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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 6,50 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

30.6.-10.7.2011

 

HERBERT FRITSCH – FILME

 

Do, 30.6. - Sa, 2.7. in Anwesenheit von Herbert Fritsch!

  Vom 30. Juni bis 10. Juli präsentieren die Filmgalerie 451 und das Babylon die filmische Seite des erfolgreichen Schauspielers, Regisseurs und Bühnenbildners, der gerade erst mit zwei seiner Inszenierungen ("Nora" und "Bieberpelz") beim diesjährigen Theatertreffen zu Gast war. An jedem Abend der Retrospektive werden ein oder mehrere Filme von oder mit Herbert Fritsch im Babylon zu sehen sein. Herbert Fritsch wird an den ersten drei Abenden persönlich anwesend sein.

"Mich interessieren nur Bilder, Gesichter und der Rythmus von Sprache und Musik", sagte Herbert Fritsch auf die Frage, warum er Filme mache und, "dass er Geschichten zwischen den Bildern erzählt, ohne dass das Publikum dies bemerke". Erst Wochen nach dem Betrachten seiner Filme würden die Menschen begreifen, dass er Ihnen eine Geschichte untergejubelt habe und dann nachts aufwachen und ihn begeistert anrufen...

ELF ONKEL (D 2010) eröffnet das Programm, Fritschs erster Langfilm, den die Süddeutsche Zeitung als "radikalste Hamlet-Mutation seit Heiner Müllers Hamletmaschine" bezeichnete, wahrscheinlich der lustigste Experimentalfilm der letzten Jahre!

Mit seinem langjährigen Projekt HAMLET_X hat Herbert Fritsch in bisher 58 Kurzfilmen Hamlet in unterschiedlichsten Formen in unsere Zeit geholt und damit ein großes Mosaik und Labyrinth aus Szenen, Gesprächspartikeln, Interviews und Portraits geschaffen. Der Tagesspiegel schrieb einst, hamlet_X versammele das beste Ensemble der Stadt in einem Projekt! (u.a. mit Christoph Schlingensief, Ulrich Mühe, Corinna Harfouch, Carl Hegemann, Leander Haußmann, Wolfram Koch, Hannelore Hoger, Matthias Schweighöfer, Susanne Lothar, Kathrin Angerer, Paula Fünfeck) Unsere Retrospektive zeigt an zwei Abenden die erste und zweite Staffel.

Mit HAPPINESS IS A WARM GUN (CH 2001), Thomas Imbachs Verarbeitung der Suizid-Ereignisse um Petra Kelly und Gert Bastian und der Fortsetzung HAPPY TOO (CH 2002) sowie Frank Castorfs DÄMONEN (D 2000) und DER IDIOT (D 2006) zeigt die Retrospektive Filme in denen Herbert Fritsch als Darsteller brilliert.

DR. JEKYLL AND MRS. HEIDI (D 2006) und KINDERKARUSSELL (D 2007) sind zwei Filme, die Herbert Fritsch im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe realisiert hat. Er spielt und zeichnet für die Idee und Regie verantwortlich. Herbert Fritsch hat mit diesen Filmen (der Dritte ist gerade im Entstehungsprozess befindlich) das neue Genre des Info-Splatter-Horror-Tainements erfunden. Passend zu den Arztfilmen zeigt APOKALYPSE (D 2010), Fritsch dritter Film in diesem Programm, über 100 Kinder beim deklamieren der Sieben Siegel aus dem Buch 'Die Offenbarung des Johannes'.

Eine ganz besondere Entdeckung ermöglicht das Programm mit frühen Arbeiten von Herbert Fritsch, den Filmen DIE SUPPE (CH 1984), DER OHRENWURM (CH 1986) und ZITTERCHOR (D 1991).

Wer von all dem noch nicht genug hat, kann Herbert Fritsch gleich nebenan mit seiner neuesten Regiearbeit an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz erleben. Am 29. Juni kehrt Herbert Fritsch an die Bühne zurück, der er 15 Jahre lang als Schauspieler treu war, und feiert dort mit seiner Inszenierung von 'Die spanische Fliege' Premiere!

www.filmgalerie451.de
   
 

Programm

 

Do, 30.06. 21:00

  ELF ONKEL
D 2010, R: Herbert Fritsch, mit Alexander Khuon, Herbert Fritsch, Gitta Schweighöfer, Dimiter Gotscheff, Adolfo Assor, Thomas Lawinky, Sven Schlötcke, Werner Eng Mira Partecke, Maximilian Grill, Friedrich Liechtenstein,  Maria Hofstätter, Jule Böwe, Yvon Jansen, Henrike von Kuick, Alexander Scheer, Sabrina Zwach, BluRay, 110 Min

in Anwesenheit von Herbert Fritsch!

Hamletverfilmung, basierend auf der ersten Niederschrift des europäischen Mythos aus dem 13. Jahrhundert. Klassischer Stoff trifft hier auf wahnwitzige digitale Bild- und Soundästhetik und wird zu einer wilden Mixtur aus Camp und Kunst.

In einem kleinen Land, vermutlich im Norden Europas, ist etwas faul. Ganz vorne Familie Hamlet. Mord und Totschlag, Habgier, Neid, Eifersucht und Intrige sind die Triebfedern einer bedrohten Familie. Die Mutter heiratet den Bruder des Mannes nachdem dieser vergiftet wurde. Im Mittelpunkt steht der Sohn. Hamlet. Um ihn der Milchbruder, das Moormädchen, Kranz und Stern, der Lauscher, die Mutter und der Onkel, der sich vervielfältigt und sich am Ende allgegenwärtig um Hamlet zeigt! Hamlet nimmt Reissaus nach England, weil er alles durchschaut und nichts verändern kann. Dort trifft er auf Kinky King und seine wilden Töchter und nimmt Anlauf zum großen Showdown.
   
 

Fr, 01.07. 21:00 

  FRÜHE FILME:
DER OHRENWURM

CH 1986, R: Herbert Fritsch, 35mm, 12 Min
Männer treffen sich an einem geheimen Ort zum Ohrenbohrreigen und versetzen sich in einen Zustand, der einer Erleuchtung nahe kommt.
  DIE SUPPE
CH 1984, R: Herbert Fritsch, 16mm, 62 min
Ein Mann fotografiert eine Partypuppe. Ein anderer Mann wartet auf einen Bus. Wieder ein anderer geht in sein Büro, zieht sich aus und geht nackt wieder nach
  ZITTERCHOR
D 1991, R: Herbert Fritsch, 35mm, 12 min
Aus einem stillen See tauchen nach und nach frierende, zitternde Menschen auf. Jeder will zeigen, dass er mehr friert als der andere.
   
 

Sa, 02.07. 19:30  

  HAMLET_X (STAFFEL 1)
D 2001-2009, R: Herbert Fritsch, mit Christoph Schlingensief, Ulrich Mühe, Corinna Harfouch, Carl Hegemann, Leander Haußmann, Wolfram Koch, Hannelore Hoger, Matthias Schweighöfer, Susanne Lothar, Kathrin Angerer, 220 Min
Mit seinem langjährigen Projekt HAMLET_X hat Herbert Fritsch in bisher 58 Kurzfilmen Hamlet in unterschiedlichsten Formen in unsere Zeit geholt und damit ein großes Mosaik und Labyrinth aus Szenen, Gesprächspartikeln, Interviews und Portraits geschaffen.
   
 

So, 03.07 20:00  

  KURZFILME

DR. JEKYLL AND MRS. HEIDI D 2006, R: Herbert Fritsch, DVD, 14 Min
KINDERKARUSSELL D 2007, R: Herbert Fritsch, DVD, 17 Min

Zwei Filme, die Herbert Fritsch im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe realisiert hat. Er spielt und zeichnet für die Idee und Regie verantwortlich. Herbert Fritsch hat mit diesen Filmen das neue Genre des Info-Splatter-Horror-Tainements erfunden
   
  APOKALYPSE D 2010, R: Herbert Fritsch, Beta SP, 21 Min

Über 100 Kinder aus Oberhausen deklamieren aus dem Buch Offenbarung des Johannes Die Sieben Siegel.
   
 

Mo, 04.07. 21:00 

  HAPPINESS IS A WARM GUN
CH 2001, R: Thomas Imbach, mit Linda Olsansky, Herbert Fritsch, Angelika Waller, Sir Henry, 35mm, 92 Min
Petra, die grüne Friedenskämpferin der 80er-Jahre, wird im Schlaf von ihrem Gefährten, dem früheren Bundeswehrgeneral Gert erschossen. Kurz darauf erschiesst er sich selber. War es Mord oder hat sie sich diesen Schuss gewünscht? Was geht ab in Petra, während Gerts Kugel in ihren Kopf eindringt bis zu dem Moment, wo die Kugel stecken bleibt und Petra stirbt? Sie hat ein Flash-forward in die Gegenwart und erwacht im gläsernen Transit eines internationalen Flughafens. Auf ihrem Trip durch dieses moderne Fegefeuer ringt Petra zusammen mit Gert und anderen Personen aus ihrem Leben um den Sinn dieses Schusses. Als „Durchgeknallte“ entdeckt sie dabei die Wucht ihrer absoluten Wünsche.
   
 

Di, 05.07. 21:00

  HAPPY TOO
CH 2002, R: Thomas Imbach, mit Linda Olsansky, Herbert Fritsch, DigiBeta, 60 Min

Ging es im ersten Film darum wie die Leidenschaft zwischen Petra Kelly und Gert Bastian zum tödlichen Schuss führen konnte, so handelt HAPPY TOO von einer anderen Art von gefährlicher Beziehung: der Gratwanderung zwischen Spiel und Wirklichkeit.
HAPPY TOO ist keine «making of»-Dokumentation im herkömmlichen Sinn. Erkundet wird vielmehr die Kehrseite der Welt, die in Happiness Is a Warm Gun zur Darstellung kommt. Mit demselben unbestechlichen Blick, derselben Ironie und demselben Mut, mit denen Thomas Imbach die politisch-erotische Fantasie des Glamour-Paares Kelly/Bastian inszenierte, geht er hier einem anderen Mythos auf den Grund: dem vom Glamour der Filmschauspielerei.
   
 

Mi, 06.07. 21:00 

  HAMLET_X ( STAFFEL 2)
D 2001-2009, R: Herbert Fritsch, mit Christoph Schlingensief, Ulrich Mühe, Corinna Harfouch, Carl Hegemann, Leander Haußmann, Wolfram Koch, Hannelore Hoger, Matthias Schweighöfer, Susanne Lothar, Kathrin Angerer, ca. 181 Min

Mit seinem langjährigen Projekt HAMLET_X hat Herbert Fritsch in bisher 58 Kurzfilmen Hamlet in unterschiedlichsten Formen in unsere Zeit geholt und damit ein großes Mosaik und Labyrinth aus Szenen, Gesprächspartikeln, Interviews und Portraits geschaffen.
   
 

Do, 07.07. 21:00 

  ELF ONKEL
D 2010, R: Herbert Fritsch, mit Alexander Khuon, Herbert Fritsch, Gitta Schweighöfer, Dimiter Gotscheff, Adolfo Assor, Thomas Lawinky, Sven Schlötcke, Werner Eng Mira Partecke, Maximilian Grill, Friedrich Liechtenstein, Maria Hofstätter, Jule Böwe, Yvon Jansen, Henrike von Kuick, Alexander Scheer, Sabrina Zwach, Komi Mizrajim Togbonou, BluRay, 101 Min

Hamletverfilmung, basierend auf der ersten Niederschrift des europäischen Mythos aus dem 13. Jahrhundert. Klassischer Stoff trifft hier auf wahnwitzige digitale Bild- und Soundästhetik und wird zu einer wilden Mixtur aus Camp und Kunst.

In einem kleinen Land, vermutlich im Norden Europas, ist etwas faul. Ganz vorne Familie Hamlet. Mord und Totschlag, Habgier, Neid, Eifersucht und Intrige sind die Triebfedern einer bedrohten Familie. Die Mutter heiratet den Bruder des Mannes nachdem dieser vergiftet wurde. Im Mittelpunkt steht der Sohn. Hamlet. Um ihn der Milchbruder, das Moormädchen, Kranz und Stern, der Lauscher, die Mutter und der Onkel, der sich vervielfältigt und sich am Ende allgegenwärtig um Hamlet zeigt! Hamlet nimmt Reissaus nach England, weil er alles durchschaut und nichts verändern kann. Dort trifft er auf Kinky King und seine wilden Töchter und nimmt Anlauf zum großen Showdown.
   
 

Fr, 08.07. 20:00  

  DÄMONEN
D 2000, R: Frank Castorf, mit Herbert Fritsch, Kathrin Angerer, Hendrik Arnst, Henry Hübchen, Sir Henry, Bettina Janz, Astrid Meyerfeldt, Kurt Naumann, Milan Peschel, Silvia Rieger, Sophie Rois, Bernhard Schütz, Jeanette Spassova, Joachim Tomaschewsky, Ulrich Voß, Martin Wuttke, digital, 178 Min

'Dämonen' ist etwas, das zwischen Verstand, Körper und Bild geschieht. In einem letzten Haus kurz hinter der Westgrenze Russlands, zwischen Paris/Texas und Korleput/Mecklenburg-Vorpommern, Cindy Sherman, Dogma 95 und Duma 2000, inszeniert Frank Castorf seinen ersten Film 'Dämonen' als eine Art postsowjetisch-panslawistisches Panoptikum in seiner eigenen Spielfassung auf der Grundlage von Dostojewskis 'Dämonen' und Camus' 'Die Besessenen'.
   
 

Sa, 09.07. 19:30

  DER IDIOT
D 2006, R: Frank Castorf, mit Herbert Fritsch, Martin Wuttke, Bernhard Schütz, Jeanette Spassova, Ulrich Voß, Joachim Tomaschewsky, Sophie Rois, Cordelia Wege, Margarita Breitkreiz, Irina Potapenko, Hendrik Arnst, Milan Peschel, Alexander Scheer, Frank Büttner, Sir Henry, digital, 278 Min
Nach seiner ersten Dostojewkskij-Verfilmung 'Dämonen' hat Frank Castorf nun seinen zweiten Film gedreht, wieder ein langer Roman, wieder mit dem sagenhaften Volksbühnen-Ensemble. 'Der Idiot' vereinigt groteske Elemente, Tempo, ruhige Traumsequenzen, die Spannung eines Krimis, vor allem aber schafft er eins: Die Temperatur eines Schauspielerensembles einzufangen, das sich mit ungeheurer Lust und Leidenschaft in die Welt Dostojewskijs wirft.
   
 

So, 10.07. 20:00 

  HAPPINESS IS A WARM GUN
CH 2001, R: Thomas Imbach, mit Linda Olsansky, Herbert Fritsch, Angelika Waller, Sir Henry, 35mm, 92 Min
Petra, die grüne Friedenskämpferin der 80er-Jahre, wird im Schlaf von ihrem Gefährten, dem früheren Bundeswehrgeneral Gert erschossen. Kurz darauf erschiesst er sich selber. War es Mord oder hat sie sich diesen Schuss gewünscht? Was geht ab in Petra, während Gerts Kugel in ihren Kopf eindringt bis zu dem Moment, wo die Kugel stecken bleibt und Petra stirbt? Sie hat ein Flash-forward in die Gegenwart und erwacht im gläsernen Transit eines internationalen Flughafens. Auf ihrem Trip durch dieses moderne Fegefeuer ringt Petra zusammen mit Gert und anderen Personen aus ihrem Leben um den Sinn dieses Schusses. Als „Durchgeknallte“ entdeckt sie dabei die Wucht ihrer absoluten Wünsche.