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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 6,50 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
 
 

In Erinnerung an Frank Giering

 

Filmreihe bis 25.8. 2010

  "Weißt du was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Wenn’s so richtig scheiße ist, dann… ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo… wo’s am allerschönsten ist, müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment."
(Satz aus „Absolute Giganten“ von Frank Giering als Floyd…)

FLYER zum Herunterladen: 

 
  Mit Filmen wie "Funny Games", „Baader“, "Absolute Giganten" und „Hierankl“ wurde er berühmt - nun ist der deutsche Schauspieler Frank Giering im Alter von nur 38 Jahren gestorben. Wir zeigen diese Filme, als Berliner Erstaufführung „Freigesprochen“ (mit Corinna Harfouch, Lavina Wilson und Robert Stadlober) den Berlinale-Wettbewerbsfilm „Die Nacht singt ihre Lieder“ und einer der letzten Filme „Keine Angst“ mit dem großartigen Frank Giering noch einmal auf der großen Leinwand.
  Aufgrund der großen Resonanz haben wir noch folgenden Filme neu ins Programm genommen: Als Erstaufführung den Festivalprämierten „Die Kurve“ (2002),  „Der Himmel kann warten“ (2000), „Gran Paradiso“ (2000) und „Esperanza“ (2006).
   
  Absolute Giganten
D 1999, R: Sebastian Schipper, mit Frank Giering, Florian Lukas, Julia Hummer, Jochen Nickel, Musik: The Notwist, 35mm, 80 Min

FR, 23.7. 21:00 / MI 28.7. 19:45 / Mi, 4.8. 19:45 / Do, 5.8. 21:15 / Di, 10.8. 20:15 /DI, 24.8. 19:30

Drei Freunde, Floyd, Ricco und Walter, aus dem Hamburger Arbeitermilieuverleben ihren letzten gemeinsamen Abend. Einer von ihnen hat auf einem Frachter angeheuert, um so der trostlosen Enge des heimatlichen Alltags zu entkommen. Ziellos fahren sie durch die Nacht, auf der Suche nach dem Kick, um den nahenden Abschied zu verdrängen.

Frank Giering spielt den nachdenklichen, melancholische Floyd.
„Was ist das für ein Film? Er erzählt die Geschichte einer einzigen Nacht und packt dabei das ganze Leben. Gewinnen oder verlieren. Fallen, aufstehen. Fallen, aufstehen. Und immer wieder fallen und so lange es geht, aufstehen.“
(www.filmszene.de)
 
 
   
  Baader
D 2002, R: Christopher Roth, mit Frank Giering, Laura Tonke, Vadim Glowna, Birge Schade, 35mm, 109 Min

SA 24.7. 21:00, DI 27.7.19:45

BRD zwischen 1967 und 1972. Der Terrorist Andreas Baader (Frank Giering) inszeniert seinkurzes Leben wie einen Kinofilm, mit ihm und seiner Geliebten Gudrun Ensslin in den Hauptrollen. Er lebt wild und gefährlich. Mit lässiger Souveränität knackt er Autos, konsumiert Rauschgift, raubt Banken aus und baut Bomben. Er trifft auf Gleichgesinnte. Gemeinsam sagen sie als RAF dem Staat den Kampf an.
 
   
  Das Schloss
Ö 1997, R: Michael Haneke, nach einem Roman von Frank Kafka, mit Ulrich Mühe, Susanne Lothar, Frank Giering, Monika Bleibtreu, digital, 125 Min
FR, 30.7. 22:00 / MO, 2.8. 21:00 / Sa, 7.8. 21:45 / MO, 9.8. 20:30 / Mi, 11.8. 21:00

Der Versuch des Landvermessers K. (Ulrich Mühe) ins Schloss zu gelangen, schlägt ebenso fehl wie sein Versuch, sich in der zum Schloss gehörenden Dorfgemeinde anzusiedeln. Je mehr K. sich bemüht, desto weiter entfernt er sich vom Ziel. Die Bürokratie des Schlosses verhindert in ihrer Undurchdringlichkeit und Willkür jede Klärung seiner gesellschaftlichen wie existentiellen Situation. K. bleibt schlussendlich, was er am Tag seiner Ankunft war: ein - im günstigsten Fall - geduldeter Fremder.

Regisseur Michael Haneke entdeckte Giering nach einer Hauptrolle in dem Fernsehfilm Der Verräter und besetzte ihn in seiner Kafka Adaption als einen der beiden Gesellen von K..
   
  Der Himmel kann warten
D 2000, R: Brigitte Müller, mit Frank Giering, Steffen Wink, Catherine Flemming, digital, 94 Min

SA, 14.8. 21:00 / MO, 16.8. 19:00 / Sa, 21.8. 21:00 / Mo, 23.8. 22:00 / Mi, 25.8. 21:00

Von Kindesbeinen an dickste Freunde, stehen sich Alex (Frank Giering) und Paul (Steffen Wink) in einem Komiker-Wettstreit als Kontrahenten gegenüber. Dem Gewinner winkt ein Vertrag als TV-Moderator. Während Paul seinen ganzen Ehrgeiz investiert, nimmt Alex die Sache sportlich. Als sich dann herausstellt, dass er Krebs hat, bald sterben muss und die TV-Show niemals leiten wird, tut er alles, um Paul zum Sieg zu verhelfen.

..die berührende Darstellung von Frank Giering bleibt im Gedächtnis.“ (film-dienst 2000-26)

…“Die größte Leistung des Films liegt in dem Auftritt von Frank Giering, der den Alex spielt. Eindrucksvoll und glaubwürdig vermittelt er die Facetten dieser eigentlichen Hauptfigur, die Stärke, die es ihm auch in schweren Momenten möglich macht, an Andere zu denken, oder auf der Bühne lustig zu sein, die Hoffnungen auf ein bisschen Glück – und die Brüchigkeit von alledem angesichts des unmittelbar bevorstehenden Todes. Gerade in beklemmenden Szenen, etwa als ihm der Arzt die schreckliche Diagnose mitteilt, gelingt es Giering, Emotion zu zeigen und Anteilnahme hervorzurufen, ohne dass es in falsche Gefühle abgleitet“ (Rüdiger Suchsland, www.kinofenster.de)
   
  Die Kurve
D 2002, R: Felix Fuchssteiner, mit Frank Giering, Michael Schenk, Karl Heinz Gierke, 35mm, 50 Min
Berliner Erstaufführung

DO, 19.8. 22:00 / SO, 22.8. 18:00 / MO, 23.8. 19:00 / DI, 24.8. 19:30 / MI, 25.8. 18:00

Die Brüder Anton und Rudolph leben am Fuß eines steilen Berges, unterhalb einer gefährlichen Kurve. In regelmäßigen Abständen gerät dort ein Auto ins Schleudern und stürzt ab. Die Insassen sind sofort tot. Für die Brüder ist dies zur Lebensgrundlage geworden: Während Rudolph die Wagen repariert und verkauft, findet Anton seine Erfüllung als Bestatter und Schreiber von Grabreden. Alles ändert sich schlagartig, als eines Tages ein Unfallfahrer überlebt. - Nach einem Theaterstück von Tankred Dorst.

In „Die Kurve“, der auf über 20 Filmfestivals lief und mit vielen Preisen ausgezeichnet worden ist (u.a. Publikumspreise bei den Festivals Rhode Island, Slamdance, Edinburgh, Milwaukee) brilliert Frank Giering in der Hauptrolle als Anton.
www.kurve.mem-film.de

   
  Esperanza
D 2006, R: Zsolt Bács, mit Boris Aljinovic, Anna Thalbach, Frank Giering, Mavie Hörbinger, Andreas Hoppe, 35mm, 89 Min

Fr, 13.8. 21:30 / So, 15.8. 19:00 / Di, 17.8. 21:45 / So, 22.8. 19:00 / Di, 24.8. 21:30

Zehn Reisende verpassen am Silvesterabend die letzte Fähre. Ein winziger alter Dampfer ist die letzte Chance ihr Ziel zu erreichen. Die ereignisreiche Überfahrt zwingt sie unverhofft, vor den anderen und vor sich selbst ihre kleinen und großen Lebenslügen zu bekennen. Eine wilde Nacht nimmt ihren Lauf ...

Frank Giering spielt Franz, der in die Beziehungsunfähige Natascha (Mavie Hörbiger) verliebt ist.
   
  Gran Paradiso
D 2000, R: Miguel Alexandre, mit Ken Duken, Regula Grauwiller, Gregor Törzs, Frank Giering, 35mm, 100 Min

Do, 12.8. 19:30 / Sa, 14.8. 18:00 / Mi, 18.8. 21:00 / Fr, 20.8. 21:00 / Mi, 25.8. 19:00

Seit einem Unfall ist Mark an den Rollstuhl gefesselt, sein großer Traum, einmal den Viertausender Gran Paradiso zu besteigen, unerreichbar geworden. Dem Selbstmord nahe, kann Physiotherapeutin Lisa ihn in letzter Minute durch ein gewagtes Versprechen stoppen: Sie wird ihn auf den Gipfel bringen. Mit Hilfe ihres Studienfreundes Martin, der inhaftierte Jugendliche betreut, organisiert sie eine ungewöhnliche Expedition: Drei ungleiche Freigänger und der geistig behinderte Harpo sollen Mark auf den Berg tragen...

Gierings Auftritt in Miguel Alexandres "Gran Paradiso" bescherte ihm beim Deutschen Filmpreis 2001 eine Nominierung als bester Nebendarsteller.
   
  Die Nacht singt ihre Lieder
D 2003, R: Romuald Karmakar, mit Frank Giering, Anne Ratte-Polle, Manfred Zapatka, Sebastian Schipper, 35mm, 90 Min

SA, 31.7. 20:15, Mi 4.8. 21:30

Ein junges Paar in der Großstadt. Sie (ANNE RATTE-POLLE) ist voller Energie und Lebenslust; sie will Spaß haben und glücklich sein. Er (FRANK GIERING) ist der Vater ihres gemeinsamen Babys und Schriftsteller, doch sein Leben ist ins Stocken geraten. Niemand will drucken, was er schreibt, und mit jeder Absage schwindet die Hoffnung auf künstlerischen Erfolg. So sitzt er den ganzen Tag auf dem Sofa und liest. Aber die junge Frau lässt nicht locker; sie will mehr vom Leben. Sie ermutigt ihn, sie provoziert ihn, sie drängt raus aus der Enge ihres Alltags. Die Schwiegereltern (MANFRED ZAPATKA, MARTHE KELLER) kündigen ihren Besuch an. Sie möchten den Enkel sehen. Doch dann sind sie ebenso schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind.
Halb ratlos, halb trotzig zieht die junge Frau nachts durch die angesagten Clubs der Stadt. Sie tanzt, sie flirtet, sie amüsiert sich. Hinter allem steht auch die Sehnsucht nach etwas Anderem, etwas Authentischem, etwas Sicherem, nach Liebe, nach Geborgenheit vielleicht. Sie kehrt zurück. Alles ist wie zuvor. Und doch hat sich alles radikal verändert. Die Nacht singt ihre Lieder…

Regisseur und Grimme-Preisträger ROMUALD KARMAKAR ("Der Totmacher", "Manila", "Das Himmler-Projekt") entwickelte eine virtuose Studie über die Klippen des Zusammenlebens. Im hochkonzentrierten, ungeheuer präzisen Spiel der beiden Schauspieler entfaltet sich eine knisternde Spannung, die die prekäre Gefühlslage der Figuren unmittelbar überträgt.
   
  Freigesprochen
Ö 2008, R: Peter Payer, mit Frank Giering, Lavina Wilson, Corinna Harfouch, Robert Stadlober, Alfred Dorfer, 90 Min
Der Film mit Frank Giering in der Hauptrolle erlebt seine Berliner Erstaufführung

Fr, 30.7. 20:15 / Sa, 31.7. 22:00 / Di, 3.8. 20:00 / Fr, 6.8. 21:00 / Sa, 7.8. 20:00

"Freigesprochen" ist eine Geschichte über Schuld und Lüge: In einem kleinen Ort löst der Kuss des korrekten Fahrdienstleiters Thomas Hudetz (Frank Giering), der seit 10 Jahren mit Hanni (Corinna Harfouch) verheiratet ist, und der Studentin Anna ein furchtbares Zugunglück aus, das viele Leben auslöscht und gleichzeitig das Leben aller Beteiligten aus den Fugen geraten lässt. Die gemeinsame Schuld und die gemeinsame Lüge treiben Thomas und Anna in eine obsessive Liebe, die nicht nur ihr Leben dramatisch verändert.

„In Freigesprochen transponiert Peter Payer den Kleinbürgerkosmos von Horvaths Theaterstück Der Jüngste Tag gekonnt in die Gegenwart, und verwandelt mit zeitloser Ausstattung und klarer Sprache den Schauplatz im kleinen burgenländischen Seewinkel in eine universelle Seelenlandschaft. Ein packendes, intensives Drama - ohne Kompromisse und in großen Bildern auf die Kinoleinwand gebracht.“ (www.skip.at/film/10988/)
http://www.trailerseite.de/archiv/trailer-2008/freigesprochen-trailer.html
 
   
  Funny Games
Ö 1996, R: Michael Haneke, mit Susanne Lothar, Ulrich Mühe, Arno Frisch, Frank Giering, 35mm, 109 Min

MO, 26.7. 21:45 / DI 27.7. 22:00 / Di, 3.8. 21:45 / So, 8.8. 20:00 / Di, 10.8. 22:00

Zwei milchgesichtige Psychopathen schleichen sich in das Wochenende einer dreiköpfigen Familie. Eine ausweglose Katastrophe nimmt ihren Lauf. Warum? Nur so zum Spaß.

Filmemacher Michael Haneke entdeckte Giering nach einer Hauptrolle in dem Fernsehfilm Der Verräter und besetzte ihn für zwei seiner Filme – nach Das Schloß folgte Funny Games (1997). Durch seine Rolle als psychopathischer, gnadenloser Killer in wurde Giering über Nacht bekannt.
   
  Hierankl
D 2003, R: Hans Steinbichler, mit Johanna Wokalek, Barbara Sukowa, Josef Bierbichler, Frank Giering, 35mm, 93 Min

SO, 25.7. 19:00 / MI, 28.7. 21:30 / DO, 29.7. 21:45 / So, 1.8. 18:30 / So, 8.8. 18:00

erzählt eine Mutter-Tochter-Geschichte, die auf einen Weiler im bayerischen Chiemgau führt. Für Lene Thurner ist Hierankl ein einsames Gehöft am Rande der Alpen, in dem ihre Familie wohnt, die sie seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hat. Jetzt geht sie zurück und entdeckt das Geheimnis ihrer Familie. Das ihrer Mutter Rosemarie, ihres Vaters Lukas und des früheren Freundes der Eltern, Götz, das weit mehr ihr eigenes ist, als sie ahnt.

Frank Giering spielt Lenes Bruder Paul, der anlässlich des bevorstehenden Geburtstags nach Hierankl kommt.
   
  Keine Angst
D 2009, R: Aelrun Goette, mit Frank Giering, Michelle Barthel, Carolyn Sophia Genzkow, Max Hegewald, 88 Min

DO, 22.7. 21:30 / MO 26.7. 19:45 / DO 29.7. 20:00 / Fr, 6.8. 19:15 / Mi, 11.8. 19:15

Rebecca, genannt Becky, wächst mit drei jüngeren Geschwistern und ihrer alkoholkranken Mutter in einer Hochhaussiedlung am Rande der Stadt auf. Nun ist sie fast 13 Jahre alt und hat ihre Kindheit hauptsächlich damit verbracht, auf die "Kleinen" aufzupassen, ihre überforderte Mutter zu unterstützen und sich in der Schule, im aggressiven Freundeskreis und im Leben an sich irgendwie durchzuschlagen. All ihre Geheimnisse teilt sie mit ihrer besten Freundin Melanie. Als Becky im Bus beim Schwarzfahren erwischt wird und ihr ein fremder Junge mit seinem eigenen Fahrschein aushilft, verliebt sich Becky das erste Mal. Mutig sucht sie Kontakt zu Bente, ihrem Helden aus dem Bus. Und auch der introvertierte Bente aus gutem Hause fühlt sich von der zarten, schüchternen Becky angezogen. Vielleicht kann Becky künftig eine ganz normale Teenagerliebe genießen?

Einer der letzten Filme mit Frank Giering. Er spielte einen arbeitslosen Säufer, der sich in einer Hochhaussiedlung am Rande der Stadt bei der Familie einer allein erziehenden Frau einnistet und „Keine Angst“ hat…

https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0703/magazin/0002/index.html