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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

Hacking Justice

 

Deutsche Fassung am 3.7. 19:30 und 4.7. 20:00

 

OF [Englisch/Spanisch mit Engl. UT] am 5.7. 20:00

  Spanien, D, B, Schweiz 2017, R: ClaraLópezRubio, JuanPancorbo mit Baltasar Garzón, Julian Assange, Anschließend Q&A mit den Filmemachern, Moderation Wolfgang Hamdorf, 90 Min, DF Und OF (Engl./Spanisch) mit Engl UT  

Im Kampf um die Zukunft des Internets spielt die Enthüllungsplattform WikiLeaks eine wichtige Rolle. Wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente der US-Armee und -Behörden musste WikiLeaks Mitbegründer und Sprecher Julian Assange untertauchen.
Zu seinem eigenen Schutz lebt der Australier seit dem 19. Juni 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London.
Verlässt er die Botschaft, droht ihm die Auslieferung nach Schweden, wo seit September 2010 ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Vergehen an zwei Schwedinnen gegen ihn geführt wird. Die Mitglieder von WikiLeaks halten die Anklage gegen den Cyberaktivisten für eine Schmierkampagne, die der Organisation und ihm
selbst schaden soll. Assange fürchtet, dass Schweden ihn, sollte er sich stellen, umgehend an die USA ausliefert, die ihn dann wegen der illegalen Veröffentlichung der geheimen Dokumente zur Rechenschaft ziehen würde.

Seit 2010 wird Assange nun von dem renommierten spanischen Juristen Baltasar Garzón verteidigt. International bekannt wurde Garzón durch die maßgebliche Beteiligung an der Verhaftung des ehemaligen chilenischen Diktators Augusto Pinochet. Pinochet wurde am 16. Oktober 1998 in London festgenommen, nachdem Garzón von Spanien aus ein Auslieferungsbegehren gestellt hatte.

Die moralische Debatte über den ‚Fall Assange‘ findet täglich in den Medien und den sozialen Netzwerken statt. Dabei wird der WikiLeaks-Gründer nicht immer als Held, sondern auch als Verräter angesehen. Gerade die mögliche Beeinflussung der US-Wahlen durch die Hackerplattform wird kontrovers diskutiert.
Es wird spekuliert, dass die Veröffentlichung tausender E-Mails der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und anderer Parteifunktionäre mit zum Sieg des nun amtierenden Präsidenten Donald Trump beigetragen hat. Auch der Verdacht einer Zusammenarbeit von WikiLeaks mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, der womöglich ein großes Interesse am Wahlsieg Trumps gehabt hatte, steht im Raum.

WikiLeaks selbst streitet die politische Einflussnahme strikt ab und beruft sich auf seine Mission, Staatsgeheimnisse um Spionage, Krieg und Korruption ungefiltert enthüllen zu wollen. Die öffentliche Meinung ist gespalten. Ist Assange also ein Inernet-Journalist, ein Hacker, ein Freiheitskämpfer oder ein ruhmgieriger Gauner?