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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 7,00 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

Als Anlass des 75. Geburtstages zeigen wir am 23.7. 19:30 als Eröffnung der

 

George Retrospektive den Film GEORGE noch mal

   
 

George spielt George!

  Götz George spielt erstmalig seinen berühmten Schauspielvater Heinrich George. Vater und Sohn verkörpern ein deutsches Jahrhundert.

George, Deutschland, 2013, R: Joachim A. Lang mit Götz George, Muriel Baumeister, Martin Wuttke, Samuel Finzi, Hans Zischler, Thomas Thieme, Burghart Klaussner, Leonie Benesch, 115 min, digital

Ein Leben zwischen Verantwortung und Schuld, Bewunderung und Verachtung.
Die Widersprüche in seiner Person haben dafür gesorgt, dass Heinrich George einer der größten und gleichzeitig umstrittensten Schauspieler des 20.
Jahrhunderts wurde. George entschied sich in Deutschland zu bleiben und dort zu arbeiten - um zu überleben. Weil er nach 1933 in Deutschland in Propagandafilmen mitspielte, wurde er vom russischen Geheimdienst NKWD verhaftet und starb bereits im Alter von 52 Jahren in einem sowjetischen Lager.

Sein Sohn - Götz George - war gerade einmal sechs Jahre alt, als er seinen Vater das letzte Mal gesehen hat. Neben seinem Bruder Jan, gilt Götz George als einer der wichtigsten Zeitzeugen, wenn es um die letzten Jahre Heinrich Georges geht. In dem Doku-Drama spielt ein großer Schauspieler unserer Zeit, einen großen Schauspieler der damaligen Zeit. Jedoch spielt Götz George nicht nur seinen Vater Heinrich, sondern spricht auch über ihn. Die Mischung aus fiktiven Szenen, das viele bisher unveröffentlichte Material und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Schuld und Verantwortung eines Künstlers in der Nazi-Diktatur schaffen eine offene Form, die diesen Film einzigartig und sehenswert macht.
 
 

George spielt George! PROGRAMM

 
 

Di. 23.07.

  19:30 Eröffnung - Voraufführung:
George
D 2013, R: Joachim A. Lang. Mit Götz George, Muriel Baumeister, Martin Wuttke, Hanns Zischler, Thomas Thieme, Burghart Klausner. Digital, 115 Min.

Das von Joachim A. Lang initiierte, recherchierte und realisierte Doku-Drama zeigt die Faszination, die von der elementaren Gestaltungskraft Heinrich Georges ausging, ebenso wie die Widersprüche in seiner Person. Im Mittelpunkt des Films stehen die letzten Lebensjahre des Schauspielers. Dabei befasst sich "George" intensiv mit dem Thema der Schuld und Verantwortung des Künstlers in der Diktatur.
Anschließend Präsentation des Buches von Regisseur und Autor Joachim A. Lang: „Heinrich George – Eine Spurensuche“. Moderation: Friedemann Beyer

22:15  Mit sofortiger Wirkung zieht Romuald Karmaka den Film Der Totmacher von der Kinoauswertung zurück!
Wir Bedauern diesen Schritt. Der Film muss daher ausfallen.

Zum 75. Geburtstag Götz Georges:

Der Totmacher
D 1995, R: Romuald Karmakar. Mit Götz George, Jürgen Hentsch, Hans-Michael Rehberg, Matthias Fuchs. Digital, 110 Min.
Götz George als Serienmörder Fritz Haarmann, der durch den Gerichtspsychiater Ernst Schulze befragt wird. In dem vielfach ausgezeichneten Film, der nach den originalen Verhörprotokollen entstand, triumphiert Götz George als überragender Darsteller, dem es gelingt, den seelischen Abgrund eines Massenmörders begreifbar zu machen.

 
 

Mi. 24.07.

  18:00
Schleppzug M 17
D 1932/1933, R: Werner Hochbaum, Heinrich George. Mit Heinrich George, Berta Drews, Joachim Streubel, Wilfried Seyferth, Betty Amann. s/w 35mm, 78 Min. Der Schiffer Henner Classen lebt und arbeitet mit seiner Familie auf einem Schleppkahn. Bei einem Landgang rettet Classens Frau den jungen Jakob vor dessen betrunkenem Vater. Die Classens nehmen den Jungen bei sich auf. Als Henner wenig später eine junge Kriminelle aus dem Hafenbecken rettet und auf das Schiff bringt, gerät das Idyll in Gefahr…

19:30
Dreyfus
D 1930, R: Richard Oswald. Mit Fritz Kortner, Grete Mosheim, Albert Bassermann, Heinrich George. s/w 35mm, 115 Min. George als Schriftsteller Emile Zola, der 1899 für die Freilassung des aufgrund einer antisemitischen Verschwörung verurteilten französischen Hauptmanns Dreyfus kämpft. Spannende Chronik eines Justizskandals.

21:45
Das Meer ruft
D 1932/1933. R: Hans Hinrich. Mit Heinrich George, Erika Helmke, Hans Mierendoff, Franz Stein, Ernst Busch, Albert Florath, s/w 35mm, 98 Min. Seemann Terje Wiggen zieht es immer wieder auf See. Vergeblich verspricht er seiner Frau, zu Hause zu bleiben, als sie ein Kind bekommt. Dann bricht der Krieg aus, Terje versenkt auf einem Zerstörer feindliche Schiffe. Als er heimkehrt, steht er vor den Trümmern seines Lebens. Entstanden nach einer Vorlage von Henrik Ibsen
 
 

Do. 25.07.

  19:00
Überflüssige Menschen
D / SU 1926, R: Alexander Rasumny. Mit Eugen Klöpfer, Heinrich George, Albert Steinrück, Fritz Rasp, Werner Krauß, s/w 35mm, 107 Min. Portrait der skurrilen Bewohner einer russischen Kleinstadt zur Zarenzeit. Inmitten eines Spitzenensembles brilliert George als Kutscher Balagula, der seinen Freund, dessen Frau mit einem anderen durchgebrannt ist, vor dem Selbstmord rettet. Die erste deutsch-sowjetische Koproduktion entstand nach Motiven mehrerer Tschechow-Novellen.
Mit Live-Begleitung (Piano)
 
 

Fr. 26.07.

  18:00 Berlin – Alexanderplatz D 1931, R: Phil Jutzi. Mit Heinrich George, Maria Bard, Margarete Schlegel, Bernhard Minetti, Albert Florath, Jakob Tiedtke. s/w 35mm, 88 Min. George als Franz Bieberkopf, ehemals Transportarbeiter, heute vorbestrafter Straßenhändler. Die Personifizierung eines Getretenen, eines Verlierers in der ersten Verfilmung des Romans von Alfred Döblin. Die Außenaufnahmen des Films zeigen den Alexanderplatz und seine umliegenden Straßen so, wie Döblin ihn wenige Jahre vorher beschrieben hat.
 
 

Sa. 27.7.

  18:00 Metropolis D 1925/1926, Soundrack R: Fritz Lang. Mit Gustaf Fröhlich, Brigitte Helm, Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Heinrich George, Fritz Rasp, s/w digital, 153 Min. George als sinisterer Arbeiterführer Got, Ein Gigant der Unterwelt, der als einziger von dort Zutritt zu Joh Fredersens Büro und Kommandozentrale hat. Vergeblich versucht er, seine Leute am Maschinensturm zu hindern – und sorgt zuletzt für die Versöhnung von Hirn und Hand.
  o h n e Live-Begleitung´.
 
 

So. 28.07.

  14:00 Tribute to Götz George: Der Schatz im Silbersee D 1962 R: Harald Reinl. Mit Pierre Brice, Lex Barker, Götz George, Karin Dor, Eddi Arent. Digital, 111 Min. Götz George als Fred Engel auf der Suche nach den Mördern seines Vaters. Der trug das Stück einer Schatzkarte bei sich, die zum geheimnisvollen Silbersee führt. Zusammen mit seinen Freunden Winnetou und Old Shatterhand macht sich Fred an die Verfolgung der Banditen.

18:15 Der Sträfling aus Stambul D 1929, R: Gustav Ucicky. Mit Heinrich George, Betty Amann, Paul Hörbiger, Willi Forst, Trude Hesterberg. s/w 35mm, 85 Min. Roman einer Resozialisierung: Nach langer Haft kehrt der Ganove Thomas Zezi nach Hause zurück und findet dort seine Freundin mit einem anderen. Nach ihrem Rausschmiss beschließt er, ein neues, besseres Leben zu beginnen. Ein Mädchen aus gutem Haus wird ihm dabei behilflich sein. Doch vorher muss er einige Prüfungen bestehen. Live begleitet von Ekkehard Wölk (Piano)

20:00 Der Postmeister D 1940. R: Gustav Ucicky. Mit Heinrich George, Hilde Krahl, Siegried Breuer, Hans Holt, Ruth Hellberg, Margit Symo, Erik Frey, s/w 35mm, 92 Min. Georges vielleicht eindringlichste (film-)schauspielerische Leistung als gebrochener Vater der schönen Dunja, die von einem durchreisenden Rittmeister mit Versprechungen auf eine reiche Heirat aus der russischen Provinz nach St. Petersburg gelockt wird und dort als Mätresse landet. Dass Dunja ihrem auf Besuch kommenden Vater etwas anderes vorspielt, macht alles nur noch schlimmer. Kongeniale Verfilmung von Alexander Puschkins gleichnamiger Novelle.

 
 

Mo. 29.07.

  18:15 Das Mädchen Johanna D 1935. R: Gustav Ucicky. Mit Angela Salloker, Gustaf Gründgens, Heinrich George, René Deltgen, Erich Ponto, Willy Birgel, Theodor Loos, s/w 35mm, 87 Min. Frankreich im 15. Jahrhundert: Der Krieg gegen England hat das Land geschwächt, König Karl ist machtlos. Da tritt eine junge Frau an, ihre Heimat zu retten, in höherem Auftrag. Mit ihr lernt das französische Heer wieder siegen. Dann wird sie verketzert und als Hexe verbrannt. Verfilmung des Jeann d’Arc-Dramas, frei nach Schiller, mit George als Herzog von Burgund, Verbündeter Englands.

20:00 Hitlerjunge Quex D 1933. R: Hans Steinhoff. Mit Heinrich George, Berta Drews, Jürgen Ohlsen, Claus Clausen, Rotraut Richter. s/w 35mm, 95 Min. Heini Völker, Druckerlehrling und Sohn eines Kommunisten, wechselt ins Lager der Hitlerjugend und verrät einen geplanten kommunistischen Anschlag. Sein arbeitsloser Vater, der Heinis neue politische Gesinnung anfangs mit Schlägen ahndet, wird ebenfalls zum Nationalsozialisten. Der Film reflektiert Georges eigenen politischen Gesinnungswandel. Einführung und Diskussion: Friedemann Beyer
 
 

Di. 30.07.

  18:00 Heimat D 1938. R: Carl Froelich. Mit Zarah Leander, Heinrich George, Ruth Hellberg, Lina Carstens, Paul Hörbiger, Georg Alexander. s/w 35mm, 98 Min. George als reaktionärer Oberst a.D., der seine aus den USA heimgekehrte Tochter verleugnet, mit der er gebrochen hatte. George vermittelt die Fragwürdigkeit überholten patriarchalischen Ordnungsdenkens der wilhelminischen Zeit. Emotional aufgeladenes Vater-Tochter-Drama mit einer aufwühlenden Versöhnungsszene.

20:00 Jud Süss D 1940. Regie: Veit Harlan. Mit Ferdinand Marian, Kristina Söderbaum, Heinrich George, Werner Krauss, Eugen Klöpfer, Malte Jäger s/w 35mm, 98 Min. George als Herzog von Württemberg, der seinem Finanzberater Süß Oppenheimer hörig wird und wegen seiner durch hohe Steuern finanzierten Verschwendungs-sucht das Volk gegen sich aufbringt. Es gipfelt in der Verurteilung und Aufhängung des Juden. Veit Harlans antisemitischer Hetzfilm propagiert den Genoizid und stellt ihn als Akt der Notwehr dar. Einführung und Diskussion: Friedemann Beyer

22:00 Berlin – Alexanderplatz D 1931, R: Phil Jutzi. Mit Heinrich George, Maria Bard, Margarete Schlegel, Bernhard Minetti, Albert Florath, Jakob Tiedtke. s/w 35mm, 88 Min. George als Franz Bieberkopf, ehemals Transportarbeiter, heute vorbestrafter Straßenhändler. Die Personifizierung eines Getretenen, eines Verlierers in der ersten Verfilmung des Romans von Alfred Döblin. Die Außenaufnahmen des Films zeigen den Alexanderplatz und seine umliegenden Straßen so, wie Döblin ihn wenige Jahre vorher beschrieben hat.
 
 

Mi. 31.07.

  18:00 Das unsterbliche Herz D 1939 R: Veit Harlan. Mit Heinrich George, Kristina Söderbaum, Paul Wegener, Raimund Schelcher, Michael Bohnen, Franz Schafheitlin, s/w 35mm, 107 Min. George als Peter Henlein, Erfinder der Taschenuhr, der so von seiner Mission erfüllt ist, dass er seine junge Frau konsequent ignoriert. Rasend vor Eifersucht zerstört sie schließlich seine halbfertige Uhr. Er lässt sich dadurch nicht beirren, fängt von vorne an. George, ein heroischer Deutscher, eine Führernatur im Sinne der NS-Ideologie: „Wer etwas Großes wagen will, darf seine Frau nicht fragen, ob er es wagen darf.“

20:00 K 1 Kolberg D 1944, R: Veit Harlan. Mit Heinrich George, Horst Caspar, Kristina Söderbaum, Gustav Diessl, Irene von Meyendorff, s/w 35mm, 111 Min. George als Nettelbeck, Bürgermeister der von Franzosen belagerten Stadt Kolberg im Jahre 1806. Als Mann aus dem Volk, den Harlan als Sympathieträger mit Gemüt, Haltung und Improvisationstalent zeichnet, propagiert er den Volkssturm, mit Goebbels’schen Durchhalteparolen, die dieser offenbar zum Drehbuch beisteuerte. Einführung und Diskussion: Friedemann Beyer
 
 

Do. 1.8.

  18:00 Friedrich Schiller D 1940. R: Herbert Maisch. Mit Horst Caspar, Lil Dagover, Heinrich George, Friedrich Kayßler, Eugen Klöpfer, s/w 35mm, 102 Min. George als despotischer Herzog von Württemberg, der die besten seiner jungen Untertanen auf der Militärakademie gnadenlos schleifen lässt. So auch den jungen Schiller, der sich darüber empört – und „Die Räuber schreibt.“ Herbert Maischs Schiller-Film, als Huldigung eines Genies und Anklage gegen den Feudalismus gedacht, wurde zur Zeit seiner Erstaufführung auch anders aufgenommen: „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!“ An dieser Stelle gab es 1940 in deutschen Kinos Szenenapplaus.

20:00 Der Biberpelz D 1937. R: Jürgen von Alten. Mit Heinrich George, Ida Wüst, Rotraut Richter, Sabine Peters, Heinz von Cleve, Ernst Waldow, s/w 35mm, 98 Min. George als obrigkeitshöriger Baron von Wehrhahn, der in einem deutschen Kleinstaat um die Gunst seines Fürsten buhlt, indem er in seinem Amtsbezirk für Ruhe und Ordnung sorgen möchte. Tatsächlich geht es dort drunter und drüber, wozu Wehrhahns dramatischer Mangel an Menschenkenntnis beiträgt: harmlose Bürger werden von ihm kriminalisiert, Ganoven lässt er unbehelligt. Als sein Biberpelz gestohlen wird, geraten die Dinge vollends außer Kontrolle. George in einer für ihn seltenen komödiantischen Rolle, nach der Vorlage von Gerhart Hauptmanns gleichnamigem Theaterstück.
 
 

Fr. 2.8.

  18:15 Der große Schatten D 1942. R: Paul Verhoeven. Mit Heinrich George, Heidemarie Hatheyer, Will Quadflieg, Marina von Ditmar, Ernst Schröder, Ernst Stahl-Nachbaur, Ernst Legal, s/w 35mm, 95 Min. George als Schauspielmagnat, der Theater und Wirklichkeit verwechselt. Nachdem eine von ihm engagierte Kollegin seine Liebe verschmäht und sich einem zwielichtigen Mann zuwendet, der seine Tochter in den Selbstmord getrieben hat, klagt ihn der Vater auf offener Bühne an und geht auf ihn los. Damit ist die Karriere des berühmten Schauspielers und Intendanten schlagartig vorbei, er landet in der Psychiatrie. Nach seiner Entlassung verdingt er sich als Souffleur bei einer Provinzbühne. Dort hat er eine unerwartete Begegnung…

20:00 Der Postmeister D 1940. R: Gustav Ucicky. Mit Heinrich George, Hilde Krahl, Siegried Breuer, Hans Holt, Ruth Hellberg, Margit Symo, Erik Frey, s/w 35mm, 92 Min. Georges vielleicht eindringlichste (film-)schauspielerische Leistung als gebrochener Vater der schönen Dunja, die von einem durchreisenden Rittmeister mit Versprechungen auf eine reiche Heirat aus der russischen Provinz nach St. Petersburg gelockt wird und dort als Mätresse landet. Dass Dunja ihrem auf Besuch kommenden Vater etwas anderes vorspielt, macht alles nur noch schlimmer. Kongeniale Verfilmung von Alexander Puschkins gleichnamiger Novelle.

21:45 Wenn der Hahn kräht D 1935/1936. R: Carl Froelich, Rolf Hansen. Mit Heinrich George, Hildegard Barko, Hans Brausewetter, Marianne Hoppe, Carsta Löck, Claire Reigbert, Karl John, s/w 35mm, 88 Min. Heinrich George als Gemeindevorsteher, der seine Tochter gegen deren Willen an einen reichen Bauernsohn verheiraten will und dabei in einen Strudel eigener Begehrlichkeiten und Verwechslungen hineingerissen wird. Eine von Georges seltenen Komödien.
 
 

Sa 3.8.

  16:00 Ein Volksfeind D 1937. R: Hans Steinhoff. Mit Heinrich George, Herbert Hübner, Franziska Kinz, Carsta Löck, Hans Richter, s/w 35mm, 101 Min. George als Badearzt und Rebell gegen die festgefahrenen Strukturen eines Kurstadt-Kartells. Weil er dessen Kreise stört und vehement die Sanierung der maroden Anlagen kämpft, macht er sich in dem Ort viele Feinde, bis der Konflikt eskaliert und einer Klärung zutreibt, die den „Volksfeind“ rehabilitiert. Tendenziöse Adaption von Henrik Ibsens gleichnamigem Drama

18:00 Die Degenhardts D 1943/1944, R: Werner Klingler. Mit Heinrich George, Heinz Klingenberg, Ernst Legal, Wolfgang Lukschy, Gunnar Möller, Ilse Petri, s/w 35mm, 91 Min. Vater Degenhardt, der seit 29 Jahren beim Gartenbauamt der Stadt Lübeck arbeitet, freut sich auf seine längst fällige Beförderung – und wird stattdessen aus Altersgründen entlassen. Seiner Familie, die er streng patriarchisch führt, spielt er etwas anderes vor – und leidet unter dieser Lüge. Doch nicht lange, denn als der Krieg ausbricht, wird Vater Degenhardt tatsächlich wieder im Amt gebraucht. NS-Tendenzfilm, der den Zusammenhalt der Heimatfront beschwört.

20:00 Berlin – Alexanderplatz D 1931, R: Phil Jutzi. Mit Heinrich George, Maria Bard, Margarete Schlegel, Bernhard Minetti, Albert Florath, Jakob Tiedtke. s/w 35mm, 88 Min. George als Franz Bieberkopf, ehemals Transportarbeiter, heute vorbestrafter Straßenhändler. Die Personifizierung eines Getretenen, eines Verlierers in der ersten Verfilmung des Romans von Alfred Döblin. Die Außenaufnahmen des Films zeigen den Alexanderplatz und seine umliegenden Straßen so, wie Döblin ihn wenige Jahre vorher beschrieben hat.

21:45 Metropolis D 1925/1926, R: Fritz Lang. Mit Gustaf Fröhlich, Brigitte Helm, Alfred Abel, Rudolf Klein-Rogge, Heinrich George, Fritz Rasp, s/w digital, 153 Min. George als sinisterer Arbeiterführer Got, Ein Gigant der Unterwelt, der als einziger von dort Zutritt zu Joh Fredersens Büro und Kommandozentrale hat. Vergeblich versucht er, seine Leute am Maschinensturm zu hindern – und sorgt zuletzt für die Versöhnung von Hirn und Hand. Live begleitet von Ekkehard Wölk (Piano)
 
 

So. 4.8.

  14.15 Der Postmeister D 1940. R: Gustav Ucicky. Mit Heinrich George, Hilde Krahl, Siegried Breuer, Hans Holt, Ruth Hellberg, Margit Symo, Erik Frey, s/w 35mm, 92 Min. Georges vielleicht eindringlichste (film-)schauspielerische Leistung als gebrochener Vater der schönen Dunja, die von einem durchreisenden Rittmeister mit Versprechungen auf eine reiche Heirat aus der russischen Provinz nach St. Petersburg gelockt wird und dort als Mätresse landet. Dass Dunja ihrem auf Besuch kommenden Vater etwas anderes vorspielt, macht alles nur noch schlimmer. Kongeniale Verfilmung von Alexander Puschkins gleichnamiger Novelle.

16:00 Tribute to Götz George: Der Schatz im Silbersee D 1962 R: Harald Reinl. Mit Pierre Brice, Lex Barker, Götz George, Karin Dor, Eddi Arent. Digital, 111 Min. Götz George als Fred Engel auf der Suche nach den Mördern seines Vaters. Der trug das Stück einer Schatzkarte bei sich, die zum geheimnisvollen Silbersee führt. Zusammen mit seinen Freunden Winnetou und Old Shatterhand macht sich Fred an die Verfolgung der Banditen.

16:00 Andreas Schlüter D 1942, R: Herbert Maisch. Mit Heinrich George, Mila Kopp, Olga Tschechowa, Dorothea Wieck, Theodor Loos, Karl John, Marianne Simson, s/w 35mm, 110 Min. George als Barockbaumeister, der im Auftrag Kurfürst Friedrichs III. das Berliner Schloss erweitern soll. Durch sein autokratisches Auftreten macht sich das Genie Schlüter jedoch immer mehr Feinde. Auch Friedrich lässt ihn fallen. Schlüter flieht aus Berlin zu seiner Geliebten, wird aber vom Kurfürsten wieder zurück geholt, um jetzt für ihn die ganze Stadt umzugestalten. Die Pläne gipfeln in einem Wahnsinns-projekt: dem Bau des höchsten Turmes der Welt. Wird es gelingen? George als Protagonist eines weiteren NS-Films zum Thema „Große Deutsche“.

18:00 Aus einem deutschen Leben D 1977, R: Theodor Kotulla. Mit Goetz George, Elisabeth Schwarz, Kurt Hübner, Hans Korte, Matthias Fuchs, Kai Taschner, Farbe 35mm, 145 Min.
Bedingungsloser Gehorsam, akkurate Befehlserfüllung: mit diesen Eigenschaften schaffte es Rudolf Höß zum Kommandanten des KZ Auschwitz, als der er den industrialisierten Völkermord organisierte. Basierend auf der Biografie von Höß zeichnet der Film das Porträt eines durch und durch unauffälligen Menschen, der den Tod Hunderttausender herbei führte, ohne sich je dafür verantwortlich zu fühlen; schließlich hatte er nur auf Befehl gehandelt. Götz George verkörpert dieses Monster mit beklemmender Intensität und gibt dem Unfassbaren ein Gesicht.

 
  Ekkehard Wölk
Der Pianist, Komponist und Arrangeur Ekkehard Wölk ist nach einem absolvierten klassischen Klavierstudium in Lübeck und Hamburg sowie einem Musikwissenschaftsstudium in Hamburg und Berlin mittlerweile einer der gefragtesten Musiker auch im Bereich der Film – und Stumm-filmvertonungen.
Im Auftrag der Friedrich- Wilhelm- Murnau - Stiftung entstanden in den letzten Jahren u. a. auf DVD erschienene Kompositionen für die Stummfilmklassiker 'Die Finanzen Des Grossherzogs '
(Murnau, 1924) und 'Geheimnisse Einer Seele' (Pabst, 1926).
Zu Wölks Live- Repertoire als Stummfilmpianist gehören aber auch bekannte Werke von u. a. Lang, Lubitsch, Sternberg sowie die großen Slapstickkomödien von Keaton, Chaplin und Lloyd.
Daneben stellt Wölk in seinem Klavier- Trio mit Baß und Schlagzeug sowie seinem Streich - Quintett auf Festivals dem Publikum auch häufiger seine ausdrucksstarken jazz - geprägten Neuarrangements über klassisch gewordene Kinothemen von Nino Rota, Ennio Morricone und Bernard Herrmann vor