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Programm akt. Woche

  Kino Eintrittspreis:      
  Mo - So 7,00 Euro    
  Jeden Tag 3,00 Euro für Freundeskreis-Mitglieder  more
Ab 130 Minuten Filmlänge plus Euro -,50
  Ab 150 Minuten Filmlänge plus Euro 1,-
  Kinderfilm 4,- Euro Gruppen ab 10 Kinder 2,50 Euro  
  Bei Sonderveranstaltungen gesonderte Preise (laut Aushang)
 
   
 

19.7.- 28.7.

 

Berlin-Babylon #4   Das Stumm Film Live Festival

  präsentiert 
 

Lubitsch und Heymann

  PROGRAMM       Stummfilmmusiker
  Zehn Tage lang, vom 19. - 28. Juli 2013 sind im Babylon ca. 50 Filme - darunter viele geniale Komödien - von zwei Berlinern zu sehen: Das Kino widmet die Reihe Berlin-Babylon #4 Das Stumm Film Festival dem Regisseur Ernst Lubitsch und dem Komponisten Werner Richard Heymann. Unter der Überschrift "Das gibt's nur einmal" wird das Festival am Freitag, den 19. Juli mit einem frivolen Liederabend eröffnet, bei dem der Sänger und Entertainer Robert Kreis Songs und Anekdoten von und über Heymann und Lubitsch zum Besten gibt und damit Live auf den Ton des Festivals einstimmt. Nicola Lubitsch und Elisabeth Heymann, die Töchter der Filmemacher werden während des Festivals anwesend sein.

Das Festival präsentiert Lubitschs Gesamtwerk (soweit vorhanden), angefangen mit seinen ungeahnt frischen deutschen Komödien der 1910er und frühen 1920er Jahre, sowie Heymanns berühmte Ufa-Tonfilmoperetten. Besonderes Augenmerk legt das Babylon auf sechs von Lubitsch und Heymann zusammen gestaltete Hollywood-Produktionen, in denen sich die Berliner Wurzeln und Einflüsse wieder finden und die bis heute nichts von ihrer Originalität und Kraft verloren haben: Angel (Engel), Bluebeard's Eighth Wife (Blaubarts achte Frau), Ninotchka (Ninotschka), The Shop Around the Corner (Rendezvous nach Ladenschluss), That Uncertain Feeling (Ehekomödie), sowie To Be or Not To Be (Sein oder Nichtsein).

Die künstlerische Meisterschaft von Lubitsch und Heymann erst in Berlin, später in Hollywood beleuchtet ein besonderes Kapitel der deutschen und amerikanischen Filmgeschichte. Nach Charlie Chaplin (2011) und Buster Keaton (2012) rückt Berlin-Babylon # 4 nicht nur zwei der bedeutendsten Köpfe des deutschen Kinos in den Fokus, sondern verweist auch auf den einmaligen filmkulturellen Transfer zwischen Berlin und Los Angeles. Zu entdecken ist ein Spiegel einmaliger Kreativität made in Berlin - Lubitsch und Heymann - das ist unsere Stadt!

Während am Freitag Robert Kreis das Berlin der 20iger Jahre wieder lebendig macht, können wir am Samstag, den 20. Juli erleben, wie Greta Garbo das erste Mal in einem Film das Lachen lernt. Dieser Film wird eingeführt von Nicola Lubitsch, die einiges zur Entstehungsgeschichte des Films erzählen wird. Übrigens sind starke und emanzipierte Frauen ein Markenzeichen fast aller Lubitsch Filme! Wahrscheinlich ist Lubitsch sogar der Erfinder der Screwball-Comedy!

Sonntag, der 21.7. steht ganz im Zeichen der Premiere des von Tal Balshai nach Motiven von Werner Richard Heymann neu vertonten Films: Der große Sprung. Ebenfalls eine deutsche Berg-Kömodie, welche Heymann damals zur Premiere vertont hatte, deren Partitur aber verschollen ist. Der Komponist und Musiker Tal Balshai gilt als der bedeutendste Kenner von Heymanns Gesamtwerk. Seine erfolgreichen Bearbeitungen und Arrangements werden bei Konzerten von Dagmar Manzel, die er selbst am Piano begleitet, gefeiert. Eine weitere Neuheit bei dieser Stummfilmvertonung wird der Einsatz der Jodlerinnen Stella Maria Adorf und Katharine Mehrling sein. Elisabeth Trautwein-Heymann wird diese Veranstaltung mit einigen Anekdoten ihres Vaters einführen.

Lubitsch und Heymann sind in der deutschen Gegenwart nicht mehr präsent. Sehr zu Unrecht, wie wir finden. Lassen Sie sich überraschen. Das Beste liegt manches Mal gleich um die Ecke! Im Babylon.
   
  PROGRAMM      Stummfilmmusiker
 

19.7.- 28.7.

  rbb Fernsehen präsentiert:
 

Freitag, 19.7. 19:30 Uhr   Eröffnung: Das gibt's nur einmal – Robert Kreis singt

 

Werner Richard Heymann. Von und mit Robert Kreis. Live.

  Eintritt: 19,50 €    TICKETS-KAUFEN
Robert Kreis - Songs und Anekdoten von und über Heymann und Lubitsch.
Frivoler Liederabend! ca. 120 Min.
In Anwesenheit von Nicola Lubitsch und unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatssekretär André Schmitz.
Robert Kreis ist ein niederländischer Kabarettist, Pianist und Entertainer.

22:00
Ich bei Tag und Du bei Nacht
D 1932, R: Ludwig Berger. Musik: W.R. Heymann. Mit Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Julius Falkenstein, 35mm, 95 Min.
„Wenn ich sonntags in mein Kino geh’“ trällert Grete mit Vorliebe. Sie bewohnt ein Untermietszimmer, das ihre Wirtin tagsüber, wenn Grete arbeitet, ohne deren Wissen an den Nachtkellner Hans vermietet hat. Das kann nicht lange gut gehen. Oder etwa doch?

Kreis gilt als einer der Väter der in den 1980er Jahren aufgekommenen 20er-Jahre-Retrowelle, zu deren Protagonisten unter anderem die Berliner Künstler Max Raabe und Henry de Winter zählen.

Inspiriert durch seine Familie – seine Großmutter war Jazzpianistin und Bandleaderin einer Damenkapelle – lernte er früh Klavier spielen. In Holland machte er Abitur, anschließend fuhr er als Steward auf Kreuzfahrtschiffen, woraus sich seine ersten Auftritte ergaben.

In einer Kleinkunstschule fand er endgültig zu seiner heutigen künstlerischen Tätigkeit und widmet sich seit über 25 Jahren mit Solo- und Orchesterprogrammen der Unterhaltungsära der 1920er und 1930er Jahre. Anregung findet er in seiner umfangreichen Sammlung von zeitgenössischen Schellackplatten, Noten und Literatur.

Robert Kreis lebt seit 2008 in Berlin.

   
 

Sa, 20.7.

  Saal 1
14:00
The Shop around the corner (Rendezvous nach Ladenschluss)
USA 1940, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Margaret Sullavan, James Stewart, Frank Morgan; s/w digital, OmU, 97 Min.
In einem Lederwarengeschäft können sich die neue Mitarbeiterin Klara Novak und Alfred Kralik nicht ausstehen. Ohne es zu ahnen, stehen die beiden jedoch in einem romantischen Briefkontakt. „Ich habe nie einen Film gemacht, in dem die Atmosphäre und die Gestalten authentischer gewesen wären als in diesem Film.“ (Ernst Lubitsch)

16:30
So wie ein Wunder – Das singende Kino des Herrn Heymann.
D 2012 R: Helma Sanders-Brahms. Mit Elisabeth Trautwein-Heymann. Digital 52 Min.
Eine Reise durch die Welt der Ufa-Filmoperetten in den frühen 1930er Jahren – Werke voller Fröhlichkeit und Lebenslust, die durch Ausnahmetalente wie Werner Richard Heymann maßgeblich geprägt wurden. Helma Sanders-Brahms portraitiert ihn und seine Erfolgsmelodien, die auch international reüssierten.


18:00
Die Puppe
D 1919, R: Ernst Lubitsch; Mit Ossi Oswalda, Hermann Thimig, Victor Janson; s/w digital, 64 Min. (18 B/s)
Ein verwöhnter Erbe wird von seinem Onkel gedrängt zu heiraten. Von vierzig Jungfrauen gehetzt, flieht er ins Kloster und wird von den Mönchen, die durchaus eigene Interessen verfolgen, zu einer Scheinehe mit einer Puppe überredet. Diese jedoch zerbricht und so muss die Tochter des Puppenmachers als kurzfristiger Ersatz einspringen. Einer von Lubitschs frühen Meisterwerken, in dem er selbst auftritt.
Piano: Hada Benedito Mateo

20:15  Einführung: Nicola Lubitsch (Tochter von Ernst Lubitsch)
Ninotchka (Ninotschka) USA 1939, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire, s/w digital, OmU, 110 Min.
Die stramme Sowjet-Genossin Ninotschka wird nach Paris geschickt, in eine Stadt, in der die Frauen komische Hüte tragen. Ihr Auftrag: Verkauf von Juwelen. In der französischen Hauptstadt trifft sie Graf Léon, der sich sofort in die Kommunistin verliebt, Ninotschkas Antwort: „Ihr Typ wird bald ausgestorben sein!“ Großartige Polit-Satire mit bissigen Dialogen und einer ausgelassen lachenden Greta Garbo.

22:15
To Be or Not to Be (Sein oder Nichtsein)
USA 1942, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack; s/w digital, OmU, 98 Min.
Das von Deutschen besetzte Warschau Anfang der 1940er Jahre. Eine Gruppe polnischer Schauspieler führt unter der Leitung des Ehepaar Tura Anti-Nazi-Stücke auf. Es kommt zu fulminanten Verwechslungen zwischen Theater und Wirklichkeit: Lachen am Rande des Abgrunds, als Überlebensmittel. Bei seinem Erscheinen 1942 stieß To Be or Not to Be in den USA wegen angeblicher Verharmlosung der Nazis auf Missfallen. Heute zählt der Film zu den wichtigsten der Filmgeschichte.


18:00
Schuhpalast Pinkus
(D 1916) R: Ernst Lubitsch; Mit: Ernst Lubitsch, Hans Felix, Yo Larte, Erich Schönefelder; s/w, 35mm, 60 min (18 B/s) Mit Schuhpalast Pinkus gelang Lubitsch nicht nur sein Durchbruch als Regisseur, er spielt in diesem Film eine seiner markantesten Rollen. Der freche Sally Pinkus pfeifft auf Ordnung und Pünktlichkeit und fliegt deshalb von der Schule. Er kommt In einem Schuhgeschäft unter und beginnt unverzüglich mit der Tochter des Besitzers zu flirten.


Als ich tot war
D 1915, R: Ernst Lubitsch; Mit: Ernst Lubitsch, Louise Schenrich, Helene Voss; s/w 35mm, 37 Min. (18 B/s)
Zahlreiche Lubitsch-Filme zwischen 1913 und 1920 müssen als verloren angesehen werden. Lubitschs älteste erhaltene Regiearbeit dokumentiert sein Bemühen, nicht nur Komödien zu drehen. Das Ende seiner Ehe veranlasst einen Ehemann, Selbstmord vorzutäuschen. Als Diener verkleidet taucht er wieder auf und weist den neuen Geliebten seiner (Ex-)Frau in die Schranken.
Am Piano: Ekkehard Wölk

19:45
Heaven Can Wait (Ein himmlischer Sünder)
USA 1943, R: Ernst Lubitsch; Mit Gene Tierney, Don Ameche, Charles Coburn; Farbe digital, OmU, 112 Min.
Lubitschs vorletzter Film und sein einziger in satten Technicolor-Farben: Als Henry van Cleve mit 70 Jahren stirbt, wird er in der Hölle von dem wohl nobelsten Teufel der Filmgeschichte empfangen. Nachdem van Cleve sein Leben erzählt hat, verweigert ihm Satan den Eingang in die Hölle und schickt ihn kurzerhand mit dem Fahrstuhl („Up!“) in den Himmel.

22:00
Trouble in Paradise (Ärger im Paradies)
USA 1932, R: Ernst Lubitsch; Mit Miriam Hopkins, Kay Francis, Herbert Marshall; s/w digital, OmU, 82 Min.
Die beiden Gauner Gaston und Lily haben gerade in Venedig eine stattliche Summe erbeuten können und reisen zusammen nach Paris. Ihr neues Opfer: die reiche und schöne Mariette Colet. Gaston verliebt sich jedoch in Mariette und sehr zum Frust von Lily kann er sich nicht mehr entschließen, ob er nun tatsächlich Mariettes Safe knacken möchte. Ein Meisterwerk, Lubitsch dazu: „Was reinen Stil angeht, so glaube ich, nichts Besseres gemacht zu haben als "Trouble in Paradise" und nichts ähnlich Gutes.“

   
 

So, 21.7.

  Saal 1
17:00 
Der große Sprung     Einführung Elisabeth Trautwein-Heymann und Tal Balshai
D 1927, R: Arnold Fanck. Mit Leni Riefenstahl, Luis Trenker, Hans Schneeberger, Paul Graetz. Musik: Tal Balshai (nach Werner Richard Heymanns Originalmusik),
s/w 35mm, 122 Min.
Naturbursche Toni und der tollpatschige Michael aus Berlin bemühen sich beide um Ziegenhirtin Gita. Wem sie ihr Herz schenkt, soll durch ein waghalsiges Skirennen entschieden werden. Berg-Komödie mit tollkühnen Stunts und verblüffenden Kameraperspektiven.
Live begleitet von Tal Balshai mit den Jodlerinnen Stella Maria Adorf und Katharine Mehrling

19:30
Die Bergkatze
D 1921, R: Ernst Lubitsch; Mit Victor Janson, Pola Negri, Paul Heidemann; s/w 35mm, 82 Min. (20 B/s)
Lubitsch: „Der Film war ein vollständiger Fehlschlag, und doch besaß dieser Film mehr Einfallsreichtum und satirischen Bildwitz als viele meiner anderen Filme.“ Nach der Festnahme des Leutnants Alexis kommt es zwischen ihm und der Tochter des Banditenführers zum Geschlechterkrieg und zu einem absurden Kampf zwischen Räubern und Soldaten.
An der Babylon-Orgel: Anna Vavilkina

21:00
The Merry Widow (Die lustige Witwe)
USA 1934, R: Ernst Lubitsch; Mit Maurice Chevalier, Jeanette MacDonald, Edward Everett Horton; s/w digital, OmU, 99 Min.
Die reiche Witwe Sonia zieht nach Paris um dort einen Ehemann zu finden. Aus Angst vor dem Verlust der Steuereinnahmen schickt die Regierung Graf Danilo ebenfalls nach Paris, um die Witwe und besonders das viele Geld wieder in die Heimat zurück zu holen. Lubitschs letztes Musical und eines seiner besten: eine opulente MGM-Produktion mit den besten Kräften des Studios.

Saal 2

16:00
The Marriage Circle (Ehe im Kreise)
USA 1924, R: Ernst Lubitsch; Mit Adolphe Menjou, Marie Prevost, Monte Blue; s/w digital, OmU, 90 Min. (24 B/s)
In den USA mit historischen Kostümfilmen bekannt geworden, beginnt Lubitsch seine Hollywood-Karriere mit Gesellschaftskomödien. The Marriage Circle erzählt eine Fünfecksgeschichte, bestehend aus zwei Ehepaaren, einem glücklich und einem unglücklich. Dazwischen ein Freund des glücklichen Ehepaars, der unglücklich in die Frau seines Kollegen verliebt ist. Lubitschs erster großer Hollywood-Erfolg.

 

 

 

17:45
Cluny Brown
USA 1946, R: Ernst Lubitsch; Mit Charles Boyer, Jennifer Jones, Peter Lawford; s/w digital, OmU, 100 Min.
England 1939, kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs lernen sich zwei Außenseiter kennen: der vor den Nazis geflüchtete Professor Belinski und das Dienstmädchen Cluny Brown. Gemeinsam gehen sie gegen die erstarrte britische Klassengesellschaft vor.


19:45
One Million B.C. (Tumak, der Herr des Urwalds)
USA 1940, R: Hal Roach Jr. Mit: Victor Mature, Carole Landis. Musik: Werner Richard Heymann. s/w digital, 80 Min.
Tumak, prähistorischer Höhlenmensch, wird von seinem Stamm verbannt. Er findet einen friedvolleren Stamm, und dort die freundliche Loana, die sich seiner annimmt. Dann kommt es zum Konflikt mit Tumaks altem Stamm…
Frühes Hollywood-Steinzeit-Kultmovie, in dem Heymann mit einem virtuosen Score einmal mehr seine musikalische Vielseitigkeit unter Beweis stellt.

   
 

Mo, 22.7.

  Saal 1
18:00
Das fidele Gefängnis
D 1917, R: Ernst Lubitsch. Mit: Harry Liedtke, Kitty Dewall, Agda Nilsson, Emil Jannings; s/w 35mm, 49 Min. (20 B/s)
Sturzbetrunken wird Alex zu einer Nacht Gefängnis verurteilt. Der jedoch macht sich auf zur nächsten Party und trifft dort auf seine verkleidete Frau, welche er aber nicht erkennt.

 



Ich möchte kein Mann sein
D 1918 R: Ernst Lubitsch. Mit Ossi Oswalda, Curt Goetz, Ferry Sikla; s/w 35mm, 45 Min. (20 B/s)
Einmal mehr spielt Lubitsch gekonnt und ideenreich in "Ich möchte kein Mann sein" mit vertauschten Identitäten und Geschlechterrollen. Als Strafe für ihr rebellisches Verhalten verpasst man der wilden Ossi einen strengen Vormund. Die junge Frau verkleidet sich jedoch als Mann und trifft ausgerechnet auf ihren Vormund, der sie aber nicht erkennt. Zusammen verbringen sie trinkend und rauchend eine Nacht. Ossis Fazit am nächsten Morgen: Mann sein ist anstrengend!
An der Orgel: Anna Vavilkina

20:00
Bluebeard’s Eighth Wife (Blaubarts achte Frau)
USA 1938 R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Claudette Colbert, Gary Cooper, Edward Everett Horton; s/w digital, OmU, 85 Min.
Gary Cooper als exzentrischer Multimillionär: Schon sieben Mal verheiratet, möchte er eine Französin zu seiner achten Ehefrau machen. Über die Abfindung nach der Scheidung wird praktischerweise schon vor der Hochzeit geredet. Doch die junge Frau denkt gar nicht daran, sich widerstandslos dem Millionär hinzugeben.

22:00
Kohlhiesels Töchter
D 1920, R: Ernst Lubitsch. Mit Henny Porten, Emil Jannings, Gustav von Wangenheim, Jacob Tiedtke; s/w 35mm, 64 min (18 B/s)
Der Gastwirt Kohlhiesel möchte seine beiden ungleichen Töchter (beide von Henny Porten dargestellt) verheiraten. Zuerst muss jedoch für die kratzbürstige Liesl ein Ehemann gefunden werden. Und so schließt Xaver den Bund fürs Leben mit Liesl, nur um später die liebe Gretel heiraten zu können.

Die Puppe
D 1919, R: Ernst Lubitsch. Mit Ossi Oswalda, Hermann Thimig, Victor Janson; s/w 35mm, 64 Min. (18 B/s)
Ein verwöhnter Erbe wird von seinem Onkel gedrängt zu heiraten. Von vierzig Jungfrauen gehetzt, flieht er ins Kloster und wird von den Mönchen, die durchaus eigene Interessen verfolgen, zu einer Scheinehe mit einer Puppe überredet. Diese jedoch zerbricht und so muss die Tochter des Puppenmachers als kurzfristiger Ersatz einspringen. Eines von Lubitschs frühen Meisterwerken, in dem er selbst auftritt.
An der Orgel: Anna Vavilkina

Saal 2
18:15
The Smiling Lieutenant (Der lächelnde Leutnant)
USA 1931, R: Ernst Lubitsch. Mit Maurice Chevalier, Claudette Colbert, Miriam Hopkins, s/w digital, OmU, 93 Min. Niki ist Leutnant der königlich österreichischen Wache und unsterblich in Franzi verliebt. Deshalb lächelt er sogar im Dienst. Als Anna, die auf Besuch weilende Prinzessin des Nachbarlandes Flausenthurm, einen freundlichen Wink Nikis fälschlicherweise auf sich bezieht, möchte sie ihn sofort heiraten und entführt ihn auf ihr Schloss. Doch Nikis Geliebte Franzi gibt sich nicht so schnell geschlagen…

20:00
The Shop around the Corner (Rendezvous nach Ladenschluss)    
USA 1940, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Margaret Sullavan, James Stewart, Frank Morgan; s/w digital, OmU, 97 Min.
In einem Lederwarengeschäft können sich die neue Mitarbeiterin Klara Novak und Alfred Kralik nicht ausstehen. Ohne es zu ahnen, stehen die beiden jedoch in einem romantischen Briefkontakt. „Ich habe nie einen Film gemacht, in dem die Atmosphäre und die Gestalten authentischer waren.“ (Ernst Lubitsch)



22:00
Die Augen der Mumie Mâ
D 1918, R: Ernst Lubitsch. Mit Pola Negri, Emil Jannings, Harry Liedtke; s/w 35mm, 58 min (18 B/s)
Ein Schlüsselwerk in Lubitschs Werk. Es markiert den Beginn der aufwendig produzierten deutschen Monumentalfilme, zugleich ist es die erste Zusammenarbeit zwischen dem zukünftigen Star Pola Negri und Lubitsch. Von Kritik und Publikum erfolgreich aufgenommen, erzählt der Film die Geschichte eines deutschen Kunstmalers, der ein Sklavenmädchen aus den Fängen eines bösen Ägypters retten möchte.
Am Piano: Ekkehard Wölk

   
 

Di, 23.7.

  Saal 1
17:30
Carmen
D 1918, R: Ernst Lubitsch. Mit Pola Negri, Harry Liedtke, Leopold von Ledebour, s/w 35mm, 88 Min. (18 B/s)
Die junge Zigeunerin Carmen verdreht dem Offizier Don José den Kopf und stürzt ihn ins Verderben. Gedreht in der Schlussphase des Ersten Weltkriegs, als die deutsche Westfront zusammenbrach, ist Carmen, neben Madame Dubarry und Anna Boleyn der dritte von Lubitschs herausragenden Kostümfilmen mit Pola Negri.
An der Orgel: Anna Vavilkina

Saal 2
20:00
That Uncertain Feeling (Ehekomödie)
USA 1941, R: Ernst Lubitsch. Musik: Werner Richard Heymann. Mit Merle Oberon, Melvyn Douglas, Burgess Meredith; s/w digital, OmU, 84 Min.
Wegen eines hartnäckigen Schluckaufs wird Jill zu einem Psychoanalytiker geschickt. Dieser verortet das Problem in ihrer Ehe, Jill beginnt zu grübeln und merkt, dass sie in ihrer scheinbar glücklichen Ehe tatsächlich ein paar Dinge stören.


21:45
Die Austernprinzessin
D 1919, R: Ernst Lubitsch. Mit Victor Janson, Ossi Oswalda, Harry Liedtke, s/w, 35mm, 60 Min. (19 B/s)
Die junge Millionärstochter Ossi tobt, ihr Vater: „Das beeindruckt mich gar nicht!“ Um sie trotzdem zu beruhigen, verspricht er ihr einen adligen Gatten und findet ihn in der Gestalt des mittellosen Prinz Nucki. Der schickt jedoch seinen Diener vor, welcher sich als der gewünschte Ehemann ausgibt und sofort mit Ossi verheiratet wird. Sei es der Damenboxkampf, das plötzliche „Foxtrott-Fieber“ oder die Parade der Diener, in "Die Austernprinzessin" liefert Lubitsch ein nicht enden wollendes Feuerwerk brillanter Einfälle.



Ich möchte kein Mann sein   
D 1918 R: Ernst Lubitsch. Mit Ossi Oswalda, Curt Goetz, Ferry Sikla; s/w 35mm, 45 Min. (20 B/s)
Einmal mehr spielt Lubitsch gekonnt und ideenreich in "Ich möchte kein Mann sein" mit vertauschten Identitäten und Geschlechterrollen. Als Strafe für ihr rebellisches Verhalten verpasst man der wilden Ossi einen strengen Vormund. Die junge Frau verkleidet sich jedoch als Mann und trifft ausgerechnet auf ihren Vormund, der sie aber nicht erkennt. Zusammen verbringen sie trinkend und rauchend eine Nacht. Ossis Fazit am nächsten Morgen: Mann sein ist anstrengend!
Am Piano: Ekkehard Wölk

Saal 3
18:00
The Love Parade (Liebesparade)
USA 1929, R: Ernst Lubitsch. Mit: Maurice Chevalier, Jeanette MacDonald, Lupino Lane, s/w digital, OmU, 107 Min.
Louise, Königin von Sylvanien, heiratet den Grafen Renard, der ihr etwas von ihrer Jugend zurück geben soll. Doch Renard empfindet diese Aufgabe bald als unbefriedigend. Die Ehe wird zum Problem…

 

 

 

20:00
Die Drei von der Tankstelle
D 1930, R: Wilhelm Thiele. Musik: Werner Richard Heymann. Mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, Oskar Karlweis. s/w 35mm, 99 Min.
Von einer gemeinsamen Reise zurückgekehrt, müssen die drei Freunde Willy, Kurt und Hans feststellen, dass sie pleite sind. In der Not eröffnen sie eine Tankstelle und verlieben sich alle drei in die Stammkundin Lilian. Diese weiß nicht, für wen sie sich entscheiden soll. Nicht nur die Starbesetzung, sondern auch Heymanns Musik (u.a. das Evergreen„Ein Freund, ein guter Freund…“) machten den Film zu einem der populärsten Ufa-Klassiker.

22:00
Alraune
BRD 1952, R: Arthur Maria Rabenalt. Musik: Werner Richard Heymann. Mit Hildegard Knef, Erich von Stroheim, Karlheinz Böhm, Rolf Henninger, Harry Meyen. s/w 35 mm, 92 Min.
Moderne Version des fantastischen Romans von Hanns Heinz Ewers (erschienen 1911): einem „Mad Scientist“ gelingt die künstliche Befruchtung einer Prostituierten mit dem Samen eines Mörders. Das Ergebnis des erfolgreichen Experiments heißt Alraune. Doch ihre Vorgeschichte macht sie zur Außenseiterin, die die Männer meiden. Alraune rächt sich auf ihre Weise.

   
 

Mi, 24.07.

  Saal 1
18:00
Romeo & Julia im Schnee
D 1920, R: Ernst Lubitsch; Mit Jacob Tiedtke, Marga Köhler, Lotte Neumann, Ernst Rückert; s/w 35mm, 40 Min. (20 B/s)
Wie bereits in Kolhiesels Töchter greift Lubitsch in Romeo und Julia im Schnee auf Shakespeare zurück und siedelt die Handlung im Schwarzwald an. Romeo und Julia sind in Lubitschs turbulenter Farce die Abkommen schwäbischer Bauernfamilien und statt Gift verkauft ihnen der Apotheker Zuckerwasser.

18:00  Meyer aus Berlin
D 1918, R: Ernst Lubitsch. Mit Ernst Lubitsch, Ethel Orff, Hans Landsmann; s/w 35mm, 58 Min. (18 B/s)
Gestresst vom Leben redet sich Sally Meyer (Lubitsch) krank und wird vom Arzt für ein Wochenende in die Berge geschickt. Dort trifft er die verführerische Kitty. Doch Meyers Frau aus Berlin ist mißtrauisch und folgt ihn zu seinem vermeintlichen „Gesundheitsurlaub“.
An der Orgel: Anna Vavilkina

20:15
Design for Living (Serenade zu dritt)
USA 1933, R: Ernst Lubitsch. Mit Frederic March, Gary Cooper, Miriam Hopkins; s/w digital, OmU, 91 Min.
Ein Versuchsanordnung für den Umgang mit unterdrückten Wünschen: Tom und George lieben Gilda und sie liebt die beiden Männer. Die drei einigen sich auf ein Gentlemen’s Agreement, das die Balance zwischen Vernunft und Leidenschaft ermöglichen soll. Doch dann kommt der Moment, in dem sie ihre Wünsche zulassen…

22:00
Ninotchka (Ninotschka)   
USA 1939, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire; s/w digital, OmU, 110 Min.
Die stramme Sowjet-Genossin Ninotschka wird nach Paris geschickt, in eine Stadt, in der die Frauen komische Hüte tragen. Ihr Auftrag: Verkauf von Juwelen. In der französischen Hauptstadt trifft sie Graf Léon, der sich sofort in die Kommunistin verliebt, Ninotschkas Antwort: „Ihr Typ wird bald ausgestorben sein!“ Großartige Polit-Satire mit bissigen Dialogen und einer ausgelassen lachenden Greta Garbo.

Saal 2
18:15
Monte Carlo
USA 1930, R: Ernst Lubitsch; Mit Jack Buchanan, Jeanette MacDonald, Claude Allister; s/w digital, OmU, 89 Min.
Kurz vor ihrer Heirat flieht die Komtesse Mara nach Monte Carlo. Dort wird sie von Graf Rudolph umworben, doch erst als er sich als Friseur verkleidet, bekommt er eine Chance sie kennenzulernen.

20:00
Madame Dubarry
D 1919, R: Ernst Lubitsch; Mit Pola Negri, Emil Jannings, Reinhold Schünzel, Harry Liedtke; s/w 35mm, 113 Min (20 B/s).
Madame Dubarry, die Mätresse Ludwigs XIV., wird im Zuge der Französischen Revolution zum Tode verurteilt. Ihr ehemaliger Geliebter Armand, nun Vorsitzender des Volkgerichtes, versucht sie trotzdem vor dem Schafott zu retten. Spektakuläre Massenszenen und eine rasante Inszenierung trugen zum Welterfolg von Madame Dubarry bei und ebneten Lubitsch den Weg nach Hollywood.
Am Piano: Ekkehard Wölk

22:15
To Be or Not To Be (Sein oder Nichtsein)
USA 1942, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack; s/w digital, OmU, 98 Min.
Das von Deutschen besetzte Warschau Anfang der 1940er Jahre. Eine Gruppe polnischer Schauspieler führt unter der Leitung des Ehepaar Tura Anti-Nazi-Stücke auf. Es kommt zu fulminanten Verwechslungen zwischen Theater und Wirklichkeit: Lachen am Rande des Abgrunds, als Überlebensmittel. Bei seinem Erscheinen 1942 stieß To Be or Not to Be in den USA wegen angeblicher Verharmlosung der Nazis auf Missfallen. Heute zählt der Film zu den wichtigsten der Filmgeschichte.
   
 

Do, 25.7.

  Saal 1
17:30
Lady Windermere's Fan (Lady Windermeres Fächer)
USA 1925, R: Ernst Lubitsch. Mit Ronald Colman, Irene Rich, May McAvoy; s/w digital, OmU, 89 Min. (20 B/s)
Mrs. Erlynne verlässt Mann und Kind, folgt ihrem Liebhaber und wird von der feinen Gesellschaft verstoßen. Zwanzig Jahre später kehrt sie zurück und das ausgerechnet am Tag der Geburtstagsfeier ihrer Tochter, die von der Existenz der Mutter keine Ahnung hat. Basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück Oscar Wildes, ist diese Gesellschaftssatire ein Höhepunkt im Schaffen von Ernst Lubitsch.
An der Orgel: Anna Vavilkina

20:00
Angel (Engel)
USA 1937, R: Ernst Lubitsch. Mit Marlene Dietrich, Herbert Marshall, Melvyn Douglas; s/w digital, OmU, 90 Min.
Marlene Dietrich als Frau eines erfolgreichen Diplomaten ist leicht frustriert von ihrem Eheleben. Da trifft sie auf einen ehemaligen Liebhaber. Lubitsch als Meister sublimer Andeutungen, mit denen er Phantasie des Zuschauers stimuliert. François Truffaut: „Im Lubitsch-Emmentaler ist jedes Loch genial.“


21:45
To Be or Not To Be (Sein oder Nichtsein)   
USA 1942, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack; s/w digital, OmU, 98 Min.
Das von Deutschen besetzte Warschau Anfang der 1940er Jahre. Eine Gruppe polnischer Schauspieler führt unter der Leitung des Ehepaars Tura Anti-Nazi-Stücke auf. Es kommt zu fulminanten Verwechslungen zwischen Theater und Wirklichkeit: Lachen am Rande des Abgrunds, als Überlebensmittel. Bei seinem Erscheinen 1942 stieß To Be or Not to Be in den USA wegen angeblicher Verharmlosung der Nazis auf Missfallen. Heute zählt der Film zu den wichtigsten der Filmgeschichte.

Saal 2
18:00
Sumurun
D1920
R: Ernst Lubitsch. Mit Pola Negri, Jenny Hasselquist, Paul Wegener, Ernst Lubitsch; s/w 35mm, 103 min (18 B/s)
Lubitschs Schauspielkarriere endet nach sieben Jahren mit Sumurun. Als buckliger Gaukler zurückgestoßen und durch seine Arbeit als Gaukler zum Jubilieren verdammt, mimt er in diesem Liebesreigen um Mord und Totschlag eine tragische Figur.
Am Piano: Ekkehard Wölk

20:00
Der Kongress tanzt
D 1931 Regie: Erik Charell, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Otto Wallburg, Conrad Veidt, Lil Dagover, Alfred Abel, Adele Sandrock. s/w 35 mm 85 Min.
Am Rande des Wiener Kongresses geht für die kleine Handschuhmacherin Christl der Traum vom ganz großen Glück in Erfüllung, wenn auch nur für ein paar Stunden... Walzerseligkeit und die Versöhnung der sozialen Klassen mixt diese frühe Tonfilmoperette zu einem Soufflé aus guter Laune und beschwingten Melodien („Das gibt’s nur einmal…“), komponiert von W.R. Heymann.

21:45
That Uncertain Feeling (Ehekomödie)
USA 1941,R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Merle Oberon, Melvyn Douglas, Burgess Meredith; s/w digital, OmU, 84 Min.
Wegen eines hartnäckigen Schluckaufs wird Jill zu einem Psychoanalytiker geschickt. Dieser verortet das Problem in ihrer Ehe. Jill beginnt zu grübeln und merkt, dass sie in ihrer scheinbar glücklichen Ehe tatsächlich ein paar Dinge stören.

   
 

Fr, 26.7.

  Saal 1
17:45
Bomben auf Monte Carlo
D 1931, R: Hanns Schwarz, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Hans Albers, Anna Sten, Heinz Rühmann, Ida Wüst, Kurt Gerron, Peter Lorre, Otto Wallburg, Comedian Harmonists, s/w 35mm, 111 Min.
Weil er und die Mannschaft monatelang keinen Sold bekommen haben, steuert Kapitän Craddock mit seinem Kreuzer, der einem bankrotten Balkanstaat gehört, Monte Carlo an. Im dortigen Casino hofft er, seine Kasse auffüllen zu können, was ihm zunächst auch gelingt. Dann verliert er sein erspieltes Vermögen. Um es zurück zu bekommen, droht Craddock mit militärischen Maßnahmen… Nach „Der Kongress tanzt“ der erfolgreichste Film der Kinosaison 1931/32 in Deutschland – nicht zuletzt durch Werner Richard Heymanns (internationalen) Hit: „Das ist die Liebe der Matrosen“.


20:00
Ninotchka (Ninotschka)
USA 1939, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire; s/w digital, OmU, 110 Min.
Die stramme Sowjet-Genossin Ninotschka wird nach Paris geschickt, in eine Stadt, in der die Frauen komische Hüte tragen. Ihr Auftrag: Verkauf von Juwelen. In der französischen Hauptstadt trifft sie Graf Léon, der sich sofort in die Kommunistin verliebt. Ninotschkas Antwort: „Ihr Typ wird bald ausgestorben sein!“ Großartige Polit-Satire mit bissigen Dialogen und einer ausgelassen lachenden Greta Garbo.

22:15
Die Bergkatze
D 1921, R: Ernst Lubitsch. Mit Victor Janson, Pola Negri, Paul Heidemann; s/w 35mm, 82 Min. (20 B/s)
Lubitsch: „Der Film war ein vollständiger Fehlschlag, und doch besaß dieser Film mehr Einfallsreichtum und satirischen Bildwitz als viele meiner anderen Filme.“ Nach der Festnahme des Leutnants Alexis kommt es zwischen ihm und der Tochter des Banditenführers zum Geschlechterkrieg und zu einem absurden Kampf zwischen Räubern und Soldaten.
An der Babylon-Orgel: Anna Vavilkina

Saal 2
17:30
Anna Boleyn
D 1920, R: Ernst Lubitsch. Mit Emil Jannings, Henny Porten, Hedwig Pauli; s/w 35mm, 118 min (20 B/s)
Historienepos mit großem Prestigefaktor und enormem Produktionsaufwand: Basierend auf vagen historischen Fakten erzählt der Film die Geschichte der zweiten Ehefrau Heinrichs VIII., die hingerichtet wird, weil sie, statt des gewünschten Thronfolgers, eine Tochter zur Welt bringt.
Am Piano: Ekkehard Wölk

19:45
Ich bei Tag und Du bei Nacht   
D 1932, R: Ludwig Berger, Musik: W.R. Heymann. Mit Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Julius Falkenstein, s/w 35mm, 95 Min.
„Wenn ich sonntags in mein Kino geh’“ trällert Grete mit Vorliebe. Sie bewohnt ein Untermietszimmer, das ihre Wirtin tagsüber, wenn Grete arbeitet, ohne deren Wissen an den Nachtkellner Hans vermietet hat. Das kann nicht lange gut gehen. Oder etwa doch?

Saal 3
22:00
Bluebeard’s Eighth Wife (Blaubarts achte Frau)
USA 1938, R: Ernst Lubitsch. Musik: Werner Richard Heymann. Mit Claudette Colbert, Gary Cooper, Edward Everett Horton; s/w digital, OmU, 85 Min.
Gary Cooper als exzentrischer Multimillionär: Schon sieben Mal verheiratet, möchte er eine Französin zu seiner achten Ehefrau machen. Über die Abfindung nach der Scheidung wird praktischerweise schon vor der Hochzeit geredet. Doch die junge Frau denkt gar nicht daran, sich widerstandslos dem Millionär hinzugeben.

   
 

Sa, 27.7.

  Saal 1
16:15
One Hour with you (Eine Stunde mit dir)
USA 1932, R: Ernst Lubitsch, George Cukor; Mit Maurice Chevalier, Jeanette MacDonald, Geneviève Tobin; s/w digital, OmU, 80 Min.
Ein Remake von The Marriage Circle, neu als Musical inszeniert. Lubitsch, mit der Regie von George Cukor unzufrieden, übernimmt kurzerhand selbst das Zepter. Der Pariser Frauenarzt Bertier, immer noch glücklich in seine Frau Colette verliebt, trifft auf die verführerische Mitzi, die sich deutlich zu ihm hingezogen fühlt. Der Arzt ergreift die Flucht und begegnet Mitzi unverhofft in seiner Wohnung wieder.

18:00  LEIDER FÄLLT DAS AUS (Stattdessen macht Anna Vavilkina eine Einführung zur Babylon Orgel)
So This Is Paris (So ist Paris)
USA 1926, R: Ernst Lubitsch. Mit Monte Blue, Patsy Ruth Miller, André Beranger; s/w digital, OmU, 80 Min.
1926 gehört Lubitsch zu den besten Regisseuren Hollywoods, zusammen mit Regie-Kollegen wie D.W. Griffith, Charlie Chaplin und Cecil B. DeMille wird er zu den zehn wichtigsten Filmemachern gewählt. Ausgangspunkt von So This is Paris ist der Tanz und wieder stehen zwei gelangweilte Ehepaare im Mittelpunkt, die im Film gründlich durcheinander gewirbelt werden.
An der Orgel: Anna Vavilkina

20:00
To Be or Not To Be (Sein oder Nichtsein)    
USA 1942, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack; s/w digital, OmU, 98 Min.
Das von Deutschen besetzte Warschau Anfang der 1940er Jahre. Eine Gruppe polnischer Schauspieler führt unter der Leitung des Ehepaars Tura Anti-Nazi-Stücke auf. Es kommt zu fulminanten Verwechslungen zwischen Theater und Wirklichkeit: Lachen am Rande des Abgrunds, als Überlebensmittel. Bei seinem Erscheinen 1942 stieß To Be or Not to Be in den USA wegen angeblicher Verharmlosung der Nazis auf Missfallen. Heute zählt der Film zu den wichtigsten der Filmgeschichte.

22:00
Design for Living (Serenade zu dritt)
USA 1933, R: Ernst Lubitsch. Mit Frederic March, Gary Cooper, Miriam Hopkins; s/w digital, OmU, 91 Min.
Ein Versuchsanordnung für den Umgang mit unterdrückten Wünschen: Tom und George lieben Gilda und sie liebt die beiden Männer. Die drei einigen sich auf ein Gentlemen’s Agreement, das die Balance zwischen Vernunft und Leidenschaft ermöglichen soll. Doch dann kommt der Moment, in dem sie ihre Wünsche zulassen…

Saal 2
18:00
Heidelberger Romanze
D 1951 R: Paul Verhoeven, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Lieselotte Pulver, O.W. Fischer, Gardy Granass, Gunnar Möller, Hans Leibelt, Ruth Niehaus.
Farbe 35mm, 97 Min.
Generationen und Kontinente übergreifende Liebeshändel vor der Kulisse Heidelbergs, als große Versöhnungsoper: Junge Männer mit sitzen gelassenen Freundinnen, Amerikaner mit Deutschen, Eltern mit Kindern.
 


20:00
Heaven Can Wait (Ein himmlischer Sünder) 
USA 1943, R: Ernst Lubitsch. Mit Gene Tierney, Don Ameche, Charles Coburn. Farbe, OmU, 112 Min.
Lubitschs vorletzter Film und sein einziger in satten Technicolor-Farben: Als Henry van Cleve mit 70 Jahren stirbt, wird er in der Hölle von dem wohl nobelsten Teufel der Filmgeschichte empfangen. Nachdem van Cleve sein Leben erzählt hat, verweigert ihm Satan den Eingang in die Hölle und schickt ihn kurzerhand mit dem Fahrstuhl („Up!“) in den Himmel.

22:15
Ninotchka (Ninotschka)  
USA 1939, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Greta Garbo, Melvyn Douglas, Ina Claire; s/w digital, OmU, 110 Min.
Die stramme Sowjet-Genossin Ninotschka wird nach Paris geschickt, in eine Stadt, in der die Frauen komische Hüte tragen. Ihr Auftrag: Verkauf von Juwelen. In der französischen Hauptstadt trifft sie Graf Léon, der sich sofort in die Kommunistin verliebt. Ninotschkas Antwort: „Ihr Typ wird bald ausgestorben sein!“ Großartige Polit-Satire mit bissigen Dialogen und einer ausgelassen lachenden Greta Garbo.

   
 

So, 28.7.

  Saal 1
15:00
Die Puppe  
D 1919, R: Ernst Lubitsch. Mit Ossi Oswalda, Hermann Thimig, Victor Janson; s/w 35mm, 64 Min. (18 B/s)
Ein verwöhnter Erbe wird von seinem Onkel gedrängt zu heiraten. Von vierzig Jungfrauen gehetzt, flieht er ins Kloster und wird von den Mönchen, die durchaus eigene Interessen verfolgen, zu einer Scheinehe mit einer Puppe überredet. Diese jedoch zerbricht und so muss die Tochter des Puppenmachers als kurzfristiger Ersatz einspringen. Eines von Lubitschs frühen Meisterwerken, in dem er selbst auftritt.
An der Orgel: Anna Vavilkina

15:00
Romeo & Julia im Schnee
D 1920, R: Ernst Lubitsch. Mit Jacob Tiedtke, Marga Köhler, Lotte Neumann, Ernst Rückert; s/w 35mm, 40 Min. (20 B/s)
Wie bereits in Kolhiesels Töchter greift Lubitsch in Romeo und Julia im Schnee auf Shakespeare zurück und siedelt die Handlung im Schwarzwald an. Romeo und Julia sind in Lubitschs turbulenter Farce die Abkommen schwäbischer Bauernfamilien und statt Gift verkauft ihnen der Apotheker Zuckerwasser.
An der Orgel: Anna Vavilkina


17:00
The Shop around the Corner (Rendezvous nach Ladenschluss)  
USA 1940, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Margaret Sullavan, James Stewart, Frank Morgan; s/w digital, OmU, 97 Min.
In einem Lederwarengeschäft können sich die neue Mitarbeiterin Klara Novak und Alfred Kralik nicht ausstehen. Ohne es zu ahnen, stehen die beiden jedoch in einem romantischen Briefkontakt. „Ich habe nie einen Film gemacht, in dem die Atmosphäre und die Gestalten authentischer waren.“ (Ernst Lubitsch)

19:00
Cluny Brown
USA 1946, R: Ernst Lubitsch. Mit Charles Boyer, Jennifer Jones, Peter Lawford; s/w digital, OmU, 100 Min.
England 1939, kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs lernen sich zwei Außenseiter kennen: der vor den Nazis geflüchtete Professor Belinski und das Dienstmädchen Cluny Brown. Gemeinsam gehen sie gegen die erstarrte britische Klassengesellschaft vor.

Saal 2
14:30
Die Drei von der Tankstelle  
D 1930, R: Wilhelm Thiele, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, Oskar Karlweis. s/w 35mm, 99 Min.
Von einer gemeinsamen Reise zurückgekehrt, müssen die drei Freunde Willy, Kurt und Hans feststellen, dass sie pleite sind. In der Not eröffnen sie eine Tankstelle und verlieben sich alle drei in die Stammkundin Lilian. Diese weiß nicht, für wen sie sich entscheiden soll. Nicht nur die Starbesetzung, sondern auch Heymanns Melodien (u.a. das Evergreen„Ein Freund, ein guter Freund…“) machten den Film zu einem der populärsten Ufa-Klassiker.

16:30
Bluebeard‘s Eighth Wife. (Blaubarts achte Frau)
USA 1938, R: Ernst Lubitsch, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Claudette Colbert, Gary Cooper, Edward Everett Horton; s/w digital, OmU, 85 Min.
Gary Cooper als exzentrischer Multimillionär: Schon sieben Mal verheiratet, möchte er eine Französin zu seiner achten Ehefrau machen. Über die Abfindung nach der Scheidung wird praktischerweise schon vor der Hochzeit verhandelt. Doch die junge Frau denkt gar nicht daran, sich widerstandslos dem Millionär hinzugeben.

18:15
Ein blonder Traum
D 1932, R: Paul Martin, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Willi Forst, Paul Hörbiger, Trude Hesterberg.s/w, 35 mm, 98 Min.
Zwei Berliner Fensterputzer verlieben sich in eine junge Artistin, die zwischen Wanderzirkus-Alltag und Hollywood-Träumen gestrauchelt ist und lassen sie bei sich, die in zwei ausrangierten Eisenbahnwaggons wohnen, einziehen. Kann das gut gehen? Am Drehbuch schrieb Billy Wilder mit. Man merkt es. Heymann und sein Textdichter Robert Gilbert steuerten wunderbare Melodien bei, darunter: „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“


20:15
Ihre Hoheit befiehlt
D 1931. R: Hanns Schwarz, Musik: Werner Richard Heymann. Mit Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Reinhold Schünzel, Paul Hörbiger, Paul Heidemann, s/w 35mm, 96 Min.
Eine Prinzessin inkognito als Karrierestifterin eines kleinen Leutnants, in den sie sich verliebt hat, und den sie befördern und befördern lässt. Er wehrt sich gegen so viel Protektion…
Von Heymann/Gilbert stammt u.a.: „Du hast mir heimlich die Liebe ins Haus gebracht“
 

 

Stummfilmmusiker

  Tal Balshai
Der Pianist, Komponist und Arrangeur ist musikalischer Leiter der Erfolgsshow „Vivace“, mit der er seit 2001 international auftritt, u.a. in Simbabwe, Schweden, England, Italien und den USA. Aktuelle Projekte von ihm widmen sich dem Grenzbereich zwischen Klassik und Jazz („Endless Fields“) sowie der Musik deutscher Komponisten der 1930er Jahre („From Babelsberg to Beverly Hills“). Mit seiner Combo begleitet er außerdem die Schauspielerin und Sängerin Dagmar Manzel bei ihren Chansonabenden.
Tal Balshai ist ein Bewunderer der Musik Werner Richard Heymanns. Obwohl dessen Filmmusik zu Arnold Fancks „Der große Sprung“ verschollen ist, unternimmt Balshai aufgrund seiner genauen Kenntnis der Heymanns’schen Stilistik den Versuch einer Rekonstruktion. Dabei zur Seite stehen ihm die beiden Jodlerinnen Stella Maria Adorf und Katharine Mehrling.

Hada Benedito Mateo
Die junge spanische Pianistin hat im Babylon bereits mehrmals erfolgreich Stummfilme begleitet. Sie lebt in Berlin und ist begeistert sich besonders für das expressionistische Kino der frühen 1920er Jahre.
   
  Anna Vavilkina  studierte Musikwissenschaft und Orgel (bei N. Gureyeva) am Moskauer Konservatorium und Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Lübeck und Detmold (A-Examen 2009). 2002 wurde sie bei Internationalem Orgelwettbewerb in Minsk ausgezeichnet. 2008, 2009 und 2011 war sie Finalistin von internationalen Wettbewerben für Orgelimprovisation in Schlägl (Österreich), in Bielefeld und in Münster. Seit Januar 2011 ist sie als Kirchenmusikerin im Kirchengemeindeverband Kerpen Süd-West tätig.
Sie tritt regelmäßig im Babylon auf und begeisterte das Publikum zuletzt mit ihrer Begleitung von Stummfilmen Karl Valentins, u.a. „Der Sonderling“. http://www.myspace.com/annavavilkina
   
  Ekkehard Wölk
Der Pianist, Komponist und Arrangeur Ekkehard Wölk ist nach einem absolvierten klassischen Klavierstudium in Lübeck und Hamburg sowie einem Musikwissenschaftsstudium in Hamburg und Berlin mittlerweile einer der gefragtesten Musiker auch im Bereich der Film – und Stummfilmvertonungen.
Im Auftrag der Friedrich- Wilhelm- Murnau - Stiftung entstanden in den letzten Jahren u. a. auf DVD erschienene Kompositionen für die Stummfilmklassiker 'Die Finanzen Des Grossherzogs '
(Murnau, 1924) und 'Geheimnisse Einer Seele' (Pabst, 1926).
Zu Wölks Live- Repertoire als Stummfilmpianist gehören aber auch bekannte Werke von u. a. Lang, Lubitsch , Sternberg sowie die großen Slapstickkomödien von Keaton, Chaplin und Lloyd.
Daneben stellt Wölk in seinem Klavier- Trio mit Baß und Schlagzeug sowie seinem Streich - Quintett auf Festivals dem Publikum auch häufiger seine ausdrucksstarken jazz - geprägten Neuarrangements über klassisch gewordene Kinothemen von Nino Rota, Ennio Morricone und Bernard Herrmann vor.
Wölk ist seit 2011 regelmäßiger Gast im Babylon, wo er u.a. die Filme Charlie Chaplins und Buster Keatons aber auch Meisterwerke der deutschen Filmkunst aus den 1920er Jahren begleitet hat.