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2009, R: Feo Aladag, mit Sibel Kekilli, Derya Alabora, Florian Lukas,
35mm, 119 Min
"Hör auf zu träumen!", sagt die Mutter (Derya Alabora) zu ihrer
25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen
Sohn Cem (Nizam Schiller) vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern
steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul
ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbst bestimmtes Leben
führen. Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel
zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als
alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre
Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen
kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie
beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, um den
Ruf der Familie wieder herzustellen, flieht Umay erneut und bricht alle
Brücken hinter sich ab. Umay verliebt sich in Stipe (Florian Lukas) und
baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder
mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu
spät dafür ist ...Man glaubt, die Geschichte aus den Nachrichten zu
kennen - aber Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin Feo Aladag
gelingt in ihrem atemberaubenden Kinodebüt DIE FREMDE ein
vielschichtiges und ergreifendes Familienportrait, fern jeglicher
Klischees. Unterstützt wird sie dabei von herausragenden Schauspielern:
Sibel Kekilli ("Gegen die Wand") entwickelt in der Hauptrolle einen Sog,
dem sich der Zuschauer nicht entziehen kann; an ihrer Seite spielen
Florian Lukas ("Nordwand"), Alwara Höfels ("Keinohrhasen"), Nursel Köse
("Auf der anderen Seite") und die türkischen Stars Derya Alabora und
Settar Tanriögen. Dieser Film hat nicht nur ein brisantes Thema, sondern
ist vor allem ein mitreißendes Kino-Erlebnis von seltener Kraft. |