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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1                
    9,00 Euro Kino 1 Film + Gespräch  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro für Kinder bis 14 Jahre Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
 
 
  Di, 21.03. 17:00 Berlin-Premiere „Jean Ziegler - Der Optimismus des Willens“
  Mit Regisseur Nicolas Wadimoff, Produzent Emmanuel Gétaz
  & Überraschungsgast.  Moderation: Jörg Taszman
  CH 2016, R: Nicolas Wadimoff, 92 Min

Keine Reservierung möglich   TICKETS-ONLINE

„Nicolas Wadimoff kreiert die Sensation mit „Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens“, ein komplizenhaftes und schelmisches Porträt des umtriebigen Genfer Professors.“ Le Temps

„Ein sensibles und kompromissloses Porträt des umstrittenen ewigen Revolutionärs.“ Le Courrier

Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, gehört zu den renommiertesten Kritikern weltweiter Profitgier und ist einer der großen Idole der Antiglobalisierungsbewegung. Der streitbare Soziologe ist Autor zahlreicher scharfzüngiger Sachbücher, die erbitterte Kontroversen ausgelöst haben. Zuletzt erschien das provokante Debattenbuch „Ändere die Welt!“ im C. Bertelsmann Verlag und am 13. März 2017 bringt der Verlag sein neues Buch „Der schmale Grat der Hoffnung“ heraus.

Jean Ziegler wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Bekanntschaft mit Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Che Guevara. Er war Professor der Soziologie in Genf und Paris, Abgeordneter im Schweizer Nationalrat und von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Bekannt geworden ist unter anderem sein Satz: »Ein Kind, das durch Hunger stirbt, ist ein ermordetes Kind.« Derzeit ist Jean Ziegler Mitglied im Beratenden Ausschuss des UN-Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen.

„Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler greift die Beutejäger des globalisierten Kapitals scharf an – und ruft zu einer weltweiten Gegenbewegung von unten auf.“ (taz)
 

  Regisseur Nicolas Wadimoff: „Als 20-Jähriger, in einer Phase, in der ich mir nicht sicher war, ob ich mich in der sandinistischen Revolution engagieren oder Film studieren wollte, nahm ich in Genf an einem Soziologieseminar von Jean Ziegler teil. Die meisten Studenten kamen aus Ländern, in denen bewaffnete Gruppen die Befreiung, die Unabhängigkeit und die Revolution propagierten. Ich sympathisierte mit ihren Ideen vom Kampf gegen Imperialismus, Kapitalismus und Faschismus und fühlte mich zugleich abgestoßen von der dogmatischen und intoleranten Haltung einiger Studenten. Und auch von Jean Ziegler selbst. Ich bin nie nach Nicaragua gegangen, aber ich habe das Jahr darauf mein Filmstudium begonnen. Dank Jean Ziegler? Oder wegen Jean Ziegler? Vermutlich beides ein wenig.

30 Jahre später stellt sich die Frage: Wie dreht man einen Film über einen Mann, den man für sein Gedankengut und die Intensität seines Engagements bewundert, der aber auch offen kritisiert wird? Insbesondere wegen der Unschärfe und Parteilichkeit, mit der er die von ihm angeprangerten Tatsachen darstellt. Wie porträtiert man einen Mann, der ohne zu zittern, die Barone des internationalen Kapitals herausfordert, aber auch seine bedingungslose Unterstützung Ex-Revolutionären zuspricht, die inzwischen Diktatoren geworden sind? Einen Mann, der wie der Phönix aus der Asche aufersteht, dessen Antrieb ein ewiges Engagement zu sein scheint, wie hoch der Preis dafür auch sein mag?

Mehr geleitet von einer kritischen Empathie als von einer kritischen Distanz, habe ich versucht, Antworten auf meine Fragen zu finden. Dank unseres gegenseitigen Vertrauens konnte ich mit ihm dahin gehen, wohin er sonst gewöhnlich allein geht: Zu seinen Zweifeln und Widersprüchen, seinen intimen Wutausbrüchen und Ängsten und zu seiner tief sitzenden Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist.“