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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 7,00 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
 
 

Mein Name ist Klaus Kinski

  Gefühlte 180 Filme hat Klaus Kinski im Lauf seiner Karriere gedreht. Von Morituri (1948), einem Drama über KZ-Häftlinge auf der Flucht vor ihren Häschern bis Paganini (1989), seinem letzten, doppelten Ausrufezeichen als Schauspieler und Regisseur, genial hin gerotzt, voller Lust an der Übersteigerung, am Unfertigen, am Extrem.
Aggressiv gegen Ruhe und Ordnung vorgehend, voller Lust an der Provokation, ein „Bürgerschreck“ Wirtschaftswunderdeutschlands, der ironischerweise sechs Wochen nach der Wiedervereinigung abtrat. Schon in der Nachkriegszeit ein Vorbote des gesellschaftlichen Umbruchs: fünfzehn Jahre nach Goebbels füllte er, Rimbaud und Villon rezitierend, den Sportpalast. Wo immer Kinski auftrat, flogen die Fetzen, roch die Luft nach Skandal.
Die meisten seiner 129 Filme hat er verachtet, sein Metier als Nuttengewerbe verhöhnt. Kaum ein Exploitation- oder Söldnerfilm der 1980er Jahre, dem er nicht sein Gesicht lieh. Dass er ein Abziehbild seines Bösewicht-Images geworden war, kümmerte ihn nicht – sondern legte damit die Mechanismen der Filmindustrie bloß.
Und doch gibt es auch den anderen Kinski, den frühen, ‘klassischen‘ der Schwarzweißfilme, den zärtlichen seiner späten Arbeiten mit Werner Herzog.
Vom 4.- 15. August zeigt das Babylon eine Auswahl von Kinski-Filmen, die das breite Spektrum dieses schauspielerischen Naturereignisses entfalten: von seinen ambitionierten Nachkriegsfilmen über die legendären Edgar-Wallace-Adaptionen, den Italo-Western, Jess Francos Exploitation-Movies bis zu seinen großen Herzog-Filmen, die Kinski in seiner einmaligen mimischen Ausdruckskraft aufleben lassen.
  FILME
 
  Alle Filme Digital außer (35 mm) Fitzgeraldo, Aguirre, Woyzeck
 
  PROGRAMM
 
  FILME
Morituri, BRD1948, R: Eugen York mit Walter Richter, Winnie Markus, Klaus Kinski, 85 Min, digital
Seine erste Filmrolle erhielt Kinski in Morituri, gedreht zwischen September 1947 und Januar 1948. Produzent war Artur Brauner. Morituri erzählt von geflohenen KZ-Insassen, die sich vor den deutschen Häschern versteckten. Der Film war umstritten, es gab Drohbriefe und ein Hamburger Kino wurde zertrümmert.[2]
Kinder, Mütter und ein General, BRD,1955, R: László Benedek mit Klaus Kinski, Hilde Krahl, Ewald Balser, Therese Giehse, 109 Min, digital

Der Film spielt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Krieg ist für Deutschland verloren, dennoch ziehen immer noch Jungen freiwillig für Hitler in den Krieg. In der Nähe von Stettin ist die Kriegsfront bereits nah. Fanatisch zieht eine Gruppe von Gymnasiasten in den Krieg. Ihre Mütter wollen jedoch nicht akzeptieren, dass ihre Söhne in den letzten Monaten des Krieges noch für den Führer fallen sollen und machen sich auf die Suche nach ihnen.
Die toten Augen von London, BRD,1961, R: Alfred Vohrer mit Joachim Fuchsberger, Karin Baal, Klaus Kinski, 95 Min, digital

Die seltsame Gräfin, BRD, 1961, R: Josef von Báky mit Joachim Fuchsberger, Brigitte Grothum, Lil Dagover, 91 Min, digital
„Alles in allem ist "Die seltsame Gräfin" einer der besten Edgar-Wallace-Krimis, bei dem die Darstellerriege absolut sehenswert ist und bei dem die Spannung von Anfang bis Ende stimmt.“– Moviesection.de [1]

Das Gasthaus an der Themse, BRD, 1962, R: Alfred Vohrer mit Klaus Kinski, Joachim Fuchsberger, Brigitte Grothum, 89 Min, digital
Der Zinker, BRD, Frankreich,1963 R: Alfred Vohrer mit Klaus Kinski, Heinz Drache, Barbara Rütting, 85 Min, digital
 
Das indische Tuch, BRD, 1963, R: Alfred Vohrer mit Klaus Kinski, Heinz Drache, Corny Collins, 83 Min, digital

Neues vom Hexer, BRD, 1965, R: Alfred Vohrer,(Will Tremper) mit Klaus Kinski, Heinz Drache, Barbara Rütting, 91 Min, digital
 
Für ein paar Dollar mehr [Per qualche dollaro in più] Italien, Spanien, BRD, 1965, R: Sergio Leone, mit Klaus Kinski, Clint Eastwood, Gian Maria Volontè, 127 Min, digital
 
Leichen pflastern seinen Weg [Il grande silenzio] Frankreich, Italien, Jean-Louis Trintignant, Klaus Kinski, 105 Min, digital
Darryl F. Zanuck bezeichnete den Film als einen der besten Western aller Zeiten.Der österreichische Regisseur Michael Haneke gilt auch als großer Fan des Filmes und bezeichnete das Ende in einem Interview mit der Zeitung Die Zeit als einmalig. Das einzige Stück mit einer ähnlichen Handlungsstruktur, das ihm einfiele, sei Monteverdis Oper Die Krönung der Poppea.[3]Die Darstellung von Jean-Louis Trintignant und ganz besonders Klaus Kinski ist hervorzuheben, ebenso wie die prägende Musik von Ennio Morricone. Diese wurde auch von der Band Thievery Corporation verwendet. Die Grindcore-Band Cripple Bastards veröffentlichte eine EP, die den Originaltitel des Films trägt.


1969 :Marquis de Sade: Justine (R: Jess Franco!)
1970 Paroxismus (Venus im Pelz) (R: Jess Franco!)
1971 Das Gesicht im Dunkeln !! (KK in einer sympathischen Hauptrolle!
1972 Nachts, wenn Dracula erwacht (R: Jess Franco!)

Aguirre, der Zorn Gottes, BRD, 1972, R: Werner Herzog mit Klaus Kinski, Nicolas Del Negro, Peter Berling, 91 Min, digital

Jack the Ripper – Der Dirnenmörder von London (R: Jess Franco!)
Nachtblende [L’important c’est d’aimer] Frankreich, 1975, , R: Andrzej Żuławski mit Klaus Kinski, Romy Schneider, Fabio Testi, 109 Min, digital

„‚Nachtblende‘ ist ein Skandalfilm. Brutal, nackt, obsessiv und intensiv. Ein Filmgenuss der komplizierteren Art.“[1]
Zulawski erzählt also eine Geschichte, in der sich zwei Prinzipien nicht nur diametral gegenüberstehen, sondern miteinander verschränkt sind: das Prinzip Geld und das Prinzip Liebe. Es verschafft Macht in der Beziehung und produziert die Unmöglichkeit von Liebe – bis in den Tod. (Wikipedia)

Nosferatu – Phantom der Nacht, BRD, 1979, R: Werner Herzog mit Klaus Kinski, Isabelle Adjani, Bruno Ganz, 105 Min, digital
Herzog löst sich erst am Ende des Filmes von Murnau und Stoker, indem er seinem Film ein eigenes, pessimistisches Ende gibt. Lucy Harker besiegt den Vampir ebenso, wie es bei Murnau der Fall war, aber das „Virus“ Vampirismus überlebt im gebissenen Jonathan Harker, der zum neuen Nosferatu wird.Bei keinem anderen ist der Vampir so übermächtig wie bei Herzog. Sein Biss allein reicht zur Infektion und damit zur Verbreitung der Seuche, der Pest, die Herzog mit einer Unzahl von Ratten noch eindrucksvoller darstellt, als dies Murnau möglich war.Der Film ist die zweite Zusammenarbeit Herzogs mit Klaus Kinski, welcher den Vampir hier ähnlich überzeugend und furchterregend darstellt wie Max Schreck im Original. (Wikipedia)


Woyzeck, BRD, 1979, R: Werner Herzog mit Klaus Kinski, Eva Mattes, Wolfgang Reichmann, 77 Min, 35mm
Herzog entschied sich kurzfristig für Kinski in der Hauptrolle, dessen Erschöpfung nach Nosferatu er für den Film ausnutzen wollte. Herzog äußerte sich später selbstkritisch über die Besetzung der Hauptrolle. Eines Nachts sei ihm der Blitz der Erleuchtung gekommen, nur Kinski könne die Rolle spielen…WP

Fitzcarraldo, BRD, 1982, R: Werner Herzog mit Klaus Kinski, Claudia Cardinale, José Lewgoy, 158 Min, 35mm
Fitzcarraldo ist ein Film des Regisseurs Werner Herzog und war dessen vierte Zusammenarbeit mit Klaus Kinski. Dieser spielt einen Exzentriker, der im Dschungel ein Opernhaus bauen möchte und dafür scheinbar Unmögliches versucht. Der Film startete am 4. März 1982 in den bundesdeutschen Kinos. (wikipedia)

Cobra Verde, BRD,1987, R:Werner Herzog mit Klaus Kinski, King Ampaw:, Salvatore Basile, 106 Min, digital
Der Verriss des Kritikers Hellmuth Karasek in Ausgabe 49/1987 des Spiegels war der Hauptauslöser der eher negativen Bewertung des Films. Die Wortwahl Karaseks („ein schmutziges Stück Männerphantasie, ein klappriges Herrenmenschentum, geritten auf der Mähre Kinski“) zeugt jedoch eher von einer tiefen Abneigung gegenüber der Person Klaus Kinski als von einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Film.

Kinski Paganini, Italien, Frankreich,1989, R: Klaus Kinski mit Klaus Kinski, Debora Caprioglio, Nikolai Kinski 95 Min, digital

Jesus Christus Deutschland, 2008, R: Peter Geyer mit Klaus Kinski, digital, 84 Min
Jesus Christus Erlöser war als große Tournee durch ganz Deutschland geplant und wurde von Kinski am 20. November 1971 in der Deutschlandhalle in Berlin-Westend uraufgeführt. Vor 3000 bis 5000 Zuschauern [1] trug Kinski den Text als Monolog vor. Der Text umfasst etwa 30 Schreibmaschinenseiten (Kinski erwähnte dies während der Aufführung) und sollte in etwa 90 Minuten vorgetragen werden. Dies wurde durch Zwischenrufe aus dem Publikum („Arschloch“) unterbrochen. Kinski fiel aus der Rolle und beschimpfte die Provokateure. Er brach ab, um den Text nochmal anzufangen. Weitere Zwischenrufe brachten Kinski wieder aus der Fassung; er drohte, den Vortrag abzubrechen und verließ die Bühne. Zuschauer betraten die Bühne und wandten sich via Mikrofon an das Publikum. Ordner drängten einen Zuschauer von der Bühne; im weiteren Verlauf forderten einige Zuschauer, Kinski solle sich bei dem Zuschauer entschuldigen und skandierten „Kinski ist - ein Faschist“.