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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 6,50 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

10.2.

 

Ernst Lubitsch Preisverleihung

  Ein Abend mit Lubitsch und Leander Haußmann

19.30 Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!
21.00 Preisverleihung, anschließend: Leander Haußmann spricht über Lubitsch und die Komödie
22.00 Die Austernprinzessin mit der Filmmusik von Aljoscha Zimmermann

Eintitt: 10,- €
   
  19.30  Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!
  Seitdem Johann Schneider (Ezard Haußmann) Lena Braake (Eva-Maria Hagen) zum ersten Mal mit ihrem Köfferchen auf dem Hof des Seniorenheimes gesehen hat, ist es um ihn geschehen. Bislang hatte sich Johann nie für Gleichaltrige interessiert. Doch heute, an diesem düsteren Herbsttag, erwacht in ihm der Frühling. Lena ist das genaue Gegenteil von ihm, schüchtern und gut erzogen, ehrlich und manchmal auf nervige Weise oberlehrerhaft. Johann gilt als schwer erziehbar und verfügt über eine gewisse kriminelle Energie; und jetzt gerät Lena unter seinen Einfluss.

Ehe man sich versieht, ist das immer korrekte ehrliche "Mädchen" Teil einer Bande, die ihr helfen will, wieder an ihr Haus zu kommen. Der junge, ehrgeizige Banker Tobias Hardmann (Daniel Brühl) hatte es ihr abgeluchst. Immer auf der Hut vor Heimleiter Piretti (Tom Gerhardt), der so streng wie erfolglos auf die Einhaltung der Heimordnung achtet, schmiedet die Gang einen Plan, der so kompliziert ist, dass allen ganz schwindlig wird. Das ist in einem Alter, in dem Alzheimer, Parkinson und Diabetes einen daran hindern wollen, das große Spiel zu spielen, nicht ganz ungefährlich. Aber sie tun es. Sie gehen über Los, sie gehen nicht ins Gefängnis, sie ziehen 250.000 Euro ein. Und eigentlich noch viel mehr ...

Für DINOSAURIER – GEGEN UNS SEHT IHR ALT AUS! besetzte Leander Haußmann, Regisseur von Kinoerfolgen wie "Herr Lehmann", "Sonnenallee", "NVA" und "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken", seinen Vater für die Rolle des liebenswerten Filous Johann Schneider. Neben den Schauspiel-Ikonen Eva-Maria Hagen und Ezard Haußmann spielen legendäre Künstler wie Walter Giller, Nadja Tiller, Horst Pinnow, Ralf Wolter und Heinz Meier die Heimbewohner. Ergänzt wird die Starbesetzung durch die junge Kino-Elite um Daniel Brühl, Benno Fürmann und Tom Gerhardt.
Text & Foto: Constantin
   
  Die Austernprinzessin von Ernst Lubitsch: Es handelt sich um ein aufwendig choreographiertes, mit Bildwitz und Tempo inszeniertes Lustspiel, eine „sophisticated comedy“. Alles dreht sich um Sex und Reichtum, um Lug und Trug.

Ossi (Ossi Oswalda) ist die eigenwillige Tochter des steinreichen Austernkönigs und beharrt darauf, einen richtigen Prinzen zu heiraten. Ein Heiratsvermittler stellt den Kontakt zum völlig verarmten Prinz Nucki (Harry Liedtke) her. Doch bevor Ossi und Nucki zueinander finden, kommt es zu Missverständnissen, Verwechslungen und Entgleisungen, einem Damenboxkampf, dem Ausbruch des Foxtrottfiebers und Alkoholexzessen. Lubitsch, der während des Ersten Weltkrieges in der Rolle des schlagfertigen jüdischen Lehrlings zum Publikumsliebling avanciert ist, tritt in Die Austernprinzessin nicht mehr selbst auf. Er ist aber trotzdem dauernd präsent. Sein Film hat die Leichtigkeit und Eleganz einer Operette; die Massenszenen sind virtuos inszeniert und haben die Bissigkeit einer Satire. Lubitsch bringt das Publikum nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Staunen über die visuelle Opulenz und wunderbare filmische Einfälle. Diese Qualitäten sind es, die den Jungen aus der Schönhauser Allee wenig später zu einem so gefragten Mann in Hollywood machen. Béla Balázs bewundert 1923 die „offenbare, absichtliche Selbstironie des Regisseurs“: „Denn die Quelle des Komischen liegt hier schon im Regiestil, der in einer Selbstverspottung besteht. Filmmoden und Filmmanieren werden entlarvt, bloß dadurch, daß sie ein wenig übertrieben werden.“ (Der Tag, Wien, 10.8.1923).