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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 9,00 Euro Kino 1  
  Mo - So 7,00 Euro Kino 2/3  
  Jeden Tag 4,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
  Kino Karten/Kasse/Informationen: Fon: +49 - (0)30 - 24 25 969 (ab 17.00 Uhr)
 
 
   
 

Do, 21.12. 21:00; Fr, 22.12. 22:00; Sa, 23.12. 19:30; 27.12. 22:00

   
 

UND NUR am 1.1.2018 18:00 UHR EINTRITT FREI für alle FREUNDE des

 

BABYLONS, die mit dem BABYLON-FREUNDESKREIS-TSHIRT kommen!

   
  Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb
 

Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

  (Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben)

GB/USA 1964. Regie: Stanley Kubrick. Drehbuch: Stanley Kubrick, Terry Southern, Peter Bryant. Mit Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Keenan Wynn, Slim Pickens. 94 Min, OmU

Weil er die Fluoridierung des Trinkwassers für eine kommunistische Verschwörung hält, befielt der paranoide US-Air-Force-General Jack D. Ripper eigenmächtig einen Atomschlag gegen die Sowjetunion. Die ihm unterstellten B 52 Bomber fliegen los. Auf einer Krisensitzung im „War Room“ des Pentagon informiert General „Buck“ Turgidson den Präsidenten über die Lage. Aus Angst vor einem Gegenschlag rät er, alle Atomwaffen der USA auf die Sowjetunion abzufeuern, um die „Roten“ endgültig zu besiegen. Der amerikanische Präsident ist entsetzt, bestellt den sowjetischen Botschafter in die Kommandozentrale und nimmt telefonisch Kontakt zu seinem russischen Amtskollegen auf. Was er von ihm erfährt, schockt die Anwesenden: Sollte die Sowjetunion getroffen werden, würde dies mit dem Abschuss der „Weltvernichtungsmaschine“ beantwortet werden, die jegliches Leben auf der Erde zerstört.

Kubrick: „The only way to tell the story was a black comedy”

Ken Adam: „Stanley wollte Realismus bis ins Letzte; er war fasziniert von der Idee, die Kampfszenen aus der Hand zu fotografieren, wie eine Wochenschausequenz. … Das Büro Sterling Haydens war realistisch, ebenso wie das Innere der Bomber, ausgenommen die beiden Atombomben, da wir damals die Kubakrise hatten und die amerikanischen Militärbehörden uns bei diesem Film nicht unterstützten! Wir wussten also nicht, wie die Bomben wirklich aussahen. Ich habe daher auf Übersteigerung gesetzt; Stanley hatte dann noch die brillante Idee, Slim Pickens darauf reiten zu lassen.“

Ein hilfloser US-Präsident, dem die Kontrolle über die eigenen staatlichen Organe entglitten ist, Militärflugzeuge, die als Machtdemonstration in fremdes Territorium eindringen: Kubricks Satire, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges entstanden, ist heute wieder so aktuell wie vor 50 Jahren.

Es war Kubricks erste Zusammenarbeit mit Set Designer Ken Adam, dessen fiktiver „War Room“ so echt wirkte, dass Ronald Reagan an seine Existenz glaubte und ihn nach seiner Wahl zum US-Präsidenten besichtigen wollte. Legendär sind Dialoge wie „Gentlemen, you can’t fight in here – this is the War Room!“ oder „Mein Führer, I can walk!”. Grandios Peter Sellers in gleich drei Rollen: als britischer Offizier, US-amerikanischer Präsident und als dessen wissenschaftlicher Berater „Dr. Seltsam“, zuvor in Diensten Nazi-Deutschlands, der immer wieder die Kontrolle über seinen rechten Arm verliert…
Auf Wunsch des US-Außenministerium gab es zu Filmbeginn die Information, dass dieses Szenario in Wirklichkeit ausgeschlossen ist.

„Dr. Strangelove“ erhielt vier Oscar-Nominierungen (Hauptdarsteller (Peter Sellers), Regie, Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch)und drei British Film Awards. Der Film markiert Kubricks endgültigen Durchbruch in die Liga der Top-Regisseure und zählt heute zu den 100 besten amerikanischen Filmen (American Film Institute, 2007).