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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 7,00 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
  Eine Filmreihe für Michael Gwisedek
  15.01. - 15.02.2012
  Fr, 27.1. - 19:30 Michael Gwisdek zu Gast!
  Termine    Filme
  Am 14. Januar feiert Michael Gwisdek seinen 70. Geburtstag - das Babylon ehrt den Schauspieler und Regisseur mit einer Reihe mit 15 Filmen, mit sechs DEFA-Filmen, aber auch mit dessen eigenen Regiearbeiten & neueren Produktionen. Michael Gwisdek ist heute einer der bekanntesten & renommiertesten Schauspieler Deutschlands. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis, dem Silbernen Hugo in Chicago und als erster Deutscher mit dem Silbernen Bären ist er außerdem einer der erfolgreichsten Darsteller des Landes. In über 70 Kino- und Fernsehfilmen hat er mitgewirkt und darin das breite Spektrum seines darstellerischen Könnens unter Beweis gestellt: als schrulliger Charakter, als hinreißender Komödiant und ernster Melancholiker. In seinen Regie-Arbeiten überzeugt er mit ausgefeilten Figurenzeichnungen. Die fünfzehnteilige Filmreihe spiegelt seine künstlerische Entwicklung wieder.
   
  Filme
  Ärztinnen
DDR 1983, R: Horst Seemann, mit Judy Winter, Inge Keller, Rolf Hoppe, Michael Gwisdek, 35mm, 102 Min

Boxhagener Platz
D 2010, R: Matti Geschonneck, mit Samuel Schneider, Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, Jürgen Vogel, Meret Becker, Milan Peschel, 35mm, 102 Min
Di, 17.01. - 20:45

Coming Out
DDR 1989, R: Heiner Carow, mit Matthias Freihof, Dagmar Manzel, Michael Gwisdek, 35mm, 112 Min
Di, 17.01. - 17:45

Das Mambospiel
D 1998, R: Michael Gwisdek, mit Corinna Harfouch, Michael Gwisdek, Jürgen Vogel, Henry Hübchen, 35mm, 106 Min

Das Lied in mir
D / Arg 2009, R: Florian Cossen, mit Jessica Schwarz, Michael Gwisdek, 35mm, 95 Min
Mi, 18.01. - 20:45

Dein unbekannter Bruder
DDR 1981, R: Ulrich Weiß, mit Uwe Kockisch, Michael Gwisdek, Jenny Gröllmann, 35mm, 108 Min

Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen
BRD 1983, R: Hark Bohm, mit Michael Gwisdek, Marie Colbin, 35mm, 97 Min

Der Tangospieler
DDR 1990, R: Roland Gräf, mit Michael Gwisdek, Corinna Harfouch, Hermann Beyer, 35mm, 96 Min

Der Verdacht
DDR 1990, R: Frank Beyer, Vorlage: Volker Braun „Unvollendete Geschichte“, mit Michael Gwisdek, Christine Schorn, 35mm, 98 Min

Jadup und Boel
DDR 1981, R: Rainer Simon, mit Kurt Böwe, Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, 35mm, 103 Min
Mi, 18.01. - 18:00

Nachtgestalten
D 1998, R: Andreas Dresen, mit Michael Gwisdek, Dominique Horwitz, Myriam Abbas, 35mm, 103 Min

Olle Henry
DDR 1983, R: Ulrich Weiß, mit Michael Gwisdek, Hermann Beyer, Ursula Karusseit, Ulrich Mühe, 35mm, 100 Min
So, 15.01. - 14:00

Treffen in Travers
DDR 1988, R: Michael Gwisek, mit Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Uwe Kockisch, 35mm, 106 Min
Mo, 16.01. - 18:30

Vater Morgana
D 2010, R: Till Endemann, mit Michael Gwisdek, Christian Ulmen, Ulrike Krumbiegel, 35mm, 94 Min


Ärztinnen
DDR 1983, R: Horst Seemann, mit Judy Winter, Inge Keller, Rolf Hoppe, Michael Gwisdek, 35mm, 102 Min

Lydia Kowalenko ist langjährige, wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Pharmazie-Konzerns in der Bundesrepublik. Als ein mangelhaftes Firmenpräparat vermutlich Menschenleben gekostet hat, verlangt ihr Chef, dass sie bei der Vertuschung hilft. Als sie sich jedoch weigert und den Dienst am Menschen über den Gewinn des Unternehmens stellt, wird sie gekündigt. Ihre ehrgeizige Tochter Katja hingegen, Chirurgin an einem Krankenhaus, hat weniger Skrupel und verfolgt nur ihre Karriere. Deshalb führt sie eine Operation an einer jungen Patientin durch, die mehr der eigenen Forschung als der Genesung der Patientin dient und sogar als mögliche Ursache von deren Tod angesehen werden kann. Thomas, Sohn und Enkel der beiden Ärztinnen, erlebt als Hilfskraft in der Pathologie, wie mit solchen Fällen umgegangen wird: Dem Klinikdirektor gelingt es, den Fall komplett zu vertuschen. Das Blatt wendet sich jedoch, als Thomas durch einen Verkehrsunfall selbst zum Patienten wird. Nun ist auch er den Praktiken der behandelnden Ärzte ausgeliefert.

Die Filmadaption nach dem Bühnenstück von Rolf Hochhuth lief 1984 im Wettbewerb der Berlinale.

Boxhagener Platz
D 2010, R: Matti Geschonneck, mit Samuel Schneider, Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, Jürgen Vogel, Meret Becker, Milan Peschel, 35mm, 102 Min

1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner Boxhagener Platz erleben Oma Otti (Gudrun Ritter) und ihr zwölfjähriger Enkel Holger (Samuel Schneider) ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht, und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch-Winkler (Horst Krause) und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) erhält. Otti verliebt sich in Karl, und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit "revolutionären" Geheimnissen Frauen rumkriegt. Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt ...
Der vielfach preisgekrönte und am Boxhagener Platz aufgewachsene Berliner Regisseur Matti Geschonneck inszenierte den Film nach dem gleichnamigen Romandebüt von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch verfasste. Trockener Humor, Melancholie und Berliner Charme - mit diesen Zutaten wirft BOXHAGENER PLATZ einen Blick zurück auf die 60er Jahre. Und auf eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen einer friedhofs- und kochbegeisterten älteren Dame und einem eleganten Ex-Spartakisten.

Coming Out
DDR 1989, R: Heiner Carow, mit Matthias Freihof, Dagmar Manzel, Michael Gwisdek, 35mm, 112 Min

Wie ein Schlag trifft es Philipp, als er Matthias begegnet. Jetzt weiß er, worauf er ein Leben lang gewartet hat. Aber da ist Tanja, die Philipp liebt und ein Kind von ihm erwartet, da sind die gesellschaftlichen Vorurteile gegenüber homosexueller Partnerschaft. Keinem der beiden traut er sich die Wahrheit zu sagen und gerät deshalb in eine tiefe Krise. Aber mit der Einsamkeit und Verzweiflung wächst auch eine neue Klarheit und Philipp begreift, dass es für ihn keine andere Möglichkeit gibt, als sich selbst und sein leidenschaftliches Empfinden anzunehmen.

Trotz Widerstände bei der DEFA gelang Heiner Carow, dem Regisseur der berühmten "Legende von Paul und Paula“, eine sensible Liebesgeschichte als Plädoyer für die Toleranz, preisgekrönt mit dem "Silbernen Bären“ und dem "Teddy Award“ auf der Berlinale 1990.

Das Lied in mir
D / Arg 2009, R: Florian Cossen, mit Jessica Schwarz, Michael Gwisdek, 35mm, 95 Min

Während eines Zwischenstopps auf ihrer Reise nach Chile erkennt die Schwimmerin Maria (Jessica Schwarz) in Buenos Aires ein ihr fremdes Kinderlied wieder. Maria spricht kein Wort Spanisch, doch ohne zu verstehen, erinnert sie sich an den spanischen Text und die Melodie des Lieds. Verstört und aus der Bahn geworfen, unterbricht sie ihre Reise und bleibt in der fremden Stadt. Während sie sich auf die Suche nach einer Erklärung macht, taucht plötzlich ihr Vater Anton (Michael Gwisdek) in Argentinien auf. Er beichtet seiner Tochter die Wahrheit um ihre tatsächliche Herkunft. Maria hat die ersten drei Jahre ihres Lebens in Buenos Aires gelebt. Als ihre leiblichen Eltern 1980 als Opfer der argentinischen Militärdiktatur verschwanden, wurde Maria von Anton, der ein paar Jahre in einer argentinischen Firma arbeitete, und seiner Frau adoptiert und nach Deutschland gebracht. Nach dieser Beichte droht das vertraute Verhältnis zwischen Vater und Tochter an der jahrelang gelebten Lüge zu zerbrechen. Während Anton möglichst bald zurück nach Deutschland will, um die Vergangenheit ruhen zu lassen, will Maria in Buenos Aires bleiben, um sich auf die Suche nach ihrer argentinischen Familie zu machen. Mit den Namen ihrer Eltern macht sich Maria auf die Suche.

Das Mambospiel
D 1998, R: Michael Gwisdek, mit Corinna Harfouch, Michael Gwisdek, Jürgen Vogel, Henry Hübchen, 35mm, 106 Min

Dritte Regiearbeit von Michael Gwisdek: Im Mittelpunkt der Geschichte steht Martin, ein wenig erfolgreicher Schauspieler, der seine Zeit vor allem damit verbringt, ziellos durch Berlin zu streifen. Marti ist einer jener Typen, die es nie geschafft haben, wirklich erwachsen zu werden, und sein größter Traum ist es, als Regisseur einen Film über die "gute, alte Zeit" des Rock and Roll zu drehen. Eines Tages trifft er zufällig seine alte Freundin wieder, die Schauspielerin Maria. Sie ist in den Besitz eines Sacks voll Geld gelangt, den ein Bankräuber auf seiner Flucht zurücklassen musste – Geld, mit dem Martin und Maria endlich die Chance hätten, ihr Leben zu ändern und sich ihre Träume zu erfüllen.

Dein unbekannter Bruder
DDR 1981, R: Ulrich Weiß, mit Uwe Kockisch, Michael Gwisdek, Jenny Gröllmann, 35mm, 108 Min

Arnold Clasen ist Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. 1935, nach seiner Entlassung aus einem Konzentrationslager, entschließt er sich, in der Hamburger Widerstandsbewegung weiterzukämpfen. Abgetaucht in die Illegalität, lebt er aus Angst vor Verrat sehr unauffällig und zurückhaltend, wodurch er sich zunehmend isoliert. Arnold hält diesem seelischen Druck nicht stand, Misstrauen und Verdacht prägen sein Leben. Einzig Renate, seine große Liebe, vermag ihm Geborgenheit und Halt zu geben. Schließlich lernt Arnold seinen neuen Verbindungsmann Walter kennen, der mit Selbstsicherheit und Lässigkeit großen Eindruck auf ihn macht. Er bewundert Walter und sucht seine Freundschaft und treibt so immer weiter in den Strudel aus Lügen, Verrat und Verhaftungen. Von den Kritikern hoch gelobt, wurde "Dein unbekannter Bruder" für die Teilnahme an den Internationalen Filmfestspielen in Cannes nominiert – während der Regisseur im eigenen Land zunehmend unter politischen Druck geriet. Sein Film wurde vom Export ausgenommen und aus den heimischen Kinos schnell verbannt.

Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen
BRD 1983, R: Hark Bohm, mit Michael Gwisdek, Marie Colbin, 35mm, 97 Min

Nach dem Aufsehen erregenden Fall Marianne Bachmeier, die 1981 im Gerichtssaal den Mörder ihrer Tochter Anna erschoss. Hark Bohm will in seinem Film die Hintergründe der Tat erklären und wirbt um Verständnis für die Täterin: Marie Sellbach, eine starke Frau mit einem harten Leben, kann sich nicht um ihre 7-jährige Tochter Julia kümmern, da sie eine Szene-Kneipe in Hamburg führt und nachts arbeiten muss. Sie will Julia einem befreundeten Ehepaar zur Pflege geben. Aber eines Tages, als Marie nach alkoholisierten nächtlichen Streitereien nicht aus dem Bett kommt, verlässt Julia alleine das Haus, um jemanden zum Spielen zu suchen. An diesem Tag wird Julia von einem Sexualtäter vergewaltigt und ermordet. Anfeindungen, Selbstvorwürfe und Schuldgefühle führen zu Maries verzweifelter Tat.

Der Tangospieler
DDR 1990, R: Roland Gräf, mit Michael Gwisdek, Corinna Harfouch, Hermann Beyer, 35mm, 96 Min

Nach einer Erzählung von Christoph Hein mit Filmmusik des argentinischen Komponisten und Bandoneon-Spielers Astor Piazzolla: Weil der Historiker Hans Peter Dallow in der DDR den Pianisten eines Studentenkabaretts vertreten hat und dabei einen Tango begleitete, zu dem ein ihm unbekannter, vermeintlich "staatsgefährdender" Text gesungen wurde, verliert er seine Stellung und wird zu knapp zwei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung 1968 wird Dallows Situation nicht einfacher. Die Stasi versucht, ihn für ihre Sache zu gewinnen; zwei Herren namens Schulze und Müller zeigen dabei besonderen Einsatz. Dallow will sich nicht auf die Angebote einlassen – ihm droht als Gegner des Systems die Isolation. Seine persönliche Lage nimmt eine weitere Wendung, als die Truppen des Warschauer Paktes in die CSSR einmarschieren und den "Prager Frühling" beenden.

Der Verdacht
DDR 1990, R: Frank Beyer, Vorlage: Volker Braun „Unvollendete Geschichte“, mit Michael Gwisdek, Christine Schorn, 35mm, 98 Min

Frank Beyers erste Regiearbeit nach dem Fall der Mauer erzählt von einer Liebesgeschichte in der DDR Mitte der 1970er Jahre. Katrin wird von ihrem Vater, einem einflussreichen SED-Funktionär, aufgefordert, die Beziehung zu ihrem Freund Frank aufzugeben, der wegen einiger Auffälligkeiten staatspolitisch als bedenklich eingestuft wird.Katrins Weigerung zieht beträchtlichen Druck nach sich, so dass sie, um ihre eigene Karriere nicht zu gefährden, schließlich doch der Weisung des Vaters folgt. Als Frank sich jedoch das Leben zu nehmen versucht, stellt sie sich an seine Seite und nimmt alle Sanktionen in Kauf...

Jadup und Boel
DDR 1981, R: Rainer Simon, mit Kurt Böwe, Gudrun Ritter, Michael Gwisdek, 35mm, 103 Min

Jadup ist langjähriger Bürgermeister in der Altmark und sieht mit Freuden der 800-Jahr-Feier seiner kleinen Stadt Wickenhausen entgegen. Ausgerechnet während der Einweihung einer neuen Kaufhalle stürzt das nebenstehende, marode Gebäude ein und mit ihm brechen alte, unbewältigte Erinnerungen hervor. Denn in den Trümmern findet sich ein Buch, das Jadup einst mit Widmung dem Umsiedlermädchen Boel schenkte. Genauso wie Jadup war sie 1945 nach Kriegsende eine Fremde in der Stadt, als sie zusammen mit ihrer Mutter aus dem Osten kam. Jadup lehrte ihr, die ihn aufmerksam beobachtete, Lesen und Schreiben und sprach ihr voller Hoffnung von der neuen Zeit. Nach einer nicht aufgeklärten Vergewaltigung verschwand das Mädchen, da auch Jadup nicht vorbehaltlos für sie Partei ergriff. Lange hatte Jadup dieses Jugenderlebnis verdrängt, doch nun erinnert er sich seiner alten Jugendideale und versucht seinem Sohn Max, der ähnliche Zweifel erlebt, zu helfen. Eine vorsichtige Annäherung der Generationen beginnt.

Nachtgestalten
D 1998, R: Andreas Dresen, mit Michael Gwisdek, Dominique Horwitz, Myriam Abbas, 35mm, 103 Min

Während ganz Berlin sich auf den bevorstehenden Papstbesuch vorbereitet, driftet eine Hand voll Menschen durch die nächtliche Stadt. Da wäre zum Beispiel das obdachlose Paar Viktor und Hanna, die 100 Mark finden und beschließen, sich damit einmal eine Nacht in einem richtigen Bett zu gönnen.
Dann gibt es da noch die Prostituierte Patty mit ihrem ebenso gutmütigen wie naiven Freier Jochen, der vom Land nach Berlin gekommen ist, um eine Frau zu finden. Oder aber der leitende Angestellte Peschke (Michael Gwisdek), der am Flughafen einen kleinen Jungen aus Afrika kennen lernt – und ihn nicht mehr los wird. Auf ihrer Odyssee durch die nächtliche Metropole schlittern diese und andere Charaktere in teils amüsante, teils dramatische Situationen.

Olle Henry
DDR 1983, R: Ulrich Weiß, mit Michael Gwisdek, Hermann Beyer, Ursula Karusseit, Ulrich Mühe, 35mm, 100 Min

Der Frieden trägt noch überall die Spuren des Krieges. Da begegnen sich das Animiermädchen Xenia und der ehemalige Boxer Henry. Ihr Zusammensein gibt ihnen das Gefühl für eine Chance. Sie will sich aus dem Halbweltmilieu lösen, er ein Comeback im Boxring versuchen. Doch die Hinterlassenschaft seelischer Zerstörungen wiegt schwer. Ein Film voll eindringlicher Bildkraft.

Treffen in Travers
DDR 1988, R: Michael Gwisek, mit Corinna Harfouch, Hermann Beyer, Uwe Kockisch, 35mm, 106 Min

"Ihr seht schlecht aus, mein lieber Forster!“, meint Staatsrat Rougement und beschreibt doch sehr unzulänglich den ruinösen Zustand des Naturforschers, Ethnologen und Journalisten Georg Forster. Es ist der Herbst im Jahr 1793, und beide sind auf dem Weg zu einem geheimen Treffen auf neutralem Schweizer Boden. Dort ist Forster mit seiner Frau verabredet – seine große Liebe Therese, die er verlassen hat, um in Paris die französische Revolution zu verteidigen. Therese kommt in Begleitung ihres Liebhabers und ihrer beiden kleinen Töchter. Um die neue Beziehung legalisieren zu können, fordert sie formell die Scheidung. Doch bald zeigt sich, dass tiefe Bindungen zwischen den Eheleuten bestehen. Drei Tage voller Leidenschaft, psychischer Exzesse und hoffnungsreicher Momente folgen. Ausgezeichnetes Regiedebüt von Michael Gwisdek.

Michael Gwisdek: "Ich habe dem Defa-Chef Hans Dieter Mäde gesagt: 'Ich muss einen Film machen. Wenn nicht hier, dann woanders.' ... Mäde machte einen Deal mit mir: 'Mach den Film, aber lass meine Leute in Ruhe, ich will hier keinen unruhigen Laden wie bei euch am Theater."

Vater Morgana
D 2010, R: Till Endemann, mit Michael Gwisdek, Christian Ulmen, Ulrike Krumbiegel, 35mm, 94 Min

Eigentlich läuft im Leben von Lutz alles bestens. In seinem Job als Sicherheitsmann bei einer Geldtransportfirma fühlt er sich pudelwohl und in Annette, der Tochter seines Chefs, hat er die Frau fürs Leben gefunden. Auf dem anstehenden Betriebsfest will er ihr endlich einen Heiratsantrag machen. Aber ausgerechnet in dem Moment, als er Annette die alles entscheidende Frage stellen will, steht plötzlich sein Vater Walther neben ihm. Nie war der exzentrische Mann für ihn da gewesen, wenn er ihn gebraucht hätte. In den letzten Jahren hatten die beiden sich dann ganz aus den Augen verloren. Lutz war über diesen Zustand nicht unglücklich, besitzt der halbseidene Lebenskünstler doch das Talent, überall wo er auftaucht, heilloses Chaos zu stiften. Das ist auch diesmal nicht anders – die Hochzeit kann Lutz vorerst vergessen. Zu allem Überfluss überfällt Walther auch noch einen Geldtransport, den sein Sohn bewacht. Unglücklicherweise kann er sich hinterher jedoch nicht mehr an das Versteck der Beute erinnern – denn Walther leidet an Alzheimer. Als Lutz dies erfährt, wird ihm klar, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, endlich eine richtige Vater-Sohn-Beziehung mit Walther aufzubauen.
   
  Termine
  So, 15.1. 14:00 OLLE HENRY
Mo, 16.1. 18:30 TREFFEN IN TRAVERS
Di, 17.1. 17:45 COMING OUT
                20:45 Boxhagener Platz

Mi, 18.1. 18:00 Jadup & BOEL
                20:45 Das LIED IN MIR

DO, 19.1. 17:00 Dein unbekannter Bruder
                 19:00 Boxhagener Platz

Fr, 20.1. 18:00 Das Mambospiel
               20:00 Nachtgestalten

Sa, 21.1. 20:30 Der Tangospieler
SO, 22.1. 17:15 TREFFEN IN TRAVERS  
                 19:15 Keine Zeit für Tränen - Der Fall Bachmaier

Mo, 23.1. 17:15 Der Verdacht
                 19:00 COMING OUT
                 21:00 Nachtgestalten

Di, 24.1. 17:00 Ärztinnen
               19:00 Der Tangospieler
               21:00 Das LIED IN MIR

Mi, 25.1. 18:00 Jadup & BOEL  
   
  Do, 26.1.
18:30 Dein unbekannter Bruder
20:45 Vater Morgana

Fr, 27.1.
17:45 Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen
19:30 OLLE HENRY  - in Anwesenheit von Michael Gwisdek

Sa, 28.1.
19:00 Treffen in Travers
21:00 Nachtgestalten

So, 29.1.
17:45 Boxhagener Platz
19:45 Olle Henry

Mo, 30.1.
17:45 Coming Out
19:00 Das Lied in mir

Di, 31.1.
19:00 Das Mambospiel
21:00 Das Lied in mir

Mi, 1.2.
18:00 Jadup und Boel
19:00 Vater Morgana

Do, 02.02.
16:30 Der Fall Bachmeier – Keine Zeit für Tränen
18:00 Der Verdacht

Fr, 03.02.
16:45 Boxhagener Platz
18:45 Coming Out

Sa, 04.02.
13:45 Ärztinnen
15:45 Jadup und Boel
18:00 Treffen in Travers
20:00 Das Lied in mir

So, 05.02.
19:15 Vater Morgana

Mo, 06.02.
17:00 Dein unbekannter Bruder
19:00 Das Mambospiel

Di, 07.02.
18:15 Der Verdacht

Mi, 08.02.
18:00 Ärztinnen