homehomehomehome

Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 6,50 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

WHAT MAKES MUSIC LAUGH? Konzerte - Filme - Gespräche

 

25.-28. Juni  2009 

  Programm:
  Übersicht     Die Konzerte        Die Filme          Gespräche/Panels:           Jodel-Workshop:            Eintrittspreise:
  Musik ist eine Sprache, die überall verstanden wird. Musik ist Kommunikation.
Musik ist ein Monster.
Es gibt gute und schlechte Musik, E- und U-, F- und L-Musik. Alte Musik,
klassische Musik, zeitgenössische Musik, Neue Musik, Sakralmusik, elektroakustische
Musik, elektronische Musik, Jazz, Free Jazz und Improvisierte
Musik, Instant Composing, New Thing, Weltmusik, Volksmusik, Schlagermusik, Tanzmusik, Electronica, HipHop, Indie, Metal, Pop, Punk, R & B, Blues, Gospel,
Rock. Bühnenmusik, Filmmusik, Marschmusik, Straßenmusik, Gebrauchsmusik,
Nationalhymnen und Unternehmenshymnen. Es gibt Musik im Sport
(Fußballstadion, Olympiaden, etc.), im Kaufhaus, im Flieger, auf dem Jahrmarkt,
im Zirkus, in der Kneipe, usw. Oftmals scheint es kein Entrinnen zu geben.
Wir kennen den Begriff der leichten und der schweren Musik und auch der Trauermusik. Was aber ist wohl das ´umgekehrt Erhabene´ zur Trauermusik?

Ist das Lachen, der Humor, eine musikalische Bezugsgröße?
Oder, wie Frank Zappa einst fragte: „Does Humour Belong in Music?“
Komische Musik gibt es per definitionem nicht, weil Musik als tendenzlose Kunst gilt und Komik immer eine Tendenz hat, und sei es nur die, Lachen hervorzurufen.
Damit soll nicht präjudiziert werden, dass Komponisten/Interpreten/Improvisatoren usw. humorlos seien.
Joseph Haydn (1732-1809) z.B. war für seinen ausgeprägten Sinn für Humor bekannt, der u.a. in seiner Symphony No. 94 zum Ausdruck kommt, die gemeinhin als ´Surprise Symphony´ bezeichnet wird, als Symphonie „mit dem
Paukenschlag“.
Mozart (1756-1791) komponierte ein Sextett mit dem Titel ´Ein musikalischer Spaß´ (Dorfmusikanten-Sextett). Anlass der Entstehung und Daten einer ersten Aufführung sind nicht bekannt.
Der einstige Cabaret-Pianist und Komponist Eric Satie (1866-1925) schrieb 1895 das Klavierstück ´Vexations´, das laut Anweisung 840 Mal hintereinander gespielt werden sollte (1963 organisierte John Cage die erste vollständige Aufführung.) Satie schuf außerdem Stücke mit Titeln wie ´Trois embryons desséchés´ (Drei vertrocknete Embryos),´Trois morceaux en forme de poire à quatre mains´ (Drei Stücke in Birnenform für vier Hände), ´Véritables préludes flasques (pour un chien)´, (Wahrhaft schlaffe Präludien [für einen Hund]), usw., die, so seine Spielanweisung, „leicht wie ein Ei“ und „wie eine Nachtigall mit Zahnweh“ daherkommen sollten.
Der musikalische Witz des amerikanischen Komponisten Charles Ives (1874-1954) wird u.a. in seiner Symphony No. 2 kenntlich, die mit einem militärischen Weckruf (reveille bugle call) endet.
Eine große Rolle spielte wirkungsgeschichtlich der amerikanische Komponist, Arrangeur und Pianist Carl Stalling, der zwischen 1938 und 1958 über 600 Zeichentrickfilme vertonte (die ja fast immer ´lustig´ sind) und dafür eine Art kaleidoskopische Musik ersann. Er hatte Zugriff auf ein (seinem Auftraggeber Warner Bros. gehörendes) großes Repertoire bekannter Stücke (Pop, Jazz, klassische Musik), die er ´dekonstruierte´ und neu zusammensetzte (cut-andpaste Methode) unter Einbeziehung zahlreicher unorthodoxer Instrumente und Geräuscherzeuger. Damit wurde er nicht zuletzt zu einem Vorläufer der experimentellen Musik, die sich dieser Methode ebenfalls bediente. Der Musiker John Zorn bestätigt, dass die Zeichentrickfilm-Musik nachhaltigen Einfluss auf seine eigene musikalische Entwicklung hatte.

Wie der Komponist Carl Stalling, der den Sound der Zeichentrick-Musik schuf, so war auch Spike Jones ein Wegbereiter eigenständiger Musikformen, ein Virtuose, Visionär und ein Präzisionsarbeiter wie Stalling und später Frank Zappa. Spike Jones (1911-1965) begann als Perkussionist für diverse Radioshows, bevor er 1940 seine eigene Band gründete: Spike Jones and His City Slickers. Mit dieser Gruppe erstklassiger Musiker, die sehr schnell sehr populär wurde, war er für nahezu 20 Jahre der unangefochtene innovative Großmeister des amerikanischen
Showbusiness und Tourneebetriebs. Seine ausgefeilten Arrangements, seine ungewöhnliche, bizarr-groteske Instrumentierung und die temporeiche, absolut perfekte Inszenierung der surrealen Musiknummern inspirierten zahlreiche Künstler späterer Jahre, darunter den amerikanischen Schauspieler, Komiker und Musiker Ernie Kovacs, die englische Komikertruppe Monty Python und ihren Flying Circus wie auch Fluxus-Künstler und Musiker.
Der Spike Jones der nachfolgenden Rock´n´ Roll-Ära hieß Frank Zappa. Auch er beherrschte wie Jones die Kunst der konzeptgebundenen Improvisation, und wie Jones verstand es Zappa, sich und seine Musiker bei jedem Bühnenauftritt stets aufs Neue selbst zu überraschen – kein Konzert glich dem anderen. „Er war kein Freak, sondern ein scharfer Analytiker der Gesellschaft, der seine Erkenntnisse in seiner musikalischen (und filmischen) Arbeit umzusetzen verstand.

Er wäre auch ein guter Banker oder Immobilienmakler geworden. Aber er hatte dieses unglaubliche musikalische Talent und schuf eine einzigartige und profunde Synthese aus amerikanischen und europäischen Einflüssen, die ich die Zappa-Dada-Technik nenne“ (Glenn Ferris, Posaunist). Edgar Varèse (1883-1965), der amerikanische Komponist und Dirigent französischer Herkunft, war für Zappa von maßgeblichem Einfluß (ebenso wie für Grateful Dead, Jefferson Airplane und Soft Machine). Auch mit Strawinsky, Bartók, Webern, Hauer, Krenek und Schönberg setzte sich Zappa auseinander. Und er hörte Ornette Coleman, Cecil Taylor und Eric Dolphy und befasste sich mit tibetanischer und arabischer Musik. Zappa, der sich zeit seines Lebens immer auch für grafisches Gestalten und den
Film interessierte (acht Filme hat er zwischen 1971 und 1989 selbst realisiert) wusste um die Schlüsselbedeutung der Bühnenperformance („visual humour accompanied by music“). Wie sehr ihn die Frage umtrieb, die auch uns hier
beschäftigt, beweist sein legendärer Bühnenauftritt von 1984 und der ein  Jahr später veröffentlichte Film, der den Titel trägt: „Does Humour Belong In Music?“

In der Steve Allen Show von 1963 bespielte Zappa zwei Fahrräder (damit hatte er sich die Einladung in die Show ´erwirkt´); in späteren Jahren dirigierten Zubin Mehta, Pierre Boulez und Kent Nagano einige von Zappas Orchesterwerken (L.A. Philharmonic Orchestra, Ensemble InterContemporain, London Symphony Orchestra); das Frankfurter Ensemble Modern spielte mit Frank Zappa im September 1992 – es war Zappas letzte Produktion - die ´Yellow Shark´ Konzert-Serie ein und veröffentlichte dann posthum eine weitere Einspielung: Ensemble Modern Plays Frank Zappa (Greggery Peccary & Other Persuasions, 2002). Wie William S. Burroughs in ´Naked Lunch´ führte Zappa in seinen Arbeiten beharrlich vor Augen, was da „nackt am Ende der Gabel zappelt“.
What Makes Music Laugh?
Es sind dies musikalische Originalität, Virtuosität und innovative Konzepte, Authentizität und unorthodoxe Spielhaltungen, Spielfreude und Timing, die reflektierte Gestaltung des Bühnenauftritts (aurale und visuelle Architektur) und die direkte Kommunikation mit dem Publikum (´compassionate listening´), derer es im Beziehungsdreieck zwischen Spieler – Mitspielern und Zuhörer bedarf, damit sich die Zauberkraft der Musik entfalten kann.

Musik richtet sich bekanntlich nicht an die Anschauung, sondern an die Einbildungskraft. Wir wissen aber auch: „Es kann nichts in den Verstand kommen, außer durch die Einbildungskraft“ (J.G. Fichte). In den geschichtsphilosophischen Betrachtungen von Nietzsche bis Schlegel lesen wir u.a., dass „Freude, Fröhlichkeit, die Freisetzung aller Kräfte im freien Spiel und die uneingeschränkte Autonomie eines wirklich geselligen Lebens“ die Geburt der Komödie bedingten.
Der zeitgenössische Komponist Pelle Gudmundsen-Holmgreen nennt als musikalisches Ideal die „Verbindung von Askese und Ekstase“. Die Beatpoeten sprachen von „matter in motion“. Wir sprechen von „music that matters“.
„Information ist nicht Wissen. Wissen ist nicht Weisheit. Weisheit ist nicht Wahrheit. Wahrheit ist nicht Schönheit. Schönheit ist nicht Liebe. Liebe ist nicht Musik. Musik ist das Beste“ (Frank Zappa).
Zahlreiche der im Rahmen dieses Festivals präsentierten KünstlerInnen wurden neben dem klassischen Kanon entscheidend auch geprägt von den Texten und der Musik der Dadaisten, Surrealisten und Lautpoeten der 50er und 60er Jahre, von Karl Valentin, Ernst Jandl, den Marx Brothers und Spike Jones, Carl Stalling und Frank Zappa, Monty Python, den Situationisten, der Libertarian und der Fluxus-Bewegung – und nicht zuletzt von lokalen und regionalen
Kultureinflüssen, die wiederum ganz spezifische musikalische Eigenheiten und Stilistiken hervorbrachten wie die sogenannte Volksmusik, der sich eine junge Generation von MusikerInnen inzwischen fasziniert zuwendet, sie ´dekonstruiert ´ und sie so für sich erschließt (´Folklore imaginaire´). „Das Ohr ist das erste Organ, das komplett ausgebildet ist und das letzte, das
stirbt“, sagt der Komponist und Musiker Peter Roth in Thomas Lüchingers Film JOHLE UND WERCHE, den wir in deutscher Erstaufführung in Anwesenheit des Regisseurs und der Schweizer Jodler Annarosa Streiff und Kurt Annen zeigen.
„Damit wird klar: Klang ist von der Zeit im Mutterleib bis zum Tode eine ebenso lebenswichtige Energiequelle wie Flüssigkeit und Nahrung.“ Auch die anderen Musikfilme, die wir in diesem Rahmen zeigen, sind beispielhaft und eröffnen dem Betrachter ein ganz eigenständiges Bild- und Klang-Universum, in dem es wesentlich um Authentizität, Gestaltungskraft und Ausstrahlung geht.
Wir haben für dieses Festival eine Vielzahl herausragender und namhafter Künstler eingeladen – Filmemacher, Komponisten, Musiker und Performer -, die in einer solchen Konstellation noch nie zusammengefunden haben. Was die MusikerInnen und KünstlerInnen bei aller Unterschiedlichkeit eint, ist ihre notorisch unbestechliche Haltung, ihre Arbeit in und an der Improvisierten Musik und dem Medium Film und damit an der kontinuierlichen Erforschung und
Weiterentwicklung des musikalisch-bildnerischen Prozesses unter Einbeziehung scheinbar disparater Mittel und Materialien. Diese Tour d´horizon in Form von Konzerten, Filmen und Gesprächen will Impulse vermitteln, Begegnungen und Erkenntnisse ermöglichen und neue Sicht- & Hörweisen erschließen.
Wir danken allen Künstlerinnen und Künstlern für ihr Engagement und ihre Mitwirkung.
Dank gebührt insbesondere dem Hauptstadtkulturfonds sowie dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, der Akademie der Künste, David Meeker, M.B.E., Helge Leiberg, Horst Sommer, der Schweizerischen Botschaft, der Botschaft des Großherzogtums Luxemburg, der Botschaft des Königreichs der Niederlande, dem Danske Jazzforbund und dem Babylon u.a. für tatkräftige Unterstützung.
Helma Schleif

   
  Ausführliche Künstlerbiografien, Filmbeschreibungen und Texte:
www.free-music-production.de
   
  Music is a universal language. Music is communication. Music is a monster.
There is good and bad music, in classical music, modern music, art music, serious music, contemporary music, electronic art music, experimental music, minimalist music, sacred music, commercial music, dance music, Minstrels,
Gospel, Blues, Folk, R&B, folk music, country music, Rock, Pop, Jazz, Free Jazz, The New Thing, Improvised Music, Instant Composing, music that matters, world music, Punk, HipHop, Electronica, Indie, Metal, stage music, film music, cartoon-music, military music, entertainment music, easy listening, functional music, street music, national anthems, corporate anthems, and what not. There is music in sports (football, baseball, Olympic Games, etc.), in shopping malls, airplanes, public transport systems, fair grounds, coffee shops and restaurants.
It is difficult to think of music-free zones in everyday life.
So there is music of major and minor significance, like serious music and easy listening, and there is funeral music. But what is the opposite of funeral music (besides Beethoven´s Ode to Joy from his Symphony No. 9 serving nowadays as the anthem of the European Union and the Council of Europe)? Is there laughter and humour in music? Or, as Frank Zappa once put it: „Does Humour Belong in Music?“ What then tickles the funny bone?
There is no such thing as comical music. Because music is defined as an art form free of any tendencies, and the comical always pursues the goal of at least creating laughter.
  However, this does not imply that composers, musicians, improvisers etc. have no sense of humour. (...)
So what Makes Music Laugh?
It flourishes with musical inventiveness, credibility, virtuosity, innovation, authenticity and open-mindedness. It needs the experience of the joy of playing (and the depths of despair), a perfect timing, the knowledge of how to
conceive and carry out a performance (aural and visual architecture), and, last but not least, the dialogue with the public (creating ´compassionate listening´), which is needed to evolve a relational triangle between performer, co-performer and public to unleash the magic power of music.
Music aims at imagination, not at intuition. But we also know: „It is the imagination that nourishes the brains“ ( J.G. Fichte).
In a treatise on historical philosophy from Nietzsche to Schlegel we read that „joy, cheerfulness, the liberation of all powers to freely interact, the unrestricted autonomy of a truly social life“ stipulated the birth of the comedy.
The Danish composer Pelle Gudmundsen-Holmgreen confesses: „My dream is to unify asceticism with ecstasy.“ The Beat poets spoke of „matter in motion“.
We speak of „music that matters“.
„Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music. Music is the best“ (Frank Zappa).
  Many of the artists presented in this festival were not only trained and educated within the classical canon but also received a variety of inspiration and encouragement, at random or otherwise, through the artistic achievements of
Dada, the surrealists, the sound-poets of the 50s and 60s, Karl Valentin, Ernst Jandl, the Marx Brothers, Spike Jones, Raymond Scott and Carl Stalling, Frank Zappa, Monty Python, Gerard Hoffnung, Victor Borge, the Situationists, the Libertarian and the Fluxus movements - not to mention the extra-European musical languages they encountered and the richness of local and regional cultural folk and tribal music traditions with their specific and widely varying styles which a younger generation recently seems to have re-discovered in their quest of the hitherto unknown (or rejected) characterized now as ´folklore imaginaire´.
„Of all the organs it is the ear that is the first to evolve and the last to die“, emphasizes composer and musician Peter Roth in Thomas Lüchinger´s film JOHLE UND WERCHE which we screen as a German premiere in the presence
of its director and the Swiss yodelers Annarosa Streiff and Kurt Annen. „This proves: Sound is, from the womb to the grave, an existential source of energy, like water and food.“
All of the music films which we show within the framework of WHAT MAKES MUSIC LAUGH? are unique, opening up a universe of sounds and visuals, of background information and surprising insights which more than once will tickle
our funny bone.
  We have invited eminent artists from Denmark, France, the Netherlands, Luxembourg, Switzerland, Israel and Germany to present their work at the festival - film directors, composers, musicians, performers.
This sparkling constellation of creative hearts and minds is quite unusual, polyphonic and challenging. This tour d´horizon comprising concerts, films, workshop and panels seeks to stimulate encounters and to explore the visual
and aural range of current film and music production, of films and music that matter.
We thank all artists for their contribution and willingness to share their great expertise with us.
And of course we wish to thank everybody who has helped to make this festival possible: Hauptstadtkulturfonds, Berlin Artists Programme/DAAD, the Academy of Fine Arts, David Meeker, M.B.E., Helge Leiberg, Horst Sommer, the Embassy of Switzerland, the Embassy of the Grand Duchy of Luxembourg, the Embassy of the Kingdom of the Netherlands, Danske Jazzforbund, Babylon, et al.

Helma Schleif
For further information see:
www.free-music-production.de
music is a monster

   
  Programm
Die Konzerte:
  Do 25.06. l 19.30 Eröffnungskonzert l Foyer
Hans-Joachim Hespos (Komponist) und Stefan Eder (Pianist) l Deutschland
Eine Einführung in die Kunst der musikalischen Überraschung, die in Komposition und Ausführung so meisterhaft wie geistreich ist. Zur Aufführung kommt Hespos´ Werk ANJOL (2000) für Dirgent und Krachlatte.

Do 25.06. l 20.00 Eröffnungskonzert l Saal 1
Vinko Globokar (Alphorn, Posaune) und Jean-Pierre Drouet (Stimme, Schlagwerk) l Frankreich
L´art pour l´homme in konzertanter Form, zelebriert im Duo von zwei der wegweisenden Komponisten und Performern Europas.

Do 25.06. l 21.30 l Saal 1
Trio de clarinettes (Armand Angster, Jean-Marc Foltz, Sylvain Kassap) l Frankreich
Als Improvisationsmusiker und Interpreten zeitgenössischer komponierter Musik sind sie ebenso bekannt wie als furchtlose Grenzüberschreiter musikalischer Genres, in denen die Traditionen der Volksmusik ebenso aufscheinen wie die pure Freude und Spontaneität des Zusammenspiels im schnellen Wechsel von improvisiertem und komponiertem Material.

Fr 26.06. l 19.30 l Saal 1
Alex Nowitz (Sänger, Pfeifer, Komponist) l Deutschland
Seine ´Studies for Self-Portrait´ nennt Nowitz einen never-ending-process. Seine aussergewöhnlichen erweiterten Stimmtechniken verbindet der ausgebildete Komponist, Tenor, Countertenor, Vokalist und Pfeifkünstler mit live electronics, die er am Amsterdamer STEIM selbst entwickelte.

Fr 26.06. l 21.15 l Saal 1
Mary Oliver (violin/viola), Tobias Delius (ts), Han Bennink (dr) l Niederlande
Drei prominente Mitglieder des ICP-Orchestras von Misha Mengelberg, deren Zusammenspiel und musikalische Performance stets auch ein visuelles Großereignis ist. Der einstige Fluxus-Künstler Han Bennink wurde 2008 mit dem Europäischen Jazzpreis ausgezeichnet.

Sa 27.06. l 19.30 l Saal 1
Marilyn Mazur (percussion) l Dänemark
Die Perkussionistin und Komponistin zählt zu den hervorragendsten und vielseitigsten Künstlern ihrer Generation. Neben zahlreichen eigenen Gruppen spielte sie lange Zeit auch mit Miles Davis, Gil Evans, Wayne Shorter und Jan Garbarek. 2001 gewann Marilyn Mazur als erste Frau den weltweit bedeutendsten Jazzpar-Preis. Christian Braad Thomsen hat sie in seinem Film MARILYN MAZUR-QUEEN OF PERCUSSION portraitiert.

Sa 27.06. l 21.15 l Saal 1
Harold Rubin (clarinet, poetry) l Israel und Alexander Frangenheim (bass) l Deutschland
Eine mit Spannung erwartete Duo-Begegnung zwischen dem Doyen der israelischen Musikszene und dem in Berlin lebenden Bassisten Alexander Frangenheim. Jasmine Kainy hat Harold Rubin in MAGNIFICENT FAILURE portraitiert, den wir in deutscher Erstaufführung zeigen.

So 28.06. l 20.00 l Saal 1
Sven-Åke Johansson (dr, perc) l Schweden l D und Christine Sehnaoui (as) l Frankreich
Der schwedische, in Berlin lebende Free Jazz Pionier und Fluxuskünstler, der Schlagzeuger und Spike Jones-Kenner Sven-Åke Johansson, konzertiert erstmals in Berlin mit der libanesisch-französischen Altsaxofonistin und Soziologin Christine Sehnaoui.

So 28.06. l 21.15 l Saal 1
IG Blech l Deutschland l Gäste: Die Jodler Annarosa Streiff und Kurt Annen (Schweiz)
Als mobiles Straßen-Aktions-Orchester entstanden, spielen sich die 20 MusikerInnen an Blas- und Perkussionsinstrumenten lärmend, laut und lustvoll rund um den Globus. World Music wie man sie in dieser Besetzung, Größenordnung und mit so viel Aktion, Spielfreude und Witz auf der Bühne selten hört und sieht.
Mit einem Jodel-Intermezzo: Annarosa Streiff und Kurt Annen.

Programm
Die Filme:

Do 25.06. l 17.00 l Studio 1
MUSIC IS A MONSTER. PELLE GUDMUNDSEN-HOLMGREEN Ein Film von Jytte Rex (DK 2007)
In Anwesenheit von Produzent Christian Braad Thomsen.

Do 25.06. l 22.45 Saal 1 l Wh: So 28.06.l 22.30 l Saal 1
THE SPIKE JONES STORY Ein Film von Don McGlynn (USA 1988) deutsche Erstaufführung
In Anwesenheit von Regisseur Don McGlynn.

Fr 26.06. l 17.00 Studio 1 l Wh: Sa 27.06. l 22.30 l Saal 1
MAGNIFICENT FAILURE Ein Film von Jasmine Kainy (Israel 2008) europäische Erstaufführung
In Anwesenheit von Regisseurin Jasmine Kainy, dem Protagonisten Harold Rubin sowie der Cutterin Tal Brog.

Fr 26.06. l 22.30 Saal 1 l Wh: So 28.06. l 24.00 l Saal 1
SUNNY´S TIME NOW. PORTRAIT OF DRUMMER SUNNY MURRAY Ein Film von Antoine Prum (LU 2008)
In Anwesenheit von Regisseur Antoine Prum; anschl. Empfang der Botschaft des Großherzogtums Luxemburg.

Sa 27.06. l 17.00 l Studio 1
MARILYN MAZUR – QUEEN OF PERCUSSION (Dänemark 2006) Ein Film von Christian Braad Thomsen
In Anwesenheit von Regisseur Christian Braad Thomsen.

Sa 27.06. l 22.30 l Saal 1
MAGNIFICENT FAILURE Ein Film von Jasmine Kainy (Israel 2008)
In Anwesenheit von Regisseurin Jasmine Kainy, dem Protagonisten Harold Rubin sowie der Cutterin Tal Brog.

So 28.06. l 12.00 l Studio 1
FEMMES DU JAZZ/WOMEN IN JAZZ Ein Film von Gilles Corre (Frankreich 2000)
In Anwesenheit von Regisseur Gilles Corre.

So 28.06. l 14.00 l Studio 1
THE SOUND OF GLARUS Ein Film von Mika Kaurismäki (Schweiz/Deutschland 2009)
In Anwesenheit von Produzent Uwe Dresch und den Protagonisten Annarosa Streiff und Kurt Annen. (Welturaufführung der neuen Fassung)

So 28.06. l 15.30 l Studio 1
HEIMATKLÄNGE: VOM JUCHZEN UND ANDEREN GESÄNGEN Ein Film von Stefan Schwietert (D/CH2007)
In Anwesenheit von Regisseur Stefan Schwietert und den Schweizer Jodlern Annarosa Streiff und Kurt Annen.

So 28.06. l 17.30 l Studio 1
JOHLE UND WERCHE / JODELN UND WERKEN Ein Film von Thomas Lüchinger (Schweiz 2008)
In Anwesenheit von Regisseur Thomas Lüchinger und den Schweizer Jodlern Annarosa Streiff und Kurt Annen.

So 28.06. l 22.30 l Saal 1
THE SPIKE JONES STORY Ein Film von Don McGlynn (USA 1988) deutsche Erstaufführung
In Anwesenheit von Regisseur Don McGlynn.
So 28.06. l 24.00 l Studio 1
SUNNY´S TIME NOW. PORTRAIT OF DRUMMER SUNNY MURRAY Ein Film von Antoine Prum (LU 2008)
In Anwesenheit von Regisseur Antoine Prum.

Programm
Gespräche / Panels:

Fr 26.06., 14.30 – 15.30 Oval Panel 1: WHAT MAKES MUSIC LAUGH?
Sa 27.06., 14.30 – 15.30 Oval Panel 2: WHAT MAKES MUSIC LAUGH?

Moderation: Max Dax (Autor, Chefredakteur der SPEX) Fr 26.06.
Moderation: Jacek Slaski (Autor u.a. für Rolling Stone, Galerist) Sa 27.06.

Mit Filmemachern, Komponisten, Musikern, Journalisten, darunter Carl-Ludwig Reichert (Schriftsteller, Musiker, Radiomoderator), Wolfgang Seidel (Schlagzeuger von Ton Steine Scherben, Autor), Mary Oliver (Komponistin, Musikerin), Harold Rubin (Maler und Musiker), Christian Braad Thomsen (Filmemacher, Produzent, Autor), Don McGlynn (Filmemacher, Produzent), Hans-Joachim Hespos (Komponist), Annarosa Streiff (Jodlerin), Kurt Annen (Jodler).

Jodel-Workshop:
Do 25.06., 12.00 – 14.00 Oval (1.Stock Babylon)
Fr 26.06., 11.00 – 14.00 Oval
Sa 27.06., 11.00 – 14.00 Oval
So 28.06., 11.00 – 13.00 Oval
mit Annarosa Streiff und Kurt Annen (Schweiz)


Gespräche / Panels: Eintritt frei
Fr 26.06., 14.30 – 15.30 Oval Panel 1: WHAT MAKES MUSIC LAUGH?
Sa 27.06., 14.30 – 15.30 Oval Panel 2: WHAT MAKES MUSIC LAUGH?

Moderation: Max Dax (Autor, Chefredakteur der SPEX) Fr 26.06.
Moderation: Jacek Slaski (Journalist und Autor, u.a. für Rolling Stone) Sa 27.06.

Jodel-Workshop: € 80,00
Do 25.06., 12.00 – 14.00 Oval (1.Stock Babylon)
Fr 26.06., 11.00 – 14.00 Oval
Sa 27.06., 11.00 – 14.00 Oval
So 28.06., 11.00 – 13.00 Foyer
Leitung: Annarosa Streiff und Kurt Annen (Schweiz)
inkl. freier Eintritt für die Filme THE SOUND OF GLARUS, HEIMATKLÄNGE und JOHLE UND WERCHE

Eintrittspreise:
• Festivalpass für alle Konzerte und Filme: € 100,00
• Tageskarte (für alle Konzerte und Filme des Tages): € 30,00
• Einzelkarte Konzert: € 12,00
• Einzelkarte Film: € 6,50
• Der Eintritt ist für Kinder von 6 - 12 Jahre in Begleitung eines (zahlenden) Erwachsenen frei.
Beispiel: 1 Kind + 1 Erwachsener
• Jugendliche zwischen 13 – 18 Jahren zahlen nach Vorlage des Ausweises den halben Preis.

Kartenreservierungen/Anmeldung zum Jodel-Workshop/Infos/Akkreditierung:
TMP Productions. A division of FMP FREE MUSIC PRODUCTION Distribution & Communication e.K.
Tel. 030-323 75 26 / Fax 030-324 94 31, Email: tmp-schleif@gmx.de und tmp-ermer@gmx.de
Karten erhalten Sie im Vorverkauf und an der Abendkasse des Babylon (www.babylonberlin.de)
Tel. 030-242 59 69