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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1                
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro für Kinder bis 14 Jahre Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

NEUER DEUTSCHER FILM

 

Die Reihe NEUER DEUTSCHER FILM präsentiert brandneuen deutschen Filme als Premiere. Ein Überblick und Vorgeschmack auf alle wichtigen neuen deutschen Filme des kommenden Kinojahres- in Anwesenheit der Regisseure und Hauptdarsteller! Die Veranstaltungen sind natürlich öffentlich. Zu den Vorführungen werden regelmäßig Filmemacher, Schauspieler und/oder Filmteam anwesend sein, um anschließend über die Filme zu sprechen. Mit dieser Reihe soll dem neuen deutschen Film eine angemessene Plattform in der Berliner Kinolandschaft gegeben werden und die ein oder andere Premiere gebührend gefeiert werden.

   
 

Fr, 2.9.2016  20:00  PREMIERE

 

VIER WERDEN ELTERN

  D 2015, Dokumentarfilm, 53 Minuten, Regie: Eva Maschke

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in Anwesenheit der Regisseurin Eva Maschke und der Protagonisten und mit anschließendem Filmgespräch.

Thomas und Sebastian sind ein Paar. Josefin und Cindy sind auch ein Paar. Was sie verbindet, ist eigentlich nur die Stadt Berlin, in der die Vier leben, ein Zufall und eine Vision. Sie möchten ein Kind. Das heißt: eigentlich möchten die beiden Frauen eines und die beiden Männer. Aber weil das nun mal nicht so einfach geht, beschließen die Vier sich zusammen zu tun. Ganz pragmatisch.

Das ist der Beginn einer abenteuerlichen Reise. Wie einigen sich vier Menschen, die nie miteinander zu tun hatten? Hier der Politologe und der Student, dort die Kinderkrankenschwester und die kaufmännische Angestellte. Westberliner Altbauwohnung und Ostberliner Platte. Wie nehmen sie bürokratische Hürden. Wie finden sie menschlich gemeinsame Nenner?

Die Filmemacherin Eva Maschke begleitet als Schwester eines der Protagonisten diesen Prozess, zeigt, wie Lucas aus zwei unabhängigen Paaren eine Gemeinschaft macht. Am Anfang stand der Zweck. Aber mit Lucas wird aus einem Plan und aus Absprachen eine neue Lebenssituation. Die Mamas und die Papas teilen sich ein Kind. Wie sich das über ein organisatorisches Kunstwerk hinaus entwickelt, das verfolgt der Film auf einfühlsame Weise. Da wachsen Menschen zusammen. Zum Kindeswohl. Jeder gibt ein Stück Unabhängigkeit auf – und gewinnt etwas.

Als sich das Leben der Vier zwischen Kita und Kindübergabe ganz gut eingespielt hat, gibt es eine überraschende Wendung: sie heißt Leni. Ein zweites Kind, das das Gleichgewicht zwischen den Elternpaaren herstellt. Jetzt sind alle vier leibliche Eltern. Das ist auf dem Papier wichtig. Für das Gefühl aber auch. Der Alltag wird vielleicht noch ein bisschen komplizierter, aber das Miteinander der besonderen Familie auch irgendwie selbstverständlicher.

   
 

Do, 08.09. 20:15  The Farmer and I

 

Premiere mit der Regisseurin Irja Bernstorff

  D/ BTN, 2016 R: Irja Bernstorff, 81 Min

Das Königreich Bhutan im Himalaya-Gebirge steht vor einem großen Problem: Zwar leben gegenwärtig noch mehr als zwei Drittel der Einwohner als Bauern auf dem Land, doch auch hier ist die Globalisierung inzwischen angekommen. Die Jugendlichen sehen keine Zukunft in der Landwirtschaft, die Folge ist eine enorme Landflucht.

"The Farmer and I" erzählt vom persönlichen Widerstand gegen die scheinbar unaufhaltsamen Megatrends unserer Zeit und von einer gemeinsamen Vision zweier Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft.

Die deutsche Filmemacherin Irja und der bhutanische Bauer Sangay wollen eine TV-Serie produzieren, um junge Bhutaner vom Landleben zu überzeugen. Doch trotz großem Idealismus stoßen sie schnell an kulturelle und persönliche Grenzen. Die Probleme in ihrer Zusammenarbeit spiegeln die großen Herausforderungen wider, die Bhutan im Zuge der fortschreitenden Globalisierung bewältigen muss.
 

 

Trailer: 
 

   
   
 

Do, 15.9.2016  20:00  PREMIERE

 

Das Geständnis

  D 2015, R: Bernd Michael Lade, 112 Minuten, digital

TRAILER   TICKETS-ONLINE

Bernd Michael Lade verfilmt die geheimen Aufzeichnungen eines gestandenen Kriminalisten zu den Auflösungserscheinungen im Machtapparat der späten DDR.

Im letzten Jahr der DDR geraten die Genossen der Ost-Berliner „Morduntersuchungskommission“ an ihre Grenzen. Es türmen sich Kriminalfälle, die es im Sozialismus gar nicht geben darf. Die tägliche Entscheidung zwischen Vertuschen und Ermitteln wird für Erstvernehmer Micha mehr und mehr zu einer existentiellen Frage.

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Juni 1988. Berlin, Alexanderplatz. In der Mordkommission – die offiziell Mord-untersuchungskommission heißen muss – tagt die Parteigruppe. Das heißt, es tagt die gesamte Belegschaft, denn alle sind in der Partei. Was nicht bedeutet, dass außer dem Parteisekretär (Torsten Spohn) noch irgendeiner die Parteiarbeit ernst nimmt. Entsprechend gelangweilt lassen die Kriminaler den von Parolen überbordeten Bericht vom letzten Parteitag über sich ergehen. Schlagartig wach und hektisch werden alle, als das Diensttelefon schrillt: Mord. Eine weibliche Leiche wurde gefunden, inmitten von verstreutem Bargeld und Zigarettenkippen. West-Zigaretten!

Der störrische Micha (Bernd Michael Lade), der mit familiären Problemen zu kämpfen hat und zuhause auf dem Wohnzimmersofa schlafen muss, wird mit den Ermittlungen beauftragt. Kaum hat er damit begonnen, wird ihm klar gemacht, dass gar nicht wirklich ermittelt werden soll. Die Indizien sind eindeutig, beim Täter kann es sich nur um einen Feind des Sozialismus handeln. Damit nichts „anbrennt“, schaltet sich der oberste Vorgesetzte persönlich ein, der General (Wolfgang Hosfeld). Eine neue Leitung wird installiert, die die „von oben“ festgesetzte Ermittlungsrichtung vor- und zur ideologischen Schadensbegrenzung Wodka ausgibt.

Micha hält sich jedoch nicht an die Vorgaben. Er fühlt sich seinem Berufsethos als Kriminalkommissar verpflichtet und ermittelt auf eigene Faust in alle Richtungen. Und wie schon öfter in der Vergangenheit, macht er sich damit nicht nur bei parteitreuen Vorgesetzten in den oberen Etagen unbeliebt, sondern auch bei den Kollegen im Kommissariat. Schon lange geht es denen allem Anschein weniger um den Erfolg der kriminalistischen Arbeit als darum, jegliches Anecken zu vermeiden.

Jeder ist sich selbst der Nächste.
Auch als im Jahr darauf ein Wessi das Kommando der Belegschaft übernimmt, ändert sich daran nichts.
Das heißt doch, natürlich: aus dem Wodka wird ein Whisky.

Das Drehbuch beruht auf den privaten Aufzeichnungen von C. Curd. Hinter diesem Pseudonym steht ein Kriminallpolizist, der viele Jahre in der Morduntersuchungskommission am Alexanderplatz in Berlin gearbeitet hat. Berlin, Hauptstadt der DDR.

Thomas Stecher, spielt im Film den Chef der Morduntersuchungskommission
„… Der Autor hat selbst in der Morduntersuchungskommission in der Keibelstraße am Alex gearbeitet, die Fälle und sogar die Personen sind authentisch und penibel aufgeschrieben. Insofern also mal kein Interpretationsspielraum bei der Frage "Wie war denn die DDR nun wirklich?". Wirklicher geht nicht. Alle am Film Beteiligten kannten das Leben im untergegangenen Land aus eigener Erfahrung, wussten, was sie da spielten … Der Film wird da satirisch bis absurd, wo die Realität satirisch bis absurd war … Das Gefühl, zeitweise "im falschen Film zu sein" deckt sich mit meiner Erinnerung an die Lebensrealität in der DDR … Natürlich begegnet man in unserem Film einer subjektiv erinnerten DDR - aber einer aus erster Hand erinnerten. Und die macht in meinem Fall die HÄLFTE DES LEBENS aus …“

Regisseur Bernd Michael Lade (im Film "Micha")
„Das Geständnis“ war von vornherein so konzipiert, dass sich der Film ganz auf das Schauspiel konzentrieren sollte. Wir haben auf Beiwerk und Ablenkung verzichtet, was – so glaube ich – sehr geholfen hat, die Spannung unter der Oberfläche sichtbar und spürbar zu machen. Genau diese Atmosphäre ist für mich charakteristisch für die DDR in ihren letzten Tagen. Insofern glaube ich, dass der Film trotz seiner fast schon klaustrophobischen Atmosphäre – oder eben gerade deshalb – ein ganz besonderes Stück Authentizität transportiert, das über das gern gezeigte Tapetenmuster hinausgeht. Der Film zeigt nicht das, wie „DDR“ in meiner Erinnerung aussieht, er ist vielmehr das, wie sich „DDR“ in meiner Erinnerung anfühlt."

   
  TRAILER DAS GESTÄNDNIS
 

DAS GESTÄNDNIS von und mit Bernd Michael Lade from Josef Wutz on Vimeo.

   
 

Mi, 19.10.2016 20:00 Preview Schwester Weiß

  D 2015, R: Dennis Todorović mit Željka Preksavec, Lisa Martinek, Beatrice Richter, 97 Min

Zu Gast: Die Hauptdarstellerinnen Lisa Martinek und Beatrice Richter sowie Željka Preksavec (angefragt)

Martha und Helene Weiß – die Eine strenggläubige Ordensschwester in einem schwäbischen Kloster, die Andere überzeugte Atheistin und Mutter. Zwei ungleiche Schwestern, die sich fast nur noch streiten. Vor allem Marthas Glaube ist für die jüngere und wildere Helene immer wieder ein rotes Tuch. Doch dann verunglückt Helene mit Tochter und Ehemann bei einem Autounfall.

Als sie im Krankenhaus aufwacht und erfährt, dass Mann und Kind tot sind, empfindet sie keine Trauer. Sie leidet an retrograder Amnesie. Heißt, sie kann sich beispielsweise noch an Pippi Langstrumpf erinnern, aber nicht mehr an ihre eigene Familie. Jetzt ist es ausgerechnet Martha, die sie zu sich ins Kloster holt und ihr Halt gibt. Doch kann sie dieser fremden Person wirklich vertrauen?

„Schwester Weiß“ ist nach seinem preisgekrönten Kinodebüt „Sascha“ der zweite Langfilm von Dennis Todorović. Eine warmherzige Tragikomödie in schwäbischer Mundart über Tod, Glaubenszweifel und Vertrauen. Als ungleiche Schwestern brillieren in den Hauptrollen Željka Preksavec (Martha) und Lisa Martinek (Helene). In weiteren Rollen sind unter anderem Beatrice Richter, Sabine Hahn, Anna Ottmann, Nele Swanton, Barbara Wittmann, Hyun Wanner und als Gast Tim Bergmann zu sehen.