belgrad und verdiente sich ein wenig Geld mit Stunts im internationalen Film. Dass er später immer nur die Hauptrollen, den Häuptling spielen würde, war damals für ihn undenkbar.
Die Dokumentation von Lutz Rentner und Frank Otto Sperlich erzählt das Leben des wohl bekanntesten Gesichts der DEFA als ein Stück Zeitgeschichte: die Kindheit in Serbien, die Erfolgsjahre in der DDR, die Nachwendezeit, als Gojko Mitić – wie er heute sagt – zunächst die „ewigen Jagdgründe“ drohten und er dann in Bad Segeberg und an verschiedenen Theatern, ebenso in etlichen Filmen, wieder die großen Rollen spielen durfte.
Gojko Mitić, heute über 70, reitet immer noch, steht vor der Kamera, und er reist als ehemaliger „Berufsindianer“ der Defa in den Wilden Westen, um die Hochachtung der Sioux oder der Blackfeet zu erleben, deren Leben er seinerzeit im Kino gezeigt hat.

Eine Veranstaltung des rbb Fernsehen