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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 7,00 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
  Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

Do, 13. + Sa, 15.06.2013  Einblicke 2013 – neue filme der dffb.

   
 

Do, 13.06. - 20:15 Neuer deutscher Film

 

Einzelkämpfer

  D 2013, R: Sandra Kaudelka, mit Brita Baldus / Ines Geipel / Marita Koch / Udo Beyer, digital, 93 Min

Preview mit Regisseurin

Ein Dokumentarfilmdebüt über ehemalige Spitzensportler der DDR und ihr Leben
in zwei politischen Systemen.

„Einzelkämpfer“ erzählt die Geschichte von Menschen, die bis an die Grenzen ihrer mentalen und körperlichen Leistungsfähigkeiten gegangen sind - und darüber hinaus:
Olympiasiegerin Marita Koch ist die beste 400-Meter-Läuferin aller Zeiten. Sie erzielte fünfzehn Weltrekorde, ihr letzter ist bis heute ungebrochen. Sie avancierte zum Aushängeschild der DDR und wurde Erich Honeckers Lieblingssportlerin. Was sie nicht davor geschützt hat, auch unter die wachsamen Augen der Stasi zu geraten, denn solch einen Schatz galt es zu hüten.
Kugelstoßer Udo Beyer war das älteste von sechs Kindern einer Arbeiterfamilie. Der Leistungssport ermöglichte ihm, Abitur zu machen und die Welt zu sehen. Er wurde Olympiasieger und dreifacher Weltrekordler und blieb jahrelang Kapitän der DDR-Leichtathletikmannschaft. Heute betreibt der ewige Optimist ein Reisebüro in Potsdam.
Viel Optimismus braucht auch Brita Baldus Die ehemals beste Wasserspringerin der DDR hat es im wiedervereinigten Deutschland schwer Fuß zu fassen. Trotz zweier abgeschlossener Hochschulabschlüsse ist es nicht leicht, in ihrer Heimatstadt Leipzig einen Job zu finden, von dem man auch leben kann.
Die Sprinterin Ines Geipel wollte die Olympischen Spiele1984 in Los Angeles nutzen, um aus der DDR zu fliehen und für immer mit ihrem mexikanischen Geliebten zusammen zu sein. Sie geriet in die Mühlen der Stasi und erfährt erst durch die Aufarbeitung ihrer Akten von den stillen Zersetzungsmethoden des DDR Geheimdienstes. Sie hat großes Glück, diese überlebt zu haben. Heute ist sie Schriftstellerin und Professorin an einer der renommiertesten Schauspielschulen Deutschlands.

   
 

Sa, 15.06. - 15:00

 

Staub auf unseren Herzen 

  D 2012, R: Hanna Doose, mit Susanne Lothar, Stephanie Stremler, digital, 91 Min

Kathi (Stephanie Stremler) will als Schauspielerin in Berlin Fuß fassen. Mit ihrer speziellen langsamen Art eckt sie aber gerade in diesem Metier an. Sie ist das Gegenteil ihrer kontrollierten Mutter Chris (Susanne Lothar), einer erfolgreichen „Lebensberaterin“, die Kathis Versuche selbstständig zu werden untergräbt. Als Kathi ihren 4-jährigen Sohn für kurze Zeit verliert, ergreift Chris die Gelegenheit, ihrer Tochter das Kind weg zu nehmen. Außerdem ist Kathis Vater (Michael Kind) plötzlich wieder aufgetaucht, weil er seine Ex, Chris, zurück gewinnen will. Kathi gerät sofort zwischen die Fronten der Eltern. Wolfgang erinnert die Familie an die Vergangenheit, so dass Mutter und Tochter ihren Konflikt nicht länger unterdrücken können. Und endlich bietet Kathi ihrer Mutter die Stirn.
   
 

Sa, 15.06. - 17:00

 

Status of Life

  D 2012, R: Patricia Lewandowska, digital, 72 Min

In einem normalen Monat werden in Südafrika Schätzungen zufolge 4.500 Babys mit HIV geboren und 30.000 Erwachsene infizieren sich mit dem Virus. In der gleichen Zeit sterben im Land etwa 22.500 Menschen an AIDS. Die Zahl der geschätzten Vergewaltigungen liegt bei mehr als 40.000 Fällen – pro Monat. Vor diesem Hintergrund begibt sich der Dokumentarfilm „Status of Life“ auf die Suche nach Antworten für den Umgang mit der Allgegenwärtigkeit von HIV/AIDS in den südafrikanischen Townships. Wie gelingen Normalität und Alltag in solch extremen Lebenssituationen? Und: Wie viel sind sie wert in einem Land, das sich permanent auf dem schmalen Grat zwischen Leugnung und Hoffnung befindet?
Der Film blickt in den Alltag von vier Frauen aus Südafrika und dem Nachbarland Lesotho - sie alle eint der Wunsch, durch bessere HIV/AIDS-Aufklärung Leben zu retten, endgültig mit den vorherrschenden Tabus zu brechen und das eigene Land von der verheerenden Pandemie zu befreien. Routine, Humor, unbändige Lebensfreude, familiärer Zusammenhalt, Liebe – die Protagonistinnen leben Normalität und doch spürt der Zuschauer jederzeit, dass hier nichts normal ist während die Aussichten ungewiss bleiben...
   
 

Sa, 15.06. - 18:00

 

rbb Filme: Wildwechsel

  D 2013, R: Maria-¬Anna Rimpfl, digital, 27 Min

Der Student Thomas kommt einfach nicht aus seiner lieblosen Beziehung zur dominanten Gerlinde heraus -¬ dabei hat er sich doch längst in die Informatikerin Anne verliebt. Sein bester Freund Anton hat es schon wieder nicht hingekriegt seinen Liebhaber Bernd seinen spießigen Eltern vorzustellen. Die wiederum haben gerade ganz andere Probleme. Und eines Morgens, nach einer ausufernden Party, treffen sie alle in einem kleinen Landhaus, irgendwo in Brandenburg, aufeinander.
Und kein Stein wird auf dem anderen bleiben.
   
 

rbb Filme: Jetzt Jetzt Jetzt

  D 2012, R: Christin Freitag, digital, 30 Min

Spätsommer in Berlin. Die Stadt pulsiert und die Freunde Fabian, Bene und Richard streifen ziellos durch den Großstadtdschungel. Trotz Fabians stillem Protest verspotten seine Freunde den stillen Außenseiter Jakob. Die Aggressionen verschärfen sich als die Jungs sich abends Zugang zu Jakobs Zimmer verschaffen und der Schläger Borschwitz das Auto von Jakobs Mutter anzündet. Fabian kann seine Zuneigung zu Jakob nicht mehr unterdrücken und stellt sich gegen seine Freunde – vielleicht zu spät.
   
 

Sa, 15.06. - 19:00

 

rbb Filme: Rauch

  D 2012, R: Franziska Krentzien, digital, 29 Min

Manche trifft das Leben hart. Marie sitzt fest in der Ödnis einer ostdeutschen Provinz, verlassen von ihrer großen Liebe Thomas. Während der sein Glück im Westen sucht, pflegt Marie zuhause ihre kranke Mutter. Kommentarlos gibt sie sich der Monotonie des Fließbands in der Ketchupfabrik hin. Und dann kommt Thomas zurück. Ohne Vorwarnung. Mit seinem Kind und seiner neuen Frau Steffi. Die steht eines Morgens neben Marie an der Etikettier-Maschine. Welche Chance hat Marie jetzt noch, sich rauszuhalten? „Rauch“ lenkt die Aufmerksamkeit auf die kurzen Augenblicke, in denen Menschen sich jenseits vorgegebener Verhaltensmuster begegnen. In diese kurzen, oft komisch-absurden Begegnungen liegt eine bestechende Leichtigkeit. Einen Schritt neben der Spur offenbaren sich die wirklich wichtigen Fragen des menschlichen Miteinander.
   
 

Sa, 15.06. - 19:00

 

Sieniawka

  Polen / D 2013, R: Marcin Malaszczak, digital, 126 Min

In einer unwirklichen Zeit, in einer vom Braunkohletagebau entstell- ten Landschaft, leben noch Menschen. Alte Männer, mit vom Leben zerfurchten Gesichtern. Ein Kosmonaut mit einer verwitterten Montur inspiziert die entraubte Erde: Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich in dem wortkargen Spielfilm SIENIAWKA. Die Männer in der „Außenwelt“ leben in der „Freiheit“ einer Zone, die geografisch, politisch, filmhistorisch von einer apokalyptischen Gegenwart geprägt ist. Andere Männer sind in die„Innenwelt“ einer Anstalt geflohen, resi- gniert haben sie sich einem rigiden Alltag ergeben. Sie tragen traurige Pullover und Schlappen, bekommen ihre Suppe aus Eimern serviert und rauchen gemeinsam am geöffneten Fenster. Doch irgendwann wird es Sommer und das Licht zwischen den Birken wird gleißend hell, wie eine Verheißung. Wie wahr kann das Leben in einer von der Ge- schichte vergessenen Gegend sein? Sieniawka ist ein kleines Dorf im Grenzgebiet zwischen Polen, Deutschland und Tschechien, bekannt für seinen Grenzübergang – und für eine lokale Psychiatrie. Kaum mehr als eine Autostunde von Berlin entfernt, Leben auf einem frem- den Stern.